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ONE setzte zur Bundestagswahl ein Zeichen gegen Armut

Berlin 20.10.2017
Angela Merkel und Martin Schulz machen Bootstour vor dem Bundestag. Mit einer aufsehenerregenden Aktion hat PREUSS UND PREUSS für die entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation ONE am 18. September in Berlin auf die extreme Armut in der Welt hingewiesen.

Auf einem zwölf Meter langen Boot fuhren die knapp vier Meter hohen Gesichter von Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef und SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz durch das Regierungsviertel. Aus gelben Riesenstrohhalmen „tranken” sie während der Fahrt aus der nicht-trinkbaren Spree. Neben ihnen prangte der Slogan „Weil Armut ungenießbar ist“ und der Hashtag zu der Bundestagswahlkampagne von ONE #MundAufGegenArmut.

Die Kampagne #MundAufGegenArmut sowie das PR-Event „Bootstour” wurde von PREUSS UND PREUSS (Berlin/Stuttgart) entwickelt. Die Kreativagentur setzte sich mit dieser Idee im Pitch um die Kampagne der NGO zur Bundestagswahl gegen die Konkurrenz durch. Geschäftsführer Michael Preuss erklärt das Konzept:

„Besonders im Wahlkampf bieten sich gute Gelegenheiten, auf die Probleme der Entwicklungsländer aufmerksam zu machen und auf Politiker Einfluss zu nehmen. Unsere Kampagne unter dem Motto #MundAufGegenArmut soll dabei unterstützen und PR-wirksam für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgen.“

Fokus der Kampagne: Möglichst viele Personen – insbesondere Politiker –  sollen dazu bewegt werden, sich online zum Artikel ONE zu bekennen. Dieser wurde von Bono, dem Frontmann der Rockband U2 initiiert, und hat das Ziel, extreme Armut bis zum Jahr 2030 auszulöschen. Jede Unterschrift erhöht dabei den Druck auf die Politiker, die in den kommenden vier Jahren die Regierung bilden. Dabei sollen online wie offline aufmerksamkeitsstarke Aktionen und Kampagnenmaßnahmen helfen.

Höhepunkt der Maßnahmen war die aufmerksamkeitsstarke PR-Aktion im „Wohnzimmer“ der Politiker, dem Regierungsviertel. Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor von ONE, erklärt die Aktion:

„Dass Angela Merkel und Martin Schulz das dreckige Spreewasser trinken, erscheint völlig absurd. Für Millionen Menschen ist es aber traurige Realität, ungenießbares Wasser trinken zu müssen. Extreme Armut hat viele Gesichter, verschmutztes Wasser ist nur eines davon. Es ist einfach nicht länger hinnehmbar, dass Millionen Menschen von extremer Armut betroffen sind. Wir fordern, dass die nächste deutsche Bundesregierung – ganz gleich, wer sie stellt – der Armutsbekämpfung in Afrika besonders hohe Priorität einräumt.“

Der Artikel ONE, der zentrale Element der Kampagne, soll Politikerinnen und Politiker dazu verpflichten, den Kampf gegen extreme Armut auf der Welt ganz oben auf ihre Agenda für die nächste Legislaturperiode zu setzen. Der Artikel steht online zum Unterzeichnen bereit. Bislang konnten dazu über 14.000 Menschen in Deutschland mobilisiert werden, darunter über 400 Kandidat*innen der vergangenen Bundestagswahl. Zu ihnen zählen unter anderem der SPD-Chef und -Spitzenkandidat Martin Schulz sowie die Spitzenkandidat*innen der Grünen, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt, und der Linken, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, der CDU-Generalsekretär Peter Tauber sowie der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Konstantin Kuhle. Insgesamt gaben 37 Prozent aller Kandidaten ihre Unterschrift – ein Meilenstein für ONE. Ebenso haben Bono, Anna Loos, Minh-Khai Phan-Thi und Carolin Kebekus für die Aktion #MundAufGegenArmut geworben.

 

Bildquelle: PREUSS UND PREUSS

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