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Schädliche Links rechtzeitig erkennen

Dresden 13.12.2017
Warum bin ich beim Google-Ranking nicht mehr vorn dabei? Ein Grund könnten fehlerhafte oder schlechte Links sein, die von Google negativ bewertet werden. Die Jungs & Mädels von der SEO-Küche wissen, wie schädlich manche Links wirklich sein können und wie man diese rechtzeitig erkennt.

Nicht erst seit dem Google Penguin Update arbeitet der Suchmaschinen-Riese daran, manipulierte Linkprofile ausfindig zu machen. Hunderte Abstrafungen von Websites sind Beleg für diese Anstrengungen. Daher sollte klar sein: Künstliche Links funktionieren nicht. Seit etwa einem Jahr ist von Google auch bestätigt, dass Penguin Teil des Kern-Algorithmus ist und daher in Echtzeit Daten auswertet. Somit sind Veränderungen schnell sichtbar und oft zeigen sich sofort Einflüsse auf die Sichtbarkeit und auf Rankings.

Links sind nicht immer gut für die eigene Website

Beim Aufbau von Links ist man nun nicht mehr auf Updates angewiesen, sondern kann die Auswirkungen einer Strategie deutlich effizienter erkennen. Schlechte Links können natürlich umgekehrt schneller zu Abstrafungen und Ranking-Verlusten führen. Es ist daher unumgänglich, das eigene Backlink-Profil ständig zu kontrollieren. Ein Backlink ist ein Verweis einer externen Seite auf die eigene Domain und kann daher auch ohne eigenes Zutun entstehen. Viele Backlinks sind jedoch nicht immer gut: Spam-Links und unnatürliche Links werden von Google als negativ bewertet. Welche Kriterien dies sind, gibt Google in den Qualitätsrichtlinien selbst an.

Ranking- und Traffic-Verluste durch schlechte Links?

Im September fiel bei einigen Portalen auf, dass diese teilweise bis 50 Prozent ihrer Sichtbarkeit eingebüßt haben. Die Gründe waren zunächst unklar.


Viele Seiten hatten gleichzeitig mit massiven Einbrüchen der Sichtbarkeit zu kämpfen. (Bild: Sistrix Screens)

Dass alle hier grobe SEO-Fehler begangen haben, war recht unwahrscheinlich. Doch ein Blick auf das Backlink-Profil zeigt: Alle Domains zeigten stark gestiegene Backlink-Quellen an. Ein Großteil der Links stand in keinem Zusammenhang mit der jeweiligen Thematik und stammt aus unbekannten Quellen (pornografische Quellen, TLDs und dofollow). Insgesamt drängte sich der Verdacht von Spam-Attacken auf.

Link-Risiko-Management als Absicherung

Gerade in solchen Fällen muss die Ursache erkannt und möglichst schnell reagiert werden. In der SEO-Küche nutzen wir daher das Link-Risiko-Management. Dazu gehören drei Kern-Elemente: 

  • die Beobachtung der eingehenden Links (Link Alerts),
  • die regelmäßige Bewertung dieser Links (Link Audits),
  • das Eliminieren toxischer Links (Link Disavow)

Um die größtmögliche Brandbreite an entstandenen Verlinkungen zu erfassen, setzten wir auf die Verwendung diverser, bewährter Linktools wie LinkResearchTools, Xovi, Search Console. Die Schnittmenge überprüfen wir dann mit Hilfe eines selbst entwickelten Makros und können gezielt neue Links auf Qualität und Themenrelevanz untersuchen. Auffälligkeiten werden dann direkt mittels des Link Disavow entfernt, was zur Senkung der Risikoquote einer Maßnahme von Google führt.

Ergo…

Das Link Risiko Management ist eine sinnvolle Schutzmaßnahme für jede Website. Die von uns untersuchten Beispiele haben gezeigt, dass selbst bei überschaubaren Websites kleinerer Unternehmen in kurzer Zeit viele negative Links entstehen können. Derartige schlechte Links entstehen ohne Zutun des Betreibers und können unterschiedliche Ursachen haben, die oft kaum zurückzuverfolgen sind. Natürlich kann dies einfach Spam sein oder aber auch Einträge in minderwertigen Webkatalogen, die innerhalb ihres Netzwerks Inhalte duplizieren. Dieses „negative SEO“ kann für Kunden zur Bedrohung werden und sollte daher identifiziert und bekämpft werden. Ziel eines stetigen Link Risiko Management sollte sein, das Backlink-Profil dauerhaft überwacht und „sauber“ zu halten, damit nicht erst nach einer Abstrafung reagiert wird. Diese Vorgänge haben wir in unsere Arbeitsprozesse mittlerweile immer mehr integriert und können unseren Kunden so mehr Sicherheit und Schutz vor schädlichen Links bieten.

 

Bildquelle: ©  "Mathias Rosenthal" / Fotolia /  SEO Küche

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