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Das Chamäleon der Oberlausitz

Dresden 07.08.2018
Die Oberlausitz befindet sich zu etwa 67 Prozent in Sachsen, zu 30 Prozent in Polen und zu 3 Prozent in Brandenburg. Darüber hinaus hält die Region unzählige Höhepunkte im Bereich Kultur und Natur bereit. Nur eine einheitliche Erscheinung all jener Vielseitigkeit hat bisher gefehlt. Doch das ändert sich aktuell. Maßgeblich daran beteiligt ist Ö GRAFIK.

Es war ein rund 1 ½ Jahre langer Weg bis zur neuen Dachmarke der Oberlausitz, dessen Anfang Olaf Franke, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien, wie folgt skizziert:

„Die Überlegungen hinsichtlich einer neuen Dachmarke für die Oberlausitz begannen 2016 als die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien durch Rücksprachen mit regionalen Partnern feststellte, dass das einstige Markenbild der Oberlausitz als überholt empfunden wurde. Außerdem stellte sich heraus, dass nur noch die Marketing-Gesellschaft der Oberlausitz mit dem bestehenden Logo gearbeitet hat. Ansonsten haben sich die acht touristischen Gebiete der Oberlausitz visuell völlig autark präsentiert. Generell ist das ja kein Problem, da jede Region auch jetzt noch eine individuelle Erscheinung hat. Jetzt aber eine, die mit der neuen Dachmarke korrespondiert und alles miteinander in Verbindung setzt.”

Akzeptanz, Identifikation und eine klare Verwendungsstruktur standen somit im Vordergrund als die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mit ihren Partnern auf Basis freiwilliger Zusammenarbeit gemeinsam beschloss, dass eine neue Dachmarke für die Region her sollte. Zu den Partnern zählen die Region Westlausitz, das Lausitzer Seenland, der Dresdner Heidebogen, das Neisseland, der Naturpark Zittauer Gebirge, die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, das Oberlausitzer Bergland und die Stadt Görlitz. Im anschließenden Prozess galt es erst einmal die gegenwärtigen “Partner wieder mehr zu Verbündeten” zu machen, wie Olaf Franke betont und weiter ausführt:

„Das sagt sich erstmal leicht, war jedoch eine große Aufgabe, denn es sollten ja alle Beteiligten miteinander Anforderungen aus ihren jeweiligen Bedürfnissen formulieren, um so die Basis der angestrebten Ausschreibung zu erarbeiten. Die Bereitschaft mit einer neuen Dachmarke zu arbeiten war zwar bei allen vorhanden. Aber niemand unterschreibt vorher etwas, wenn er nicht weiß, wie das Endprodukt aussieht. Einfach deshalb, weil niemand wissen kann, wie gut oder umfassend sich ein neues Design mit der eigenen Erscheinung verträgt. Es musste also eine Dachmarke her, die sich wie ein Chamäleon der Vielzahl der bestehenden Corporate Designs anpasst, aber dennoch eine klare, gemeinsame und überregionale Sprache der Oberlausitz transportiert.”

Der interne Arbeits- und Findungsprozess, der unter Leitung und Moderation der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien stattfand, dauerte rund neun Monate. Anschließend hatten alle Beteiligten die Möglichkeit Agenturen vorzuschlagen, die zur Ausschreibung eingeladen werden sollten.

Gefallen ist die Entscheidung für Ö GRAFIK, die mit ihrem Konzept in den Punkten Verwendbarkeit, Kompatibilität, Flexibilität, Emotionalität und Modernität überzeugten und die vier vorgegebenen Schwerpunkte (Kultur, Natur, Familie und Wirtschaft & Bildung) am Besten in die eigene Kreation einfließen ließen.

