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Der richtige Umgang mit 404-Fehlern!

Dresden 10.04.2017
„HTTP Fehler 404 – Seite nicht gefunden!“ – der allseits bekannte Fehler, der sicher jedem von euch schon einmal angezeigt wurde. Doch was genau steckt hinter dem HTTP Status Code 404? Wie lässt sich dieser Fehler vermeiden?

Der 404 Status Code weist darauf hin, dass die angeforderte Ressource nicht oder nicht mehr verfügbar ist. Wenn also ein Link auf eine Website oder eine Datei verweist, die so nicht mehr existiert, wird in der Regel eine 404-Meldung zurückgegeben.

Aus technischer Sicht beschreibt die Zahl 404 den HTTP Status Code, der durch den HTTP Header beim Aufrufen der Seite zurückgegeben wird. 4XX steht dabei für die Statusklasse „Client-Fehler“. Insgesamt gibt es vier solcher Klassen: 

  • 2XX – Erfolgreiche Operation
  • 3XX – Umleitungen
  • 4XX – Client-Fehler
  • 5XX – Server-Fehler

Wodurch entstehen 404-Fehler?
Jedes Mal, wenn ihr eine Webseite aufruft, wird eine Anfrage an den jeweiligen Server geschickt, ob die angeforderte Seite ausgegeben werden kann. Ist diese Ressource nicht oder nicht mehr verfügbar, gibt der Server eine 404-Fehlermeldung zurück. Dabei sind die häufigsten Ursachen dafür:

  • Falsch gesetzte, interne Verlinkungen
  • Gelöschte Seiten
  • Verschobene und nicht weitergeleitete Seiten
  • Falsche oder falsch eingegebene URLs (bspw. durch Missachtung von Groß- und Kleinschreibung)
  • Externe Links auf ein nicht mehr vorhandenes Dokument
  • Fehlerhafte Anpassung einzelner Seiten oder der ganzen Domain nach Relaunch

Welche Auswirkungen haben 404-Fehler auf die eigene Website?
Sowohl für den Nutzer als auch für die Suchmaschine kann die Nichtbehandlung von 404-Fehlern negative Auswirkungen haben. Besucher eurer Website haben eine gewisse Erwartungshaltung: Klicken sie auf einen Link oder haben ein Lesezeichen gespeichert, das auf eine Seite verweist, dann möchten sie diesen Inhalt auch sehen. Existiert dieser Inhalt nicht (mehr) und der Nutzer landet in einer Sackgasse, kann dies Frust erzeugen. 

Suchmaschinen wissen anhand der HTTP Status Codes wie sie eine Seite zu werten und zu behandeln haben. So werden 404-Fehlerseiten nach einiger Zeit aus dem Index entfernt, um sie dem Nutzer nicht mehr als Inhaltsseite zu präsentieren. Handelt es sich jedoch um eine Seite, die fälschlicherweise einen 404 Status Code zurückgibt, kann es passieren, dass wichtige Inhalte nicht mehr erreicht werden können. Gerade bei Seiten, die zuvor sehr gut im Suchmaschinenranking dastanden, kann ein solcher Fehler zu massiven Traffic- und Rankingverlusten führen.

Wie lassen sich 404-Fehler beheben?
Zwar besitzen 404-Fehler wie oben beschrieben verschiedene Ursachen, dennoch lassen sie sich grundsätzlich nur über zwei Wege beheben.

Der erste Weg besteht darin die falsch gesetzten, internen Verlinkungen zu korrigieren, indem die URL des Linkziels angepasst wird. Da dies meist manuell erfolgt, ist diese Vorgehensweise bei wenigen, fehlerhaften Links kein Problem. Sollte die Zahl der internen 404-Fehler jedoch in den dreistelligen Bereich gehen, rechnet sich der Aufwand in Relation zum Nutzen oft nicht. In diesem Fall bietet sich der zweite Weg, sprich die Einrichtung von Weiterleitungen an. Darüber kann der Nutzer von der Fehlerseite zum gewünschten Ziel umgeleitet werden.

7 Tipps für ansprechende 404-Fehlerseiten
Natürlich lassen sich 404-Fehler auf eurer Seite nicht gänzlich vermeiden. Um den Nutzer jedoch nicht zu frustrieren und zu verlieren, lohnt es sich anstelle der vorkonfigurierten Fehlerseite, eine individualisierte zu nutzen. Denn auf einer selbst erstellen 404-Seite habt ihr die Möglichkeit dem Nutzer Alternativen anzubieten.

Wichtig für die Erstellung von eigenen 404-Seiten ist:

  • Die Seite muss den http Status Code 404 besitzen.
  • Eine Fehlermeldung sollte darauf hinweisen, dass der gesuchte Inhalt nicht gefunden wurde.
  • Eine Suchfunktion kann dem Nutzer helfen, das Gesuchte zu finden.
  • Ein Link zur Startseite sollte vorhanden sein.
  • Vorschläge zu ähnlichen Beiträgen, Themen und Kategorien sollten angeboten werden.
  • Vermeiden Sie Frust, indem Sie mit einem witzigen Spruch oder Bild dem Nutzer ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
  • Ein Link zu Kontakt- oder Hilfeseiten kann ebenfalls eine gute Hilfestellung sein.

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