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Sind wir hier bei “Wünsch-dir-was”? Trends, Tools & Techniken, die begeistern!

Dresden 02.06.2017
Ja, das Dickicht der neuen Trends und digitalen Innovationen ist nicht einfach zu durchdringen. Ein bisschen bleibt stets die Angst, den berühmten Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen.

Große Innovationen à la VR-Brille kommen natürlich schnell ans Licht und werden allerorten aufgegriffen. Dazwischen tummeln sich aber viele kleine Einzeltrends, Insel-Innovationen und gute Ideen, die ebenfalls unsere Beachtung verdienen. Also Liane gegriffen und wie Tarzan von Trend zu Trend geschwungen – was hat uns in letzter Zeit begeistert? Aaaaaaah uohuoh, auf geht’s! 
 
1. Dot Watch baut Barrieren ab
Mindboxs letzter Besuch auf der ADC war wie immer inspirierend und brachte ein richtig nützliches Wearable ans Licht: Die Dot Watch. Die erste Smartwatch für Blinde und Sehbehinderte sorgt dafür, dass auch Menschen ohne Augenlicht an digitaler Kommunikation teilhaben können. Die einfache und doch revolutionäre Idee bringt Braille aufs Display. So können Nachrichten von nahezu jeder App gelesen und auch beantwortet werden. Clever ist auch die Herangehensweise, die API offen zu lassen. So kann jeder Programmierer loslegen und weitere nützliche Apps für die Braille-Smartwatch ergänzen.

Nicht nur Steve Wonder gehört zu den Vorbestellern, das gute Stück fand höchsten Anklang. Auch bei Mindbox, denn mit Kunden aus dem Gesundheitswesen ergeben sich hier einige interessante Anknüpfungspunkte.

2. COBI – Smart-Bike durch und durch

Smart unterwegs geht nicht nur mit dem Auto: COBI (Connected Bike) ist die Verbindung von Smartphone und Fahrrad – und das meint wirklich Drahtesel jeglicher Couleur. Halterungen für das Smartphone am Lenker sind nichts Neues, aber COBI kann mehr. In Verbindung mit der COBI App wird klassisches Fahrradfahren zum digitalen Erlebnis mit vielen tollen Features: 3D-Navigation, Wetterauskunft, Diebstahlsicherung und eine Klingel sind mit nur einem Gerät zeitgleich abbildbar. Auch ein Frontscheinwerfer und Rücklichter (oho, mit Blinkerfunktion!) lassen sich damit steuern.

Fahrradfahren mit Cockpit – leicht zu steuern mittels Daumen-Controller. So sieht Radfahren heute aus. Wer mit dem Fahrrad in die Mindbox fährt, kann also schon auf dem Arbeitsweg digitale Luft schnuppern. Nicht schlecht!

3. Cognitive Dress bringt Netzstimmung auf die Haut

Sofort ins Auge fiel Mindbox auf der re:publica 2017 das „Cognitive Dress“. Nach dem smarten Vorstoß in den eigenen vier Wänden wird jetzt also auch Kleidung intelligenter. Dieses Kleid ist nicht nur eine Augenweide, sondern lässt auch die Social Media Herzen höher schlagen: Bestückt mit unzähligen LED-Lämpchen zeigt das schnieke Outfit die Stimmung von Tweets, die unter einem festgelegten Hashtag zusammenlaufen. Diese Tweets werden durch den IBM Watson Tone Analyzer in verschiedene Stimmungen geclustert und so die Gefühlslage analysiert. Das Ergebnis zeigt sich dann in wechselnden Farben der Leuchtdioden.

Watson ist schlau, lernt dazu und kann deshalb sogar Ironie erkennen – welche Farbe der wohl zugeordnet wird? In jedem Fall eine aufmerksamkeitsstarke Idee, die zum Mittweeten animiert.

4. Malen mit Augmented Reality

Zeichnen in allen Formaten – egal ob hübsche Postkarte oder Wall Painting – verspricht die App SketchAR. „Malen nach Zahlen“ von heute, könnte man meinen. Gebraucht wird nur das Smartphone und schon wird mittels Augmented Reality das Motiv der Wahl in richtiger Skalierung und Perspektive auf das gewünschte Objekt gebracht. Dann kann direkt nachgezeichnet werden. Sicher ist eine Anbindung an die VR-Brille sinnvoll, um beide Hände frei zu haben, denn auf Dauer wird der Smartphone-Arm etwas schwer.

„SketchAR is your ART assistant“ heißt es auf der Website. Das trifft es ziemlich genau: Ein bisschen künstlerisches Geschick schadet auch mit App nicht, denn allein durch stoischen Nachmalen ist noch nie ein Kunstwerk entstanden. Gerade für verschiedene Größenskalierungen und das Üben der Zeichenskills ist es aber eine prima Sache.

5. Future Trends auf der Adobe Summit

Was kommt eigentlich nach AR und VR? Auf der Adobe Summit ging es dieses Jahr auch darum. Gleich drei neue Tech Trends sollen unsere nahe Zukunft mehr bestimmen – und das im wahrsten Sinne: Unter anderem wurde über Entwicklungen im Bereich „Deep Experiences“ gesprochen, die nicht nur unsere Sinneswahrnehmungen in Beschlag nehmen, sondern direkt auf unsere Gefühle einzahlen. Das algorithmische Kino der Zukunft zeigt demnach einen non-linearen Film, der sich anpasst, wenn sich Hirnströme oder Blutdruck der Zuschauer verändern. Individueller Kinospaß, der ein bisschen Black Mirror-Gefühle aufkommen lässt.
 
Der Dschungel bleibt dicht, gute Ideen lauern überall. Nicht umsonst boomen Startups & Crowdfunding-Plattformen weiter. Wenn es digital nichts Neues gibt, buhlen eben Trends wie die Fidget Spinner um unsere Aufmerksamkeit.

Das Plädoyer der Mindbox deshalb: Nicht alles verdient ungeteilte Beachtung, aber Fühler ausstrecken und Innovationen erkennen und nutzen ist wichtig. Bei der Agentur wird Austausch deshalb großgeschrieben: Neue Cases, begeisterungswürdige Kampagnen und Innovationen auch über den Tellerrand hinaus werden regelmäßig gesammelt und in kurzen Sessions vorgestellt. So wird der Wissenstransfer nicht nur über fachinterne Meetings gewährleistet, sondern auch mit themenübergreifenden Speaker Corners ergänzt. Es braucht das Potential und Wissen jedes einzelnen, um gemeinsam rocken zu können! 
 

Bildquelle: Mindbox

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