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Deutsche Bahn: Baustellenkommunikation in Blogform

Dresden 28.11.2016
Mit einem Projekttagebuch in Form eines Blogs wird der Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden begleitet. Für die Bahn ist das ein kommunikatives Experiment. Begleitet wird sie dabei von der Dresdner Kommunikations-Agentur Deutscher Tele Markt GmbH.

Eines der aktuellen Bauprojekte der Deutschen Bahn - und für unsere Leser in Dresden und Berlin sicher sehr wichtig - ist der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden-Berlin. Bis 2020 werden hier 125 Kilometer für Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h ausgebaut. Kürzere Fahrzeiten zwischen der Landes- und der Bundeshauptstadt sowie moderne und barrierefreien Bahnhöfe sollen dann die Bahn zu einem attraktiven Verkehrsmittel auf dieser Strecke machen. Bis es soweit ist, werden unter anderem alle Bahnübergänge durch Brücken oder Unterführungen ersetzt und Gleisanlagen und Oberleitungen erneuert. Die Bauarbeiten erfordern seit August 2016 auch eine 16-monatige Totalsperrung, die kommunikativ durch ein Projekt-Tagebuch vorbereitet und begleitet wird.

Der Projektleiter Michael Bung höchstpersönlich bloggt seit November 2015 über die Fortschritte “seines” Bauprojekts. Nahezu täglich veröffentlicht er einen Beitrag, bereits knapp 250 Beiträge sind mittlerweile online. Neben kurzen Texten zeigt er hier auch Bilder, Grafiken, Auszüge aus den Projektunterlagen oder Ablaufpläne. Damit dient der Blog ganz nebenbei als Onlinedokumentation der Bauarbeiten und des Baufortschritts.

Ergänzend zum BauInfoPortal der Bahn, in dem über aktuelle Baustellen informiert wird, ermöglicht der Blog auch einen Blick hinter die Kulissen. Er richtet sich an Anwohner, Bahninteressierte, Reisende, Journalisten, Projektbeteiligte und “alte Eisenbahner“. Sie  erfahren hier etwas über die Menschen, die ein solch großes Bauprojekt realisieren und über die Vielzahl der Aufgaben, die in solch einem Projekt stecken. Themen sind beispielsweise, Abstimmungen für Bauaufgaben, Einsprüche von Anwohnern oder Umweltbelange. Offenbar trifft Bung mit den Themen und seiner leicht verständlicher Sprache den Nerv, denn die Zugriffszahlen steigen stetig an.

Projektleiter Michael Bung (ganz links) und Dr. Rüdiger Grube (Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bahn AG, 3. v.l.) beim Spatenstich (Quelle: JET-FOTO/Kranert)

Der Projektleiter selbst hatte die Idee zu dem Projekttagebuch. In seinem Intro schreibt er:

“Wir betrachten dieses Tagebuch als Experiment, und es sei gleich gesagt, dass die Idee nicht nur auf Zustimmung gestoßen ist. Es soll abseits der offiziellen Mitteilungen Einblicke in ein Großprojekt der DB AG geben, das im öffentlichen Interesse steht und gleichzeitig viele Beteiligte und Betroffene hat. [...]
Sie werden einzelne Beiträge subjektiv finden, und damit liegen Sie richtig. Autor ist der Projektleiter, der sich arbeitstäglich eine kurze Auszeit nimmt, um mitzuteilen, was ihn bewegt und wie das Projekt sich fortbewegt. Es wird einige rote Fäden geben, im Übrigen ist die Darstellung situativ, manchmal emotional und passt damit zum Projekt, das weder mit Überraschungen noch mit menschlichen Reaktionen darauf geizt.
Nicht zuletzt: Die Beiträge sind unzensiert, nicht einmal redigiert. Und damit ist auch gesagt, dass der Autor alleine die Verantwortung trägt und hier nicht die Meinung der DB AG oder der DB Netz AG wiedergegeben wird. [...]"

"Wenn Sie mir länger folgen, werden Sie unser Denken und Handeln, unsere Organisation, vor allem aber das Projekt kennen lernen, die Ausbaustrecke Berlin-Dresden.”

Die Dresdner Kommunikations-Agentur Deutscher Tele Markt GmbH (dtele) betreut das BauInfoPortal der Bahn seit zweieinhalb Jahren redaktionell, technisch und gestalterisch. Hier wurde das Projekttagebuch nun mit eingebunden. Um die Idee des Blogs umzusetzen, kümmerte sich dtele um die Konzeption, Design und die Programmierung von Frontend und Backend. Seit dem Start sind sie außerdem für technischen Support und Monitoring verantwortlich und bewerben den Blog in den Projekt-Newslettern.

Ob das Projekttagebuch als Blaupause für die Kommunikation weiterer Bauprojekte dienen kann, ist derzeit noch nicht bekannt. Mark Eckert, Geschäftsführer von Deutscher Tele Markt GmbH, zeigt sich jedoch mit den Zwischenergebnissen zufrieden:

„Wir freuen uns über den Wissensdurst aller Leser und das große Interesse am Projekttagebuch, zeigt es doch, dass die Bahn mehr Transparenz gegenüber den Kunden schaffen und die Leser auf das Projekt mitnehmen möchte."

 

Bildquelle: Deutscher Tele Markt

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