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Leinen los! Imagefilm für Segeltörns im Mittelmeer

Leipzig 07.05.2018
Wenn man an Filme über Segeltörns denkt, ploppen schnell klischeebeladene Vorstellungen von Sektglas-schwenkenden Modells vor azurblauer Kulisse auf. Wie man das ein wenig anders lösen kann, zeigt nun ein neuer Clip von GECKO.1 für bluedesignsail.

Das Mittelmeer um die griechischen Inseln herum war sicherlich nicht der schlechteste Drehort für die Mitarbeiter von GECKO.1. Dort haben Agenturinhaber Ralph Hölzer und Kameramann Julius Dürrfeld Ende September sechs Tage mit ihrem Kunden Mario Rodewald, Inhaber des Segeltörnanbieters bluedesignsail, auf dessen Yacht verbracht, um gemeinsam mit Bekannten Material für ein Imagevideo des Veranstalters zu drehen.
 
Zustande kam die Zusammenarbeit aufgrund persönlicher Kontakte. Anlass für die Anfrage von Mario Rodewald war die Erkenntnis des Skippers, dass Suchmaschinenoptimierung allein noch nicht für ein ausgebuchtes Boot in der Saison sorgt, sondern ein gut produziertes Imagevideo ebenso nützlich sein kann. Das Ziel für den Film bestand für Rodewald vor allem darin, nicht die Eingangs erwähnten Klischees solcher Videos zu bedienen, sondern einen authentischen Eindruck des Alltags und der Lebendigkeit auf seiner Yacht zu vermitteln, auf der er seit rund zehn Jahren regelmäßig mit Gästen mehrtägige Törns unternimmt. Ralph Hölzer präzisiert die Herangehensweise:

„Uns hat die Anfrage sehr gefreut, denn Projekte aus dem sportlichen Bereich setzen wir ja gern in Szene. Und um Spaß und Action ging es hier ja auch. Ausgehend von dem Umstand, dass die meisten Menschen aber noch nie einen Segelurlaub gemacht haben, ging es hier vor allem darum, Berührungsängste abzubauen und ein umfassendes Bild vom Leben an Bord zu vermitteln. Schließlich werden die meisten Menschen eher länger überlegen, ob sie Geld und einen größeren Teil ihres Jahresurlaubs in solch einen Törn fließen lassen, wenn sie das vorher noch nie gemacht haben. Hinzu kommt, dass man auf dem Boot schließlich viel Zeit mit einem Menschen verbringt, den man faktisch nicht kennt.”

Zuallererst stand für GECKO.1 daher erstmal Recherche auf dem Plan, um die Konkurrenz einschätzen zu können. Ralph Hölzer über die Ergebnisse jener Suche:

„Die meisten kleinen Anbieter haben keine oder nur schlecht gefilmte oder selbst produzierte Videos. Alle größeren Anbieter bedienen das klassische Bild des ewig lächelnden Paares auf Oberdeck, das vor untergehender Sonne und epochaler Kulisse mit Champagner anstößt. Das wirkt alles sehr gestellt und beantwortet nicht die Frage, wie sich ein Segeltörn wirklich anfühlt. Tatsache ist ja, dass alle auf einer Yacht am Segeltörn aktiv mitarbeiten. Genau das wollten wir zeigen, ohne den Spaß an Bord zu kurz kommen zu lassen.”

Der Film beginnt nun mit einer Szene, die die Gäste schon bei ihrer Ankunft im Hafen und dem “Einchecken” an Bord zeigt. Szenen vom Essen und Trinken auf Deck gibt es ebenso wie Einstellungen, die das klassische Setzen des Segels zeigen. Und natürlich kommt auch die Landschaft nicht zu kurz, in der all das stattfindet. Ralph Hölzer zu den Besonderheiten bei Kameraeinsatz auf hoher See:

„Was man im Vorfeld leicht vergisst, ist die Tatsache, dass es auf einem Boot immer schaukelt. Die besten stabilisierten Aufnahmen bietet in diesem Falle ein Gimbal-System, das sich bei der Aufhängung einer Kamera an einem Kran, einer Steadicam oder einer Kamera-Drohne einsetzen lässt. Genau das hatten wir mit an Bord und konnten so Szenen drehen, die sonst auf einem Boot nur schwer oder gar nicht erstellt werden können.”

Kameratechnisch ausgestattet war das GECKO.1-Team mit einer Sony A6500 Spiegelreflexkamera und drei Wechselobjektiven (Weitwinkel, 35 mm und ein Standard Zoom-Objektiv) sowie einer GoPro, mit der die Unterwasseraufnahmen gedreht wurden. Außerdem wurde auch eine Drohne genutzt, um noch mehr verschiedene Perspektiven zeigen zu können. Ralph Hölzer darüber, warum solch ein Einsatz auch zu Nervosität führen kann: 

„Wenn man auf See seine Kamera an eine Drohne baut und das gute Stück sich anschließend immer weiter vom Boot entfernt wird man schon ein wenig nervös. Aber zum Glück hatte unsere Drohne eine Coming Home-Funktion. Das heißt, dass sie unter einem bestimmten Akkustand automatisch zum Ausgangsort zurückfliegt. Der Unterschied in unserem Fall war jedoch, dass wir uns mit dem Boot ja konstant weiterbewegt haben und sich so die Koordinaten des letzten Home Points ständig ändern. Wenn der Akku also zu niedrig wird, kann es leicht passieren, dass die Drohne an einen Punkt fliegt, an dem sich das Boot schon längst nicht mehr befindet und dort untergeht. Das sowie die Tatsache, dass Gegenwind mehr Akku verbraucht, muss man alles bedenken, wenn man beim Segeln dreht.”

Auch das Fangen der Drohne setzt Übung und einen dicken Handschuh voraus, denn schließlich müssen Flug- und Segelgeschwindigkeit angepasst werden, um so im richtigen Moment so nah wie möglich an die Yacht zu fliegen, um die Drohne auch wieder einfangen zu können ohne dabei in die Rotorblätter zu greifen und sich die Finger zu verletzen.
Entstanden ist nun ein Film, der sowohl den Spaß als auch die Arbeit an Bord einer Yacht und das Leben an Bord mit Skipper Mario Rodewald zeigt. Fertig wurde der drei Minuten lange Clip im Oktober letzten Jahres. Seitdem läuft er auf der Website von bluedesignsail, in dem dazugehörigen Geschäft in Weimar sowie auf Messen, auf denen der Anbieter vertreten ist. Mario Rodewald abschließend zum Produkt und zur Zusammenarbeit:

„Die Jungs und Mädels von GECKO.1 arbeiten super professionell ohne dabei an Coolness einzubüßen. In meinem Fall gab es ein kreatives und knackiges Drehbuch mit sehr flexibler Umsetzung entsprechend der Wind- und Wetterlage. Das Feedback auf den Film ist jedenfalls positiv. So positiv, dass es schon zu einigen Anfragen aufgrund des Clips kam.”

Na dann Leinen los!

 

Bildquelle: Gecko.1

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