Thomas Walther, Geschäftsführer von Ö GRAFIK erklärt wie sich die Agentur der Aufgabe genähert und sie schlussendlich gelöst hat:

„Wir haben erst einmal Feldstudien betrieben und geschaut wie sich die acht touristischen Hauptdestinationen der Oberlausitz in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Generell haben wir dabei acht unterschiedliche und sehr heterogene Charaktere entdeckt. Daraus resultierend haben wir den Rahmen ein wenig weiter gefasst und die gegenwärtigen Logos jener acht Partner mit entsprechenden Logos aus dem Raum Sachsen und darüber hinaus nebeneinander gestellt, um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die Oberlausitz visuell eingebettet ist. Daraus ist dann das angesprochene Chamäleon entstanden. Eine sehr flexible Bild/Wortmarke, die eine distinktive Erscheinung besitzt und dennoch leicht angepasst werden kann. Im Hinblick auf die vorgegebenen Schwerpunkte haben wir anschließend noch Subclaims wie “Das Kulturentdeckerland”, “Das Landschaftswunderland” und “Das Kinderabenteuerland” entwickelt, um das Ganze emotional weiter aufzuladen.”

Maßgeblich wird die neue Dachmarke für die beiden Hauptbereiche Ferienregion und Wirtschaftsregion ausgespielt. Olaf Franke hierzu:

„Die neue Dachmarke wird nicht nur nach außen für den Tourismus verwendet, sondern soll auch nach innen auf die Oberlausitz zeigen. Schließlich soll die allgemeine Identifikation und Akzeptanz auch bei den Bewohnern der Oberlausitz und nicht nur bei deren Touristen erreicht werden. Daher liegt der zweite große Fokus auf der Wirtschafts- und Bildungsregion. Wir verstehen die neue Dachmarke in diesem Zusammenhang wie ein Gefäß, das nun immer weiter mit Leben gefüllt wird.”

Nicht nur touristische Regionen, sondern auch Oberlausitzer Unternehmen sind deshalb konstant dazu aufgerufen, Markenbotschafter der neuen Dachmarke zu werden, um so ihre Zugehörigkeit zur Oberlausitz auf allen Kanälen nach außen zu tragen. Dazu können interessierte Firmen die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien kontaktieren, um Kooperationsvereinbarungen hinsichtlich der kostenfreien Verwendung der Dachmarke zu schließen und diese dann im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeiten zu verwenden.
So soll die neue Dachmarke noch breiter gestreut und steigende Bekanntheit und Akzeptanz innerhalb und außerhalb der Oberlausitz erreicht werden.

Christoph Pilz, stellvertretender Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien zum gegenwärtigen Stand in punkto Markenbotschafter:

„Erste Partner aus der Oberlausitzer Wirtschaft, die die Dachmarke zukünftig in ihren Vertriebskanälen verwenden, sind unter anderem die Unternehmen Herrnhuter Sterne, die Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG sowie die Bäckerei Stefan Richter und die Lausitzer Füchse aus Weißwasser. Weitere Unternehmen werden jedoch im kommenden August offiziell benannt und als Markenbotschafter ausgezeichnet.”

Thomas Walther von Ö GRAFIK abschließend zum fertigen Ergebnis:

„Ich bin überzeugt, dass wir mit der neuen Dachmarke der Oberlausitz den größten und zugleich kleinsten gemeinsamen Nenner für alle Partner in der Oberlausitz gefunden haben. Die Vielseitigkeit der Oberlausitz ist immens. Die der neuen Dachmarke jedoch auch.”

Olaf Franke vom Marketing-Gesellschaft fasst seine Hoffnungen für die Zukunft wie folgt zusammen:

„Mit der neuen Dachmarke haben wir uns auf den Weg gemacht. Es ist der erste Schritt im Markenprozess und wir stehen sinnbildlich zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Aber mit jeder gemeinsam gemeisterten Etappe nähern wir uns einer stärkeren, in sich enger verbundenen und nach außen strahlkräftigeren Marke Oberlausitz.”

 

Bildquelle: Ö Grafik

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