201707-avanga-relaunch-titel.JPG

Großprojekt: Agenturwebsite - Wie AVANGA es gelöst hat

Dresden 13.07.2017
Neue Agenturpräsenzen sind meistens Vorhaben, die im Umfang einem größeren Kundenprojekt gleichkommen und in der Umsetzung manchmal ähnlich lange dauern. Bei AVANGA Filmproduktion hat es nahezu zwei Jahre gedauert bis die neue Website live ging. Wir haben mal nachgefragt, warum es so lange gedauert hat und welche Lösung am Ende herauskam.

Eigentlich war die neue Website von AVANGA Filmproduktion bereits im letzten Jahr fertig. Aber so richtig zufrieden war man nicht, wie Clemens Hübner, Geschäftsführer und Art Director von AVANGA erzählt:

„Mit der im letzten Jahr entstandenen Website waren wir in einigen Punkten noch nicht glücklich. So haben wir in den letzten Wochen an einem kompakteren Design gearbeitet und konnten dadurch gleichzeitig die Performance deutlich verbessern. Eines können wir aber jetzt schon sagen: Eine Website ist niemals fertig.“


Clemens Hübner, Geschäftsführer und Art Director von AVANGA

Auf dem Prüfstand bei solch einem Projekt steht natürlich auch immer das eigene Portfolio, das präsentiert werden soll. Und die Kernfrage wem es wie gezeigt werden soll. Tina Illgen, Geschäftsführerin und Produzentin bei AVANGA, beschreibt die Punkte, die während der Konzeption wichtig waren:

“Im Zentrum der Webseite sollten natürlich unsere Filme stehen. Also das „Produkt“, mit dem wir uns täglich beschäftigen. Darüber hinaus war uns wichtig, uns auch als Firma vorzustellen und dem festen Team von AVANGA ein Gesicht zu geben. Weitere Punkte waren der Verweis auf unsere Kunden, unsere Awards und schließlich die Pressestimmen, die über unsere Arbeit berichten. Filme, beziehungsweise filmische Elemente, ziehen sich dabei wie ein roter Faden durch die gesamte Webseite. Unsere ganz grundlegenden Ansprüche beim Relaunch waren, die Seite übersichtlicher zu gestalten, Informationen zu verdichten und somit auch die Performance der Seite zu verbessern. Diesen Anspruch haben wir auch damit verbunden, unser Firmenprofil noch einmal zu schärfen und somit unseren eigenen, ganz persönlichen Stil sprechen zu lassen, sodass es trotz einiger Neuerungen nach wie vor Wiedererkennungswerte gibt.”


Tina Illgen, Geschäftsführerin und Produzentin bei AVANGA

Nach Aussage von AVANGA besteht die Zielgruppe der neuen Webseite in erster Linie aus potenziellen Kunden und Agenturen, aber auch Freelancern, die Lust haben, mit AVANGA zu arbeiten. Thematisch ist die Agentur allen Themen gegenüber offen eingestellt, jedoch spielt der technisch-industrielle sowie wissenschaftliche Bereich eine große Rolle, da dort ein Großteil der Referenzen zu finden ist.

Worin die konkreten Alleinstellungsmerkmale der Agentur, die nun auch auf der Website online zu Markte getragen werden, bestehen, beschreibt Tina Illgen wie folgt:

“Uns unterscheidet vielleicht von anderen, dass wir die Schlüsselpositionen wie Regie und Kamera meist mit freien Kreativen besetzten. So können wissenschaftliche Themen von einem ehemaligen Physiker erklärt werden, wohingegen empfindsame Regisseure sich menschlich emotionalen Filmen widmen. Ein Werbekameramann mit Blick fürs Detail ist für Packshots (Anm. d. Red.: bewegte Nahaufnahmen von Produkten) wichtiger als ein Kameramann, der schnell ein Gesamtbild erfassen und auswählen kann. Diese freien Kollegen kosten zwar mehr Geld, aber der kreative Input ist für uns höher. Dadurch, dass wir den Rahmen mit Planung und Postproduktion liefern, gewährleisten wir, dass die AVANGA-Handschrift dennoch immer erkennbar ist. Wir haben den Ruf hervorragende Qualität zu liefern, zuverlässig, eher klassisch ausgerichtet und teurer zu sein. Die letzten zwei Argumente sollte man austesten. ;)”

Inhaltlich hat sich folglich auf der neuen Website von AVANGA einiges verändert. Nach Aussage von Anna-Helen Brendler, Produktionsassistentin bei AVANGA, war für den Relaunch neben visuellen und anwendungsbezogenen Aspekten auch eine inhaltliche Erweiterung wichtig, um gezielt die Nutzer anzusprechen, die nach Informationen in Schriftform suchen. Anna-Helen Brendler beschreibt wie man vorgegangen ist:

“Praktisch bedeutet das, dass es zu jedem Abschnitt kurze Teaser gibt, die kompakte Informationen enthalten und die nach Belieben „aufgeklappt” werden können. Der Nutzer wird so nicht gleich mit textbasierter Information überfrachtet, sondern kann diese bei Bedarf gezielt abrufen. In medialer Hinsicht fungieren die Texte als Kontrapunkt zu den bewegten Bildinhalten. Bei der Gestaltung der Texte war uns wichtig, dass diese ein möglichst breites Spektrum an Website-Besuchern ansprechen und dabei weder zu förmlich noch zu salopp formuliert sind. Kein Kunde ist gleich und genau diese Vielseitigkeit haben wir versucht, in die Texte einfließen zu lassen.”

 


Anna-Helen Brendler, Produktionsassistentin bei AVANGA

Auch technisch hat sich einiges verändert, wobei die Frage, wie man Ressourcen schonen und Rechenleistung erhöhen kann, offenbar eine große Rolle gespielt hat. Thomas Forkert, Geschäftsführer der Dresdner Webdesign- und IT-Entwicklungsagentur e-fork, die die technische Umsetzung der AVANGA-Website geleistet hat, beschreibt was gemacht wurde:

„Für AVANGA haben wir eine Serverless-Anwendung mit React von Facebook und Amazons AWS Lambda entwickelt. Serverless bedeutet nicht, dass es keinen Server gibt. Vielmehr geht es hier um eine Cloud-basierte FaaS-Technologie (function as a service). Dabei wird die Datenquelle durch AWS Lambda überwacht und die Webseite konstant publiziert und optimiert, sobald Veränderungen eintreten. Für Webseiten, auf denen Inhalte sowohl erstellt als auch verbreitet werden, hat man früher Web-Server verwendet und alle denkbare Funktionalität immer vorrätig gehalten. Heute benutzt man auf Cloud-Basis immer nur die aktuellste Funktionalität, die gerade benötigt wird.”

Auch das CDN, das Content Distribution Network, das der Seite zugrunde liegt, darf als innovativ bezeichnet werden, denn nach Aussage von Thomas Forkert läuft das Laden der Seitenelemente in Zukunft so ab, dass immer nur der nächstgelegene Standort zum User für die gewünschten Daten herangezogen wird. Berliner bekommen die Daten also nicht aus Dresden, sondern aus Berlin geladen. Thomas Forkert zieht ein Fazit:

“AVANGA hat mit der neuen Webseite eine Anwendung in der Leistungsklasse von sehr großen Webseiten wie beispielsweise Spiegel Online, zahlt gleichzeitig aber nur die tatsächlich genutzte Rechenmenge und für die Zeit, in der die Rechenleistung anfiel. Somit werden keine Ressourcen verschwendet und die Umwelt wird geschont. Monatliche Betriebskosten werden niedrig gehalten, während Sicherheit und Performance gleichzeitig enorm erhöht wurden.”

Und wie zufrieden ist AVANGA mit der neuen Online-Präsenz und der Zusammenarbeit mit e-fork? Tina Illgen antwortet:

“Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit e-fork. Wir haben die Gestaltung übernommen, e-fork hat uns zu technischen Details beraten und die Seite programmiert. Diese Arbeitsprozesse verliefen stets in enger Abstimmung. Mit dem Endergebnis sind wir nun sehr glücklich. Nicht zuletzt auch, weil wir von vielen Webseiten-Besuchern bereits sehr positives Feedback erhalten haben.”

 

Bildquelle: AVANGA

Kommentare

Weitere Artikel von AVANGA Filmproduktion

60 Jahre WGJ - Film ab!
Prüfung bestanden: Die Agentur als Ausbildungsbetrieb
AVANGA - die Agentur mit dem roten Teppich
AVANGA inszeniert mit zwei Filmen die diesjährige Einheitsfeier