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„Für eine kleine Event-Website braucht es nicht die große Agenturmaschine“

Leipzig 26.05.2015
Die Leipziger Agentur torpedo hat ein Baukastensystem für Webseiten entwickelt. Der torpedo Reaktor generiert innerhalb eines Tages eine Webseite – Uwe Schmidt erzählt, für wen sich das lohnt und wo die Grenzen des Systems liegen.

Für welche Zielgruppe ist der torpedo Reaktor gedacht? 
Ursprünglich ist die Idee aus kleinen Anfragen entstanden. Von Kunden, die kleinere Event-Webseites brauchen oder Künstler mit kleinen Websites. Daraus wollten wir eine Lösung entwickeln, die ein bisschen standardisiert ist und trotzdem eine gewisse Designfreiheit bietet. Die Seiten sind also nicht so statisch, wie man vielleicht befürchtet.
Die komplette große Website ist eine ganz andere Geschichte – auch preislich. Für kleine Event-Websites können wir nicht mit der großen Agenturmaschine um die Ecke kommen, da braucht es gezielt kleine Lösungen, die trotzdem nicht 08/15-Standard sind.

Wie läuft das in der Umsetzung?
Es gibt einen Grundpreis, da ist alles relativ standardisiert. Das heißt eine Standard-Typo, eine einfache Bild-Text-Kombination und so weiter. Und es gibt zwei unterschiedliche Grundvarianten für die Navigation. Nach diesen Angaben wird das Template einmal komplett und sauber eingerichtet – und dann kann es schon losgehen. Sobald es individuellere Wünsche gibt, kümmern wir uns kostenpflichtig um die extra Anpassungen. Aber die standardisierte Variante wird von unseren Kunden auch gut angenommen.

Welche Grenzen sind dem Reaktor gesetzt?
Die Kunden müssen zum Beispiel auf gewisse Erweiterungsmöglichkeiten verzichten. Es ist als relativ einfache Bild-Text-Kombination angelegt. Es gibt aber eben auch Galerien und andere kleine Module, die auf die Nutzung von solchen kleinen Webseiten angepasst sind. Komplett responsive sind aber natürlich alle Seiten.
Wenn wir raus hören, dass es doch die ganz individuelle Variante werden soll, sagen wir auch, dass der Reaktor nicht das Richtige ist und streben einen Individualprozess an. 


Uwe Schmidt – aus der Musikbranche ins Multimedia-Marketing. Seit 1998 Geschäftsführer von torpedo leipzig – und seit 1998 nie zufrieden. 

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