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Science in Szene - Worauf kommt es an?

Dresden 19.12.2018
Viel Technik im Close up, farbige Flüssigkeiten, Kabel, filigrane Glasbehälter und viele Zahlen und Fakten. Filme für die Bereiche Wissenschaft und Bildung können viele Klischees bedienen. Müssen sie aber nicht. Tina Illgen von AVANGA erzählt, worauf es ankommt, wenn man Wissenschaft in Szene setzen (und damit Preise abräumen) will.

AVANGA ist schon länger im Bereich Bildungs-, Wissenschafts- und Informationsfilme aufgestellt. Erfahrungen in jenen Bereichen besitzt die Dresdner Filmagentur mittlerweile ausreichend, wurden in der Vergangenheit unter anderem doch schon Filme für die Technische Universität Dresden, die Landestalsperrenverwaltung Sachsen, das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie mehrere Clips für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf produziert. Gerade für den letzten Partner wurde erst vor wenigen Monaten ein neuer Film entwickelt, der sich mit dem Thema “Nanomagnetismus” beschäftigt und nun mit dem goldenen Deauville Green Award aus Frankreich in der Kategorie “Innovations and technological leaps” ausgezeichnet wurde.

Darüber hinaus besitzen aber auch Imagefilme für Unternehmen wie ENERCON oder den Freistaat Sachsen einen wissenschaftlichen Unterbau. Im erstgenannten Fall stellen sie bspw. das Thema Windkraft auf innovative Weise dar. Teilweise sogar unter Einsatz von Augmented Reality (AR)-Technologien, wie in einem früheren Sputnika-Artikel bereits dargestellt wurde. (Link: https://www.sputnika.de/alle/news/avanga-stoesst-fuer-enercon-erfolgreich-in-den-bereich-augmented-reality-vor-gid-5254)

Um genauer herausfinden, worauf es bei all diesen Themen ankommt, haben wir Geschäftsführerin Tina Illgen ein paar Fragen gestellt.

Wie seid ihr in dieses spezielle Themengebiet vorgestoßen und was macht euch dabei besonders Spaß?

"Wir sind einfach ein wenig dafür prädestiniert, denn uns interessieren wissenschaftliche Themen. Einerseits, weil ich neben meinem Abschluss als Kommunikationswirtin auch eine medizintechnische Ausbildung gemacht habe und andererseits, weil unser zweiter Geschäftsführer Clemens Hübner studierter Produktdesigner und gelernter Bauzeichner ist. Wir besitzen also beide eine gewisse Technikaffinität und haben Gefallen daran, den Erklärungsbedarf wissenschaftlicher Themen via Film umzusetzen. Spaß macht uns, dass man immer wieder viele interessante Menschen aus aller Herren Länder kennenlernt, wenn man Filme für den wissenschaftlichen Bereich macht. Das ist ein sehr weltoffenes Klima."

Worauf kommt es an, wenn man Wissenschaft in Szene setzen möchte?

"Filme für die Wissenschaft bewerben keine Produkte, sondern Themengebiete. Das heißt, dass wir uns sehr gezielt und auch länger in die unterschiedlichen Materien einarbeiten und sie verstehen müssen. Das bedeutet viel Recherche und viel Befragung, bei der wir regelmäßig mit Wissenschaftsjournalisten zusammenarbeiten, um so die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit zwischen uns als Agentur und der jeweiligen Forschungs- oder Bildungseinrichtung zu bereiten. Beispielsweise dafür haben wir mit Jürgen Magister einen Regisseur im Netzwerk, der Physik studiert hat und so ein großes Verständnis für technische Zusammenhänge mitbringt und oft die richtigen Fragen in der Recherchephase stellen sowie Zusammenhänge leichter erklären kann. Aus der praktischen Erfahrung können wir im Hinblick auf die Umsetzung sagen, dass Labore meist nicht für Filmdrehs ausgelegt sind und man daher schnell Methoden in seiner Arbeit entwickeln muss, um enge Räume gut in Szene zu setzen. Da muss man manchmal auch etwas zaubern, damit die Highend-Forschung am Ende im Film auch wirklich rüberkommt."

Das geht beim Dreh dann soweit, dass die Kameras mit Rasterelektronenmikroskopen verbunden werden müssen, wenn zum Beispiel Szenen im Nano-Bereich visualisiert werden sollen. Tina Illgen weist jedoch auch daraufhin, dass Filme für Wissenschaft und Bildung oft auch mit Einschränkungen verbunden sind, denn schließlich ist nicht alles für die Öffentlichkeit bestimmt.

„Meist sitzt jemand von der Unternehmensführung mit dabei, wenn wir das Drehbuch für einen Film entwickeln. Da wird dann genau hingeschaut und festgelegt, welche Bereiche der Labore und Einrichtungen gefilmt werden dürfen und welche nicht. Das dient auch dazu, um Industriespionage vorzubeugen.”

Verwendet werden die meisten der Filme, die AVANGA in jenem Segment in den letzten Jahren erstellt hat für die klassische Image-Bildung, aber auch für die Bewerbung um Fördermittel sowie als Darstellung der eigenen Arbeit. Sowohl extern als auch intern zwischen den Wissenschaftszweigen oder Instituten. Und natürlich spielen viele Filme auch eine zunehmend größer werdende Rolle, wenn es um die Gewinnung neuer MItarbeiter beziehungsweise um die Information von Interessenten geht. Eine Thematik, die wir in einem früheren Beitrag bereits beleuchtet haben.

 

Bild/Videoquelle: AVANGA

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