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B-2-B oder B-2-C? Ein Buchstabe macht den Unterschied bei Social Media.

Dresden 26.02.2013
Soziale Medien sind mittlerweile fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Jedoch ist Facebook nicht gleich Facebook: Je nach Kundenkreis ändern sich Kommunikationsstrategie und Plattform, auf der diese verfolgt wird. Welchen Einfluss die zu erreichenden Kunden auf die Social-Media-Strategie haben, hat Sputnika aus den Marketingabteilungen von der Elbe-Factoring GmbH und der DVB erfahren.

Business-to-Business: Fachkompetenz zeigen bei Elbe-Factoring

„In der Kommunikation richten wir uns komplett an den Business-to-Business-Bereich. Insofern ist das Thema bei uns ein bisschen anders aufgesetzt als in Firmen, die eine breitere Zielgruppe haben. Wir nutzen dennoch Social Media, vor allem Businessportale wie etwa Xing. Da sind wir sehr aktiv und schreiben Foreneinträge zu bestimmten Fachthemen. Xing ist für uns sehr interessant - gar nicht mal in erster Linie bei der Kundenakquise, sondern eher in der Akquise von und der Bekanntmachung bei weiteren Multiplikatoren. Wir arbeiten viel mit Steuer- und Unternehmensberatern zusammen, die dann oft jemanden brauchen, der Beratungs- und Finanzierungsthemen für ihre Kunden umsetzt. Da sind dann im Idealfall wir einer dieser Partner. Insofern nutzen wir Xing, um uns bei den Beratern bekannt zu machen. Seit kurzem haben wir auch einen Twitter-Account. Da machen wir ein bisschen was, verbreiten aktuelle Meldungen, kündigen unsere Veranstaltungen an oder veröffentlichen Marktzahlen. Also eher Hintergrundinformationen und Nachrichten aus der Praxis. Wir nutzen auch Google+, aber das ist noch in den Kinderschuhen. Das sind Tools, die nebenbei laufen. Wir konzentrieren uns aktuell auf die Businessportale wie Xing. Weil wir wissen, dass Social Media weiter an Bedeutung gewinnen wird, nutzen wir die anderen Kanäle mit - aber eben nicht schwerpunktmäßig, sondern eher am Rand.“

Ilka Stiegler, Marketingleiterin bei Elbe-Factoring

 

Business-to-Consumer: Vorurteile abbauen bei der DVB

„Wir haben 2010 mit Twitter angefangen, weil wir im Dialog mit den Kunden neue Wege gehen wollten. Twitter war da ein guter Einstieg, auch da es durch die Kommunikation mit 140 Zeichen relativ wenig Aufwand bedeutet. Das war dann auch wirklich ein guter Erfolg. Dementsprechend haben wir vergangenes Jahr beschlossen, unsere Aktivitäten auf Facebook auszuweiten. Damit wir einerseits unsere Kunden noch umfassender informieren können und andererseits, um den Kunden eine Dialogplattform zu geben, auf der sie Rückfragen stellen oder Hinweise, etwa bei Problemen, äußern können. Vom Erfolg waren wir dann relativ überrascht. Wir haben gleich in der ersten Woche um die 2000 Fans gesammelt. Nach gut acht Monaten sind wir schon bei 5000. Das ist schon beachtlich, zumal das eine Menge an Anfragen nach sich zieht, die erst einmal bearbeitet werden muss. Darauf muss man sich einstellen, aber wir haben das relativ schnell und geräuschlos hinbekommen. Wir hatten zwar auch schon bisher die eher klassischen Kanäle, wie E-Mail und Telefon, für den Dialog offen gehalten. Aber Social Media ist da noch mal eine andere Qualitätsstufe. Man kann tatsächlich miteinander interagieren und man erreicht einen großen Kundenkreis. Vorher haben wir Themen mit einzelnen Personen besprochen. Wenn jetzt eine Frage gestellt wird, beantworten wir sie automatisch für hundert weitere Personen mit, die das gleiche Thema interessiert. Am Tag haben wir im Durchschnitt fünf Fremdbeiträge auf unserer Pinnwand und dazu noch zahlreiche Kommentare. Aus den einzelnen Beiträgen entstehen da durchaus Diskussionen, bei denen dann Kunden auch für uns Partei ergreifen. Es stimmt positiv, wie über die Plattform mit Vorurteilen aufgeräumt und gleichzeitig Verständnis erzeugt werden kann. Im Sinne des Kundendialogs hat sich durch die Interaktionsmöglichkeiten sehr viel verbessert - auch dadurch, dass wir für die Kunden transparenter wirken.“

René Böhm, Sachgebietsleiter Neue Medien bei der DVB AG

 


Wer integriert den Mitteilungsdienst Twitter fest in seine Kommunikationsstrategie und führt regen Dialog mit seinen Kunden? Wir suchen weitere regionale Beispiele und freuen uns über weitere Kommentare!

 

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