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Methoden, Tools, Techniken: Was macht Agenturen so erfolgreich, Teil 2

Berlin 06.02.2018
Sie tun es ständig und mit großem Erfolg: Agenturen entwickeln ein neues Produkt oder einen Service, analysieren Zielgruppen und Wettbewerber, pitchen kreative Kampagnen und führen die Absprache mit dem Kunden ganz nebenbei. Dabei hat jede Agentur ganz eigene Techniken und bevorzugte Arbeitsmethoden, die wir uns mal genauer angesehen haben: Teil 2 zeigt euch moderne Techniken, wie sie für die agile Software- oder Web-Entwicklung genutzt werden oder für Online Marketer im Bereich Social Media und Content Marketing sinnvoll sind.

Agile Software-Entwicklung bei 3m5.: Immer auf Augenhöhe mit dem Kunden

Am liebsten arbeiten wir auf Augenhöhe mit unseren Kunden. Die Kommunikation ist effektiver, wenn beide Seiten fachlich gesehen dieselbe Sprache sprechen. Bei den Webprojekten, die 3m5. für seine Kunden entwickelt, stehen immer technologische Fragestellungen im Raum. Deshalb arbeitet 3m5. meist mit IT- oder mit spezialisierten Marketing-Mitarbeitern seiner Kunden zusammen.

Die anstehenden Aufgaben werden gemeinsam über Jira, einer Webanwendung für die Organisation von Arbeitsabläufen und zur Fehlerbehebung, bearbeitet. Die Plattform ist weit verbreitet und deshalb vielen Kunden bereits bekannt. Der Vorteil: Die Issues werden ohne Zeitverzögerung einem Entwickler zugeteilt, keine Aufgabe versackt im Outlook-Postfach. Somit haben alle Entwickler auch Kundenkontakt – über Jira, nicht übers Telefon.



Per Telefon kommunizieren die Projektleiter. Das Telefon ist unersetzbar, in heißen Projektphasen haben wir Dailys, ansonsten wöchentliche Jour fixes. Und was ist, wenn ein Kunde bereits ein anderes System im Einsatz hat? Kein Problem, wir adaptieren auch andere Workflowsysteme, etwa andere Jiras, Microsoft-Systeme oder Tools wie etwa Redmine. Über das Workflowsystem läuft auch das Projektcontrolling. Zusätzlich holt 3m5. Kundenfeedback ein. Das wird zusammen mit dem Feedback der Projektgruppe betrachtet und schließlich ausgewertet.

(Tim Ruckpaul, Senior Project Manager bei 3m5.)

Effektive Content Strategie: Bei Clicks Online Business mit Content Attributierung

Content Attributierung stellt sicher, dass man Content nicht des Contents Willen erstellt, sondern als funktionales Element einer Marketing-Strategie. So bringen wir die Vorstellungen unserer Agentur-Kunden und unsere eigenen zusammen, bevor wir originelle Inhalte erstellen. Zudem binden wir unsere Kunden früh im Prozess ein und kreieren Inhalte nicht an seinen und unseren Zielen vorbei.



So funktioniert es: Wir weisen jedem Content Attribute (Merkmale) zu, bevor wir mit der Inhaltserstellung beginnen. Das geht mit Excel oder einer professionellen Software wie Scompler. Wichtige Attribute sind z.B. Zielgruppe, Unternehmens- und Content-Ziel sowie Call to Action. Der Vorteil der Attributierung liegt darin, dass Content-Ziele konkret festgelegt und priorisiert werden können. Außerdem lassen sich Briefings für externe Auftragnehmer praktisch auf Knopfdruck erstellen. Darüber hinaus schafft eine Attributierung die Grundlage für Messbarkeit.

(Ronny Stenzel, Head of Content Marketing bei Clicks Online Business)

Online Training für Unternehmer: Individuell und praxisnah bei twentyZen

Wer Unternehmer individuell schulen möchte, muss früh aufstehen ;-) So brennt oft schon 7:30 Uhr das Licht im Ammonhof. Nicht schlecht: Mit voller Konzentration, viel Energie (und viel Kaffee?) sind die Ideen besser und wir kommen schneller voran. Seit ein paar Monaten bieten wir ein Online Marketing und Social Media Training für Unternehmer an. Das Ziel dieses Trainings ist, Social Media auch im Geschäftsalltag einzubinden um eine höhere Reichweite und einen steigenden Bekanntheitsgrad zu erzielen.



Organisatorisch eigentlich eine Katastrophe: Chefs haben viel zu wenig Zeit. Blockunterricht und klassisches Klassenraumtraining passen da nicht. Also haben wir das gesamte Training auf bis zu sechs Monate gestreckt. Zwei intensive Termine im Monat im Morgengrauen bringen langfristig mehr, als drei komplette Tage Training am Stück. So bleibt Zeit die “Hausaufgaben” zu erledigen, zu reflektieren und gelerntes Wissen direkt anzuwenden. Auf diese Art arbeiten wir gerade mit Martin und Johannes von Perfekt Klima. Zuletzt haben sie z.B. direkt von der Ausbildungsmesse in Dresden berichtet und in ihrer Zielgruppe interessante Beiträge geteilt. So bleibt "Personal Branding" kein leeres Buzzword…

(Dirk Spannaus von TwentyZen/Webzunder)

User Story Maps bei XIMA: Das große Ganze auf einen Blick

Mit unserem Kunden erstellen wir zu Beginn des Projektes eine User Story Map, um die Bedürfnisse und Anforderungen ganz genau zu verstehen und den Kunden optimal beraten zu können. Die vorerst analoge User Story Map ist für uns eine bewährte Visualisierungsmethode, um alle Projektbeteiligten in die Anforderungsanalyse einzubeziehen und ein gemeinsames Verständnis für die geplante Anwendung zu entwickeln.



Mit der User Story Map zeigen wir den narrativen Fluss von links nach rechts, den die User-Typen mit der Anwendung durchleben. Die jeweiligen Personas dazu werden im Vorfeld definiert. Die ganz grundsätzlichen Anforderungen werden im Backbone aufgeführt. Das sind die grundlegend wichtigen Aktivitäten, die der User durchläuft. Die weiteren konkreten Anforderungen, Features und alle Details dazu werden im Body in verschiedene Einzelstorys geclustert. Sobald alle Anforderungen einfach und verständlich visualisiert sind, geht natürlich nichts über unsere digitalen Tools!

Die analogen „Sticky Notes“ werden für unseren besten Freund, dem Ticketsystem Jira, dann zu einer digitalen User Story Map, in der alle Tickets erstellt und bearbeitet werden. So entwickeln wir die gewünschte Oberfläche vom Prototypen über den MVP, bis zu den jeweiligen Releases. Dank der direkten Verknüpfung zu Confluence binden wir den Kunden in die Entwicklungsprozesse direkt mit ein und ermöglichen ihm einen stets transparenten Einblick in den Projektfortschritt. Wer seine User Story Maps gern direkt digital erstellen möchte, dem empfehlen wir Realtimeboard. Auch hier ist die Verknüpfung zu Tools wie Jira und Confluence möglich.



(Bianca Zimmer, Projektmanagerin XIMA MEDIA)


Na, die Klassiker der Arbeitsmethoden von Brainstorming bis Storytelling schon gelesen? Hier geht's zu Teil 1!

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