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Kann aus Werbung Kultur werden? Der Marken-Song der Berliner Morgenpost beweist es

Berlin 18.09.2017
Die Berliner Agentur Römer Wildberger entwickelte für die Berliner Morgenpost eine integrierte Kampagne, und schrieb und produzierte dafür auch einen Marken-Song: DAS IST BERLIN, eine Liebeserklärung an die Hauptstadt. Der Erfolg des Stücks nimmt ungewöhnliche Dimensionen an.

Die Berliner Morgenpost, eine der größten Tageszeitungen der Hauptstadt, arbeitet seit 2007 mit den Kreativköpfen von Römer Wildberger zusammen. Für 2017 wollte die Berliner Morgenpost das neue Kompakt-Format einführen. Und briefte eine klassische Print- und Film-Kampagne. 

Doch die Musiker-Seele von Alex Römer wollte mehr. Also schrieben er und Philipp Geldmacher erstmal einen Songtext, in den sie unzählige Berlin-Erlebnisse einfließen liessen. Der Text war so lang, man hätte 10 Songs daraus machen können. Dann setzte sich Alex mit Stephan Moritz von MOKOH Music und dem Komponist und Sänger Nico Rebscher zusammen. Es entstand DAS IST BERLIN, ihre ganz persönliche Liebeserklärung an Berlin. Das Stück wurde noch in der Nacht vor der Präsentation rough produziert - zu dem Zeitpunkt wusste der Kunde noch nichts von dem Song. Hoch gepokert, doch der Plan ging auf: Als er am nächsten Tag in der Präsentation vorgespielt wurde, war Stille im Raum. Allen war klar: Das ist es. Das ist die Seele unserer Kampagne. Ob im Radio, auf Veranstaltungen, in der Warteschleife oder auf Partner-Events.

Nachdem der Song produziert war, haben Römer Wildberger ein Musikvideo geschrieben und mit NOYZ R UZ und dem Regisseur Tim Stoffel gedreht. Hauptdarsteller: viele Berliner, unbekannte wie prominente. Das Video verbreitet sich schnell und hat auf Youtube und Facebook insgesamt mehr als zwei Millionen Views, ganz ohne Seeding-Budget. Zudem läuft es in allen großen Berliner Kinos. Am Tag des Kampagnenstarts gab es sogar eine große Premierenfeier in der Astor Film Lounge. Seitdem müssen auch viele eben noch unbekannte Berliner Autogramme schreiben.

Der Song schafft es nicht nur durch die harte Jury der Radio-Redaktion von 104.6RTL, dem größten Sender in Berlin. Er läuft auch plötzlich auf Heavy Rotation, denn immer mehr Hörer wünschen sich das Stück. Zeitgleich klettert das Stück in den itunes Viral-Charts unter die Top 6. Das Bemerkenswerte: In „Das ist Berlin“ kommt kein einziges Mal der Absender vor, die Berliner Morgenpost. Sicher einer der Gründe für seinen großen Erfolg: Keine vordergründige Marken-Reklame, sondern universelles Entertainment. Die Leute mögen das Lied so sehr, dass sie den Absender von selber finden.

Weihnachten 2016 ruft das Goethe-Institut an. Es ist der Meinung, dass kein anderes Stück Deutschland und die Hauptstadt besser verkörpert als „Das ist Berlin“. Und schickt das Lied als Weihnachtsgeschenk an 1.000 illustre Persönlichkeiten in aller Welt. Kurz darauf nimmt das Institut den Liedtext sogar in den Lehrplan Deutsch auf. Nun sitzen in Ouagadougou, Surabaya, New York und an 156 weiteren Orten rund um den Globus Menschen im Unterricht und rezitieren „Wenn aus Stefan plötzlich Steffi wird, Das ist Berlin.“

Der Song wird immer populärer. So studieren die Cheerleader der Füchse eine eigene Choreografie dafür ein, er läuft er auf zahlreichen Events in und um Berlin, er wird sogar - unerlaubter Weise - von einigen Unternehmen für die Warteschleife benutzt. Und auch die Jurys lieben ihn. Der Marken-Song wurde gleich mehrere Male ausgezeichnet. Beim ADC Deutschland hagelte es mehrfach Silber und Bronze. Außerdem gab es Gold, Silber, Bronze beim INMA Global Media Award 2017 in New York - dem weltweit wichtigsten Award für Medienmarken.

RTL liebt den Song auch – und wünscht sich von der Agentur einen eigenen Markensong. Alex Römer, Nico Rebscher und Stephan Moritz gründen kurzerhand das Bandprojekt ENDLICH AUGUST. Der Song „Ich will nicht irgendwer sein“ ist ebenfalls ein voller Erfolg und läuft bundesweit auf zahlreichen Sendern. Verrückt, was aus einem Werbebriefing so alles werden kann.

 

 

Bildquelle: Römer Wildberger

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