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Mikro-Influencer als neuer Trend

Leipzig 25.01.2018
Influencer-Marketing ist eine beliebte Kommunikationsmaßnahme für Unternehmen. Die These hinter dieser Strategie ist, dass über den Meinungsmacher die Glaubwürdigkeit der Produkte und Dienstleistungen gesteigert werden kann. Bisher wurden dafür vor allem Social-Media-Stars mit hoher Reichweite genutzt, so genannte Makro-Influencer. Der Trend geht jedoch immer häufiger hin zu den Mikro-Influencern. Diese haben eine geringere Reichweite, dafür aber umso engagiertere Fans. Wir haben mit der Onlinemarketing-Agentur SAG’S LAUT über diese Entwicklung gesprochen.

Bibi packt ihre frisch erworbene Creme aus und hält sie lächelnd in die Kamera. Dann erklärt die Blondine, warum sie ihre Produkte immer wieder bei dm kauft und welche Vorteile man dort hat. Ihre Fans lauschen gespannt den Ausführungen. Bibi gehört mit ihrem YouTube-Kanal “BibisBeautyPalace” zu den Stars der Social-Media-Szene und ist eine der größten Influencer des Landes.

Die gerade beschriebene Szene ist typisch für den Ablauf einer Influencer-Kampagne.
Beim Influencer-Marketing nutzen Unternehmen gezielt reichweitenstarke Meinungsmacher für ihre Marketing- und Kommunikationszwecke. Die Influencer bewerben dabei Produkte ihres Partnerunternehmens über ihre Kanäle in den sozialen Netzwerken. Am häufigsten werden dafür YouTube, Instagram und Facebook genutzt.

Vorteile des Influencer-Marketing

Der wichtigste Aspekt beim Influencer-Marketing ist die Authentizität. Diese spielt für 43% der Zuschauer die größte Rolle. 39% der Befragten gaben an, dass sie die Live-Tests der Influencer schätzen, da sie dabei die Produkte live sehen können. Ebenfalls 39% der Zuschauer sehen die Expertise der Influencer als wichtigen Punkt an.
Das führt dazu, dass 31% der Befragten schon einmal ein Produkt oder eine Dienstleistung auf Basis einer Influencer-Empfehlung gekauft haben.

Vom Makro- zum Mikro-Influencer

Bisher haben Unternehmen vor allem mit Influencern zusammengearbeitet, die eine große Followerschaft haben. Dadurch konnten Sie eine breite Zielgruppe ansprechen und eine entsprechend hohe Reichweite aufbauen.
Seit kurzer Zeit geht der Trend allerdings weg von der Masse und hin zur Klasse. Immer mehr Unternehmen entdecken die so genannten Mikro-Influencer für sich.
Diese haben - im Gegensatz zu den Makro-Influencern - ein deutlich kleineres Publikum von unter 10.000, in Ausnahmefällen auch von unter 1.000 Followern. 

Der Vorteil von Mikro-Influencern liegt nicht in der Reichweite, sondern in der Engagement-Rate. So bezeichnet man die Zahl der Follower, die auf einen Post reagieren. Ihre Reaktion bezieht sich dabei direkt auf den Post und nicht auf den Influencer an sich. 
Eine Studie von Markerly fand heraus, dass die Engagement-Rate mit sinkender Followerzahl steigt. Während Influencer mit 1 bis 10 Millionen Followern eine Engagement-Rate von 0,06 haben, ist diese bei Influencern mit 1.000 bis 10.000 Followern schon bei 0,27. Eine Ausrichtung auf Mikro-Influencer spart den Unternehmen also bares Geld, denn sie bezahlen den Influencer für jeden Follower. Wenn über 99% davon nicht auf den Post reagieren, ist das verschwendetes Geld. Bei Mikro-Influencern ist der Einsatz also deutlich effizienter, da der absolute Streuverlust nicht so hoch ist.

Mikro-Influencer haben einen weiteren entscheidenden Vorteil gegenüber Makro-Influencern: das größere Vertrauen. Menschen vertrauen ihren engen Freunden mehr als den Promis, zu denen man die meisten Makro-Influencer mittlerweile zählen kann. Dass Influencer mit großen Reichweiten für Unternehmen werben ist bekannt. Ob sie dabei wirklich hinter ihrem Produkt stehen, ist nicht immer klar. Es bleibt aber zu bezweifeln, ob Jerome Boateng seine Form halten könnte, wenn er wirklich so viel bei McDonald’s isst, wie seine Social Media Accounts suggerieren.

Mikro-Influencer haben viele Vorteile gegenüber Makro-Influencern. Unternehmen sollten sich deshalb bei ihrer Marketingplanung auch mit dieser Thematik beschäftigen. 
Bei den Überlegungen ist zudem der Vorreiter-Effekt zu berücksichtigen. Bisher setzen noch nicht viele Firmen auf Mikro-Influencer, so dass sich Unternehmen jetzt noch eine gute Marktposition sichern können.

Praxisbeispiel: Das Enchilada Leipzig

SAG’S LAUT betreut unter anderem ausgewählte Restaurants der Enchilada Gruppe bei ihrem Social Media Auftritt. Dazu zählt auch das Enchilada Leipzig.
Für eine aktuelle Kampagne hat SAG’S LAUT mit verschiedenen Influencern gesprochen und die passende Person ausgewählt: Adelina Horn. Sie betreibt den Blog “Leipzig leben”, welcher unter anderem 500 Newsletter-Abonnenten, 30.000 Facebook-Fans und 5.500 Instagram-Follower hat. Hinzu kommen weitere Fans auf anderen Social Media Kanälen. Damit zählt Adelina noch zu den Mikro-Influencern, auch wenn sie schon eine große Reichweite hat.
Die Kooperation wurde zwischen SAG’S LAUT und Adelina Horn besprochen und dann durch die junge Influencerin eigenverantwortlich umgesetzt. Ihr Bericht über das Enchilada Leipzig erschien vor kurzem auf ihrem Blog und wurde über alle ihre Kanäle geteilt.

 

Bildquelle: SAG'S LAUT

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