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So macht der Webseiten-Relaunch Sinn

Dresden 20.04.2018
Aus alt wird neu: Clicks Online Business erklärt, worauf es beim Neustart einer Webpräsenz ankommt

Wenn eine Webseite in die Jahre gekommen ist, wird es Zeit, sie zu entrümpeln und mit zeitgemäßen Elementen auszustatten. Ein Relaunch bietet zudem die Chance, die Seite von Grund auf neu zu durchdenken und deutlich besser zu machen. Clicks Online Business verrät, welche Maßnahmen besonders erfolgversprechend sind.

Alles andere als Schnickschnack

Für André Kremer, Senior SEO Manager bei Clicks, ist ein Web-Neustart mehr als eine kleine Schönheitskorrektur:

„Ein Relaunch bedeutet nicht, eine Webseite herauszuputzen und mit modernem Schnickschnack zu versehen, nur damit sie schöner aussieht. Nicht nur zumindest. Natürlich sollte die Seite auch eine ansprechendere Optik bekommen, wenn sie einmal angepackt wird. Ein Relaunch ist jedoch auch aus vielen anderen Gründen sinnvoll.“

Diese können sein:

  • Mobile-Anpassung: Wer scrollt auf dem Smartphone schon gern seitwärts oder zoomt     Texte heran? Niemand. Veraltete Webseiten sind per Smartphone quasi     unbenutzbar und machen oft Ärger. Um mobile Kunden nicht zu vergraulen, sollte der Relaunch unbedingt auch für eine mobile Optimierung genutzt werden.         
  • Kundenzufriedenheit: Manchmal finden sich neue Kunden auf einer Webseite überhaupt nicht zurecht und springen resigniert wieder ab – beispielsweise während eines Kaufprozesses. Es lohnt sich, hier genauer hinzuschauen und die Webseite an den Bedürfnissen der Besucher auszurichten.
  • Mehr Gewinn: Ein Relaunch ist mehr als nur eine Schönheits-OP für die Webseite. Er kann messbar mehr Einnahmen bringen, wenn die Seite für Suchmaschinen optimiert und zum Beispiel die Bedienbarkeit verbessert wird.

Die „Problemzonen“ einer Webseite

Die Schwachstellen der bisherigen Webpräsenz sollten ergründet werden, bevor die kreativen Ideen zur Neugestaltung zu fließen beginnen. Dabei helfen verschiedene Analysetools wie beispielsweise Google Analytics, Matomo oder Mint. Mit ihnen kann man ermitteln, auf welcher Unterseite Besucher abspringen und wo sie nur wenig Zeit verbringen.

Eine andere Variante ist es, Besucher einfach direkt nach ihrer Meinung zu fragen. Eine kleine Umfrage liefert Antworten, die den Relaunch voranbringen. So können Kundenwünsche von Anfang an berücksichtigt werden.

Herzstück des Relaunchs: die Strategie

Sollte man sich an diesem Punkt gleich so richtig in die Detailarbeit stürzen? André Kremer meint, nein:

„Was sicherlich jeder gerne tun würde: sofort alle guten Ideen umsetzen und die aufpolierte Webseite gleich online stellen. Was man stattdessen tun sollte: ruhig durchatmen, allen Input sammeln und ein ordentliches Konzept daraus entwickeln.“

So könnte dieses Konzept aussehen:

Punkt 1: Ziele setzen und sie im Blick behalten

Man sollte sich für den Relaunch im ersten Schritt verschiedene Ziele stecken. Dies können sein:

  • eine bessere Position in den Google-Suchergebnissen    
  • steigende Besucherzahlen
  • steigender Umsatz
  • bessere Kundenbindung
  • mehr Newsletter-Anmeldungen
  • gute Bedienbarkeit – auch für Smartphones und Tablets

Hier fließen die Auswertungen der Analysetools oder der Kunden-Umfrage ein. Während der Umsetzung sollten die Teilergebnisse immer wieder mit den Zielen abgeglichen werden: Wurde alles berücksichtigt; ist man noch auf dem geplanten Weg?

Punkt 2: Wer hilft mit?

Nicht unwesentlich sind auch die Leute, die beim Relaunch mit anpacken sollen. Es braucht dazu Fachleute aus ganz verschiedenen Bereichen. Unter anderem:

  • Web-Designer    
  • Programmierer    
  • Redakteure    
  • Suchmaschinenoptimierer

Nur mit dem nötigen Know-how lassen sich Ideen auch erfolgreich umsetzen. Wenn nicht alle Maßnahmen inhouse durchgeführt werden können, muss auf externe Fachleute gesetzt werden.

Punkt 3: Wen soll die neue Webseite ansprechen?

Viele Webseiten werden ins Blaue hinein erstellt. Man fragt sich oft: An wen richten die sich eigentlich? Wer sind die Kunden? Und fühlen die sich hier wirklich gut abgeholt? Mit dem Relaunch bietet sich die perfekte Gelegenheit, sich noch einmal intensiv mit der eigenen Zielgruppe auseinanderzusetzen:

  • Was genau ist die Zielgruppe?
  • Welche Bedürfnisse hat sie?
  • Wovon wird die Zielgruppe bei möglichen Kaufentscheidungen geleitet?
  • Welches Kaufverhalten legt sie an den Tag?

Wirksame Inhalte erstellen

Nachdem die Strategie geplant ist, geht es an die Erstellung neuer Inhalte. Dazu schaut man sich Bestehendes an: Passt der bisherige Inhalt noch zur neuen Strategie oder muss er überarbeitet werden? Dann gilt es, wirksame Texte zu schreiben und ansprechende Bilder und Grafiken zu erstellen. Auch hierzu eine Checkliste:

  • Ist der Inhalt auf die Zielgruppe ausgerichtet?    
  • Bietet der Inhalt einen Mehrwert? Ist er nützlich für die Kunden?
  • Macht der Content neugierig?    
  • Sind die Texte und Bilder einzigartig und interessant?
  • Sind die Texte gut strukturiert?
  • Wurde an interne Verlinkungen gedacht?    
  • Gibt es eine Handlungsaufforderung beispielsweise zur Newsletter-Anmeldung     oder zum Kauf eines Produktes?    
  • Sind die Texte und Bilder für Suchmaschinen optimiert?

Die Webseite für Google optimieren

Beim Entrümpeln und Neugestalten einer Webseite spielt die Suchmaschinenoptimierung eine entscheidende Rolle. Was bringt schließlich ein Relaunch, wenn nachher niemand die neue Seite findet?

Durch verschiedene SEO-Techniken sollte die Struktur der Webseite so verändert werden, dass sie von Google möglichst weit vorn in den Suchergebnissen gelistet wird. Dazu gehören auch SEO-optimierte Texte und Bilder.

Die Chance auf einen Neuanfang

Ein eigener Blog, Kommentarfunktionen oder ein interner Chat – man kann einen Relaunch dazu nutzen, ganz neue Elemente auf einer Webseite einzuführen. Man sollte sich dabei allerdings nicht in Spielereien verzetteln, die nichts bringen: Die Neuheiten müssen stets im Einklang mit den strategischen Zielen stehen, die im Vorfeld festgesetzt wurden.

Ein Unternehmensblog beispielsweise kann sinnvoll sein, um potenzielