good-content.jpg

Klingt kompliziert, macht das Texten aber leichter: Content Attributierung

Dresden 23.02.2018
Clicks Online Business verrät, wie Inhalte besser geplant werden können.

Sie wollen im Namen eines Unternehmens wirksamen Content verbreiten, der Lesern positiv auffällt. Ihre Inhalte sollen wahrgenommen werden, Menschen unterhalten, deren Probleme lösen und messbare Erfolge erzielen. Dabei haben Sie sich vielleicht auch schon die Frage gestellt: Entsteht beliebter Content eigentlich zufällig oder kann ich den Erfolg beeinflussen?

Ronny Stenzel, Head of Content Marketing bei Clicks Online Business, hat darauf eine klare Antwort:

„Nein, Sie müssen Erfolg nicht dem Zufall überlassen und ja, Sie können ihn beeinflussen. Das geht zum Beispiel mithilfe der sogenannten Content Attributierung.“

Doch von Anfang an: Warum beliebige Inhalte nichts bringen

Fachzeitschriften, Webseiten, Blogs und andere Publikationen bieten eine Menge Möglichkeiten, Content unter die Leute zu bringen. Zwar findet auch in digitalen Zeiten ein blindes Huhn manchmal noch ein Korn, doch in der Regel sollten Inhalte nicht beliebig erstellt und verbreitet werden. Es sollte vielmehr um die Frage gehen: Wie kann man Inhalte schaffen, die sowohl die Interessen der Zielgruppe treffen als auch die eigenen Content-Ziele erfüllen?

Neun Gründe, die Finger von ziellosem Content zu lassen:

  1. Man erreicht nicht die richtige Zielgruppe.
  2. Die Inhalte sind für potenzielle Kunden uninteressant.    
  3. Der Content zahlt auf die falschen Produkte oder Dienstleistungen ein.    
  4. Die Inhalte erscheinen in unpassenden Publikationen.    
  5. Die Probleme der Kunden werden nicht gelöst / ihre Fragen nicht beantwortet.    
  6. Die Kernaussage des Contents bleibt unklar.    
  7. Die Texte treffen nicht den richtigen Ton (wenn zum Beispiel Fachjargon auf     Trivialitäten trifft).    
  8. Der Content erscheint zur falschen Zeit.    
  9. Die gewählte Form passt nicht zur Zielgruppe (Whitepaper, Blogpost, Infografik, Video …).

So funktioniert die Content Attributierung

Hinter der klobigen Wortverbindung „Content Attributierung“ verbirgt sich eine hilfreiche Methode, um Texte sinnvoll zu planen. Die Methode ermöglicht es, Inhalte genau an den Zielen der eigenen Marketing-Strategie auszurichten.

Die Grundidee ist einfach: Es werden verschiedene Eigenschaften (Attribute) festgelegt, anhand derer die Inhalte später erstellt werden können. Dies ist entweder mit einer Tabelle möglich oder mit einer professionellen Software wie Scompler.

Attribute in einer Tabelle festlegen

Für eine Content Attributierung braucht man im Grunde genommen nichts weiter als eine Tabelle. In den einzelnen Spalten werden verschiedene Eigenschaften festgelegt, mit denen Themen im Vorfeld effektiv geplant werden können.

Zum Beispiel: Für einen Unternehmensblog sollen regelmäßig Beiträge erstellt werden. Man legt hierfür fünf Attribute fest, an denen die Blogbeiträge ausgerichtet werden:

  • Produkt/Leistung    
  • Zielgruppe    
  • Anlass    
  • Customer Journey
  • Call to Action

In jeder Spalte sind unterschiedliche Eigenschaften aufgelistet wie Mini-Kamera, Glasbruchmelder, SD-Karte, Kindersicherung, Türspion unter „Produkt/Leistung“. Für einen Blogbeitrag wählt man aus jeder Spalte eines dieser Attribute aus.

So unterstützt die Tabelle bei der konkreten Artikelplanung:

  • anhand der gesetzten Attribute ist ablesbar, dass der Artikel das Thema     Kindersicherung behandeln wird    
  • der Text soll sich an Familien richten, die gerade ein Kind bekommen haben    
  • den Eltern ist das „Problem bewusst“. Ihnen ist klar, dass sie ihr Baby schützen sollten und sie informieren sich über verschiedene Möglichkeiten    
  • Ziel des Blogartikels soll sein, dass die Eltern eine Produktkategorie aufrufen

Ronny Stenzel von Clicks sieht die Vorteile der Methode so:

„Durch die Attribute wird zum einen eine zielgerichtete Content-Erstellung möglich, zum anderen können verschiedene Content-Themen in kurzer Zeit entwickelt werden. Möglich wäre in diesem Fall beispielsweise auch ein Blog-Posting über Glasbruchmelder. Dieser würde sich an Vereine richten, die einen Einbruchversuch erlebt haben …“

Die Anzahl und Art der Attribute sind nicht vorgeschrieben. Für verschiedene Unternehmen, Beitragstypen oder Publikationen können unterschiedliche Attribute sinnvoll sein.

Ein nachhaltiger Workflow hilft

Von einer umfangreichen Tabelle mit verschiedenen Attributen lässt sich auch langfristig profitieren. Sie können aus jeder Spalte neue Attribute auswählen, wenn Sie Blogbeiträge planen. So gehen Ihnen nie die Blog-Themen aus und Sie können abwechslungsreichen Content erstellen und verbreiten.

Sieben Vorteile von Content Attributierung

  • konkrete Content-Ziele werden festgehalten und verfolgt    
  • die Attribute lassen sich nach ihrer Bedeutsamkeit ordnen und setzen damit klare Prioritäten für den geplanten Content
  • Briefings für externe Auftraggeber lassen sich verständlich, durchdacht und     schlüssig erstellen    
  • die Vorstellungen der Agentur-Kunden lassen sich mit den eigenen abgleichen und für alle Beteiligten übersichtlich festhalten    
  • mit Content Attributierung wird die Grundlage für die Messbarkeit des Contents geschaffen

Wie Profis arbeiten: Software wie Scompler und Co.

Neben dem Einsatz einer Tabelle besteht auch die Möglichkeit, Content Attributierung mithilfe einer professionellen Software wie Kapost, Newscred, Percolade oder eben dem deutschen Scompler zu betreiben.

Eine solche Software bietet folgende Vorteile:

  • aus verschiedenen, voreingestellten Attribute können die passenden ausgewählt werden    
  • Beiträge lassen sich miteinander vergleichen    
  • es lassen sich Statistiken erstellen    
  • man erhält einen Überblick über die Gesamtheit aller Beiträge

Eine professionelle Software bietet sich besonders dann an, wenn mehrere Redakteure zusammenarbeiten sollen.

Messbarkeit: die Content-Ziele im Blick behalten

Bei der Content Attributierung sollte man nicht davor zurückschrecken, Ziele konkret festzulegen. Eine Erfolgsmessung ist besonders im Hinblick auf zukünftige Kampagnen wichtig. Nur so kann funktionierender Content erkannt und aus Fehlern gelernt werden.

Mögliche Content-Ziele können sein:

  • (neue) Besucher auf der Webseite    
  • Sichtbarkeit in Suchmaschinen, Rankings zu relevanten Keywords    
  • Backlinks    
  • neue Follower in sozialen Netzwerken    
  • Shares, Likes, Retweets, Erwähnungen    
  • neue Newsletter-Abonnenten    
  • Erwähnung in der Medienberichterstattung

Hierzu noch einmal Ronny Stenzel:

“Bereits bei der Planung sollte detailliert festgelegt werden, was mit dem angedachten Content in einer bestimmten Zeitspanne erreicht werden soll. Dadurch lässt sich im Nachhinein ermitteln, ob Inhalte erfolgreich waren. Die Erfolgsmessung ermöglicht es dabei, die Strategie immer weiter zu verfeinern.”

Mit Content Attributierung werden Inhalte wirksamer, wenn ... 

Abschließend lässt sich also folgende Marschrichtung festhalten: Planen Sie funktionierende Inhalte, indem Sie bereits vor der Content-Erstellung Attribute zusammentragen: Wen wollen Sie damit erreichen? Auf welche Produkte oder Leistungen soll der Content einzahlen? So stellen Sie die Weichen dafür, dass hochwertiger Content auch bei der richtigen Zielgruppe ankommt und Sie Ihre Content-Ziele nicht verfehlen.

 

Bildquelle: Titelbild: Clicks Online Business

Kommentare

Weitere Artikel von Clicks Online Business

Was bringen interne Mitarbeiterschulungen?
Wie bleiben Onlineshops auf der (rechts-)sicheren Seite?
So startet ein Online-Shop im Ausland durch
So macht der Webseiten-Relaunch Sinn