20150120_Dienstleisternews_LSOM_titel.jpg

Mobile Marketing: Wie perfekte Interaktionsmöglichkeiten kleine Bildschirme deutlich wettmachen

Dresden 23.01.2015
Sämtliche Marketingexperten sind sich einig: 2015 wird das Jahr des mobilen Marketings, mehr als irgendein Jahr zuvor. Aber was genau heißt das für Unternehmen? Wie können sie Mobile Rich Media, also Echtzeit-Informationen, Lokalisation und Interaktion, für ihr Marketing nutzen? Jascha Samadi erklärt es anhand von Best Practice Beispielen.

Die Mobilnutzung in Deutschland ist in der breiten Masse angekommen: Die letzte Agof-Erhebung ergab, dass hierzulande 34 Millionen Nutzer mit mobilen Endgeräten surfen, vorwiegend in der Gruppe der 14 bis 49-Jährigen. 

Zielgruppe 

Mit Mobile Marketing erreicht ein Unternehmen nicht mehr nur die digitale Speerspitze, sondern die breite Masse. Trotzdem steht der Mobilmarkt noch in einem Missverhältnis: Nutzer verbringen sehr viel Zeit mit mobilen Endgeräten, teilweise deutlich mehr als am Desktop. Aber die Spendings stehen in keiner Relation dazu.

Generell eignet sich Mobile Marketing für nahezu jedes Unternehmen. Zumindest, wenn Sie eine klare Strategie für den mobilen Kanal konzipiert haben. Und klare Strategie bedeutet: mobile ist komplett eigenständig und keine Verlängerung eines anderen Kanals.


Best Practice Zielgruppenansprache: die Brillux App

Der Lack- und Farbenhersteller Brillux präsentiert sich unter anderem mit einer eigenen, inzwischen sogar preisgekrönten, App. Services wie ein interaktiver Farbfächer, der Farbtonscanner sowie die direkte Möglichkeit des mobilen Einkaufens bringen reichlich Innovation und Schwung in die gefühlt relativ konservative Welt der Lacke und Farben. In der iTunes App Kategorie Wirtschaft befindet sich die App seit geraumer Zeit unter den deutschen Top 150.

    


Werbeformen

Werbetreibenden Unternehmen stehen beim Mobile Marketing zwei Grundrichtungen zur Verfügung. Die eine ist Performancemarketing, das wie in allen anderen Kanälen auch direkten Response erzeugt, zum Beispiel Leadgenerierung. 


Best Practice Leadgenerierung: Mobile Couponing für Dacia

Über eine mobile Couponingaktion sollten Neukunden akquiriert werden – dabei wurde mithilfe der innovativen Passbook-Anwendung ein First-Mover Image aufgebaut und ein Gutschein für Dacia Service-Dienstleistungen beworben, der direkt auf dem iPhone gespeichert werden konnte. Pass-Besitzer, die sich in unmittelbarer Nähe zu Dacia-Servicezentren aufhielten, wurden daraufhin per Notification auf dem iPhone Home-Screen an den Coupon erinnert.


Die andere ist die Markenbildung, am besten durch rich media Formate, die die Botschaft der Marke bestmöglich transportieren, indem sie die Besonderheiten des mobilen Kanals nutzen.

Kleine Anzeigenplätze digital zuzuplakatieren bringt nicht den gewünschten Erfolg. Aber wenn Sie in die Tiefe gehen und die besonderen Funktionen nutzen, die Smartphones und Tablets besitzen, dann kommen Sie mobil sehr nah an Ihre Nutzer heran. Sie können zum Beispiel den Bewegungssensor des Handys in Ihre Werbung integrieren, den interaktiven Screen für spielerische Elemente nutzen und vieles mehr. 


Best Practice Markenbildung: Formel 1 Spezial für Alfa Romeo

Die so genannte Touch Ad sorgte für die Aktivierung der Nutzer: Durch Bewegen der Zielflagge per Wischgeste startete das Auto und fuhr “aus dem Screen” heraus. Sobald der Rennqualm das Werbemittel überdeckte, erfolgte eine automatische  Weiterleitung zur Multi-Feature-Landingpage. Außerdem konnte der Nutzer alle Formel 1-Renntermine im Smartphone-Kalender speichern – gebrandet von Alfa Romeo.

    


Jascha Samadi, ist Geschäftsführer bei apprupt, einem der führenden mobilen Vermarkter in Deutschland und einer von vier Experten beim Zertifikatskurs „Mobile Advertising Expert“, den die Leipzig School of Media ab 12. Februar anbietet.
Die Weiterbildung besteht aus vier Modulen: Grundlagen des Marketing-Management, Mobiles Nutzungsverhalten, Grundlagen der Werbung auf mobilen Endgeräten – Mobile Werbeformen sowie Strategische Einsatzfelder mobiler Werbeformen
und Mobile Rich Media Advertising. Alle Informationen finden Sie hier.


Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Leipzig School of Media.

Kommentare

Weitere Artikel

Das Auge isst mit - erste Schritte zum neuen Markenauftritt der LaOla Zentralküche.
Der Messeauftritt von übermorgen: Sheetfed-Cube und Sheetfed-Lounge von KBA
Wie shoppt Deutschland? eBay verrät Insights & Trends
Auf den Punkt gebracht - Miunske präsentiert sich nun mit einem Film