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blaurock lässt die 10. Ostrale sprechen. Auch für die Zukunft?

Dresden 05.07.2016
Am 1. Juli öffnete die 10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste in Dresden – besser bekannt als Ostrale - unter dem Titel »error: x« ihre Pforten. blaurock markenkommunikation stemmt dabei die Pressearbeit für das riesige Kunstprojekt.

Die Ostrale, anfangs als Zwischenlösung für die maroden Futterställe im Ostragehege gedacht, ist schon längst eine gewachsene Instanz mit unterschiedlichsten Verflechtungen und Partnern. Vom Deutschlandfunk als »Documenta des Ostens« geadelt steht in diesem Jahr nun die zehnte Auflage und damit ja auch ein Jubiläum an.

Bis zum 25. September sind jetzt wieder zeitgenössische Kunst »über Ländergrenzen und Gedankengrenzen hinweg« zu erleben. blaurock markenkommunikation stemmt dabei die Pressearbeit für das riesige Kunstprojekt. Wie machen die das und worauf kommt es bei solch einem Job an? Agenturchef Tobias Blaurock steht nun Rede und Antwort.

Sputnika: Wie behält man da den Überblick, um einen geschlossenen Kanal nach draußen sprechen zu lassen? Tobias Blaurock: »In diesem Jahr spricht blaurock markenkommunikation ja zum ersten Mal für die Ostrale. Da hat man den Überblick bei einem internationalen Projekt dieser Größenordnung in der Tat nicht auf Anhieb. Als wichtigste Instanz für zeitgenössische Kunst in Dresden ist auch die 10. Ostrale immer noch chronisch unterfinanziert. Sie basiert im Wesentlichen auf privatem und ehrenamtlichen Engagement. Dort Pressearbeit zu organisieren erfordert, sich flexibel in einerseits sehr komplexe und andererseits sehr freie Strukturen zu integrieren. Es heißt auch, zuzulassen, dass Dinge angesichts des Zeitdrucks auch mal nur nach Möglichkeit oder eben sehr unkonventionell gelöst werden können. Wir leben das in einer laufenden, intensiven Abstimmung, so dass wir letztlich über mehrere Kanäle sprechen können, die aufeinander abgestimmt sind.«


Informa, Interaktive Installation, 2016, Foto: ArtScience and Society Lab


  

Was gehört alles zum Paket „Pressearbeit Ostrale“? »Die gemeinsame Entwicklung der Kommunikationsstrategie und deren Umsetzung mit Pressemitteilungen, Foto- und Drehterminen und Pressekonferenzen, die Koordination von Interviews, Bearbeiten von Anfragen. Neben der Beschäftigung mit den internationalen Künstlern und der Öffentlichkeitsarbeit zur Veranstaltung selbst gehören in diesem Jahr leider auch die Thematisierung des drohenden Endes der Ostrale einerseits und das Begleiten der Verhandlungen von Lösungsansätzen andererseits dazu. Das ist sogar der größte Zeitaufwand. Da werden wir mit großem Vertrauen auch sehr stark in die Kommunikation hinter den Kulissen eingebunden.« Geht man entspannter an solch einen Job, wenn man ihn schon mehrfach gemacht hat oder ist es jedes Mal auf's Neue (an)spannend? »Ich habe ja über die Jahre schon für viele Institutionen sprechen dürfen – zum Beispiel die Messe Dresden, die HVB Immobilien (übrigens einst Haupteigentümerin des Ostrageheges), die Filmnächte am Elbufer, verschiedene IT-Firmen, mehrere Einkaufszentren und das Neustädter Barockviertel. Es ist jedes Mal anders, jedes Mal aufregend und jedes Mal auch beruhigend zu wissen, dass man nach fast zwanzig Jahren weiß, wie es geht.«


Krieg und Frieden, Fotografie, 2015, Foto & Urheber: Thomas Brenner 


Man liest, dass die historischen Stätten im Ostragehege in diesem Jahr das letzte Mal bespielt werden. Wieso ist das so und wo könnte es dann weitergehen? »Die Ostrale und auch andere Akteure wurden von den Grundstückseigentümern vor zehn Jahren gern angenommen, um zur Revitalisierung der Industriebrache im Ostragehege beizutragen. Das hat ganz wunderbar funktioniert und diesen Prozess begleiten zu dürfen, hat schon damals großen Spaß gemacht. Die Ostrale hat mit dazu beigetragen, dass das Potential des Ostrageheges erkannt wurde, dort ist inzwischen ja sehr viel entstanden. Nun bedroht genau diese Nachfrage die einstige Zwischennutzung Ostrale, die ihrerseits inzwischen jedoch ebenfalls etabliert ist und eine große Bedeutung für die Stadt erlangt hat.
Die Baugenehmigung läuft bald aus, ein Verkauf der Futterställe an Dritte droht. Eine Sanierung der Gebäude ist einerseits überfällig und könnte andererseits im normalen wirtschaftlichen Kreislauf von der Ostrale auch als Mieter nicht finanziert werden. Andere Domizile sind in Dresden nicht in Sicht. Wir versuchen, dennoch eine Lösung zu finden, die geeignet ist, die Ostrale am Standort zu halten. Immerhin eine überregional bedeutende internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die dem Image der Stadt gerade in diesen Zeiten wichtige positive Aspekte hinzufügt.« Wie läuft die Kampagne „Rettung der Ostrale“? »Wir erreichen derzeit ohne Mediabudget eine enorme Aufmerksamkeit. Ich glaube, wir verstärken in diesem Jahr das Bewusstsein dafür, dass es gerade wirklich dramatisch wird und welchen Verlust ein Abwandern der internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst für Dresden bedeuten würde. Das schafft die Basis dafür, mit den unterschiedlichen politischen Entscheidern konstruktiv Lösungsansätze zu diskutieren, die angesichts der geringen Finanzmittel und der gerade beginnenden, übrigens absolut sehenswerten Ausstellung für den Veranstalter auch machbar sind. Kein Grund zum Jubeln, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.«

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