20160930_SEO-Kueche_Content_Marketing__Interview_Christoph_Pawletko_Titel_01.jpg

Content Marketing - so finden Sie Ideen!

Dresden 04.10.2016
Der Weg von der ersten Idee bis zur erfolgreich durchgeführten Kampagne verläuft laut SEO-Küche in mehreren Phasen, die jeweils durchaus auch mehrmals durchlaufen werden können und müssen, bis alles passt. Welche das sind, verrät Christoph Pawletko, Teamleiter der Redaktion in der SEO-Küche, hier.

Sputnika: Was ist der erste Schritt im Content Marketing?

Christoph Pawletko: Zu Beginn eines jeden Prozesses muss man sich die Frage stellen, was erreicht werden soll - soll z.B. die Marke gestärkt oder vor allem Traffic generiert werden? Danach muss so genau wie möglich die Zielgruppe bestimmt und geschaut werden, welche Influencer und Kooperationspartner für diese Zielgruppe am besten helfen können, den Content zu streuen. Bei der anschließenden Ideenfindung ist auch der Zeitpunkt der Verbreitung wichtig, beispielsweise macht Sommer-Content im Winter meist wenig Sinn. 

Gibt es Tools, die bei der Themenfindung helfen?

C.P.: Hier sollte man sich in den Kunden hineinversetzen, kann aber auch Hilfsmittel nutzen. Eine Möglichkeit wären etwa W-Fragen-Tools. Diese verraten, welche Suchanfragen zu einem bestimmten Suchbegriff häufig gestellt werden und somit relevante Fragestellungen darstellen. Am Beispiel-Thema „Reisen“ könnte dies eine Übersicht über die beliebtesten Reiseziele der Deutschen, Reiseziele für Singles, eine Checkliste zum Kofferpacken oder Gründe, warum Reisen bildend sind. Hier macht man sich zunutze, dass Google ziemlich genau weiß, was Internetnutzer wissen wollen.

Oft lohnt es sich auch, über den Tellerrand des Internets hinwegzusehen. Fragen Sie doch einfach mal beim Auftraggeber nach, was die Kunden häufig fragen, wünschen oder vielleicht vermissen. Sprechen Sie mit den Leuten, die es betrifft, die das Produkt oder die Dienstleistung nutzen oder täglich verkaufen und Sie stoßen wahrscheinlich auf Ideen, die Sie nutzen können.

Wie sieht es mit Konkurrenzanalyse aus, ist die sinnvoll?

C.P.: Natürlich kann man auch gucken, was die Konkurrenz macht. Welche Themen werden oft geteilt, was oft gelesen? Auch hier kann man Tools, wie BuzzSumo, Linkbird oder Influma, nutzen, um schnell relevante Themen zu finden. Selbstverständlich reicht es nicht, diese einfach zu kopieren, viel mehr sollte man sich fragen, kann ich etwas besser machen? Kann ich der Zielgruppe einen Mehrwert bieten? Wenn ja, dann geht es nun an die Ausarbeitung.

Wie geht es nach der Themenfindung weiter?

C.P.: Die Mittel beeinflussen die Umsetzung und auch das Format muss klug gewählt werden, denn das Budget entscheidet über den verfügbaren Personal- und Zeitaufwand. Überlegen Sie deshalb vorher schon, ob das Projekt mit den verfügbaren Mitteln überhaupt realisierbar ist. Manchmal kann es auch Sinn machen, Inhalte einzukaufen. Bevor man nun wirklich loslegt, steht noch einmal eine genaue, finale Prüfung an, zum Beispiel, ob es gleiche Inhalte bereits gibt und wenn ja, wie man sie verbessern kann. Gibt es zum Beispiel schon einen solchen Ratgeber oder eine ähnliche Top-Liste? Vielleicht wäre eine speziellere Version, etwa auf eine bestimmte Region bezogen, machbar?

Dein abschließender Tipp?

C.P.: Content Marketing muss kontinuierlich erfolgen. Zwei erfolgreiche Kampagnen pro Jahr können schon reichen, wenn sie der Zielgruppe Problemlösungen anbieten und die Zielgruppe auch erreichen. Qualität ist auf jeden Fall wichtiger als Quantität. Hat die Kampagne nicht die angestrebten Ergebnisse gebracht, heißt es in der Fehleranalyse herauszufinden, woran dies gelegen haben könnte und es nächstes Mal besser machen.

Kommentare

Weitere Artikel von SEO Küche

Lokalisierte Städte-Seiten für bessere Rankings
Schädliche Links rechtzeitig erkennen
Qualität statt Quantität - Wie lang soll ein SEO-Text sein?
Der Sichtbarkeitsindex - Das ultimative Erfolgsrezept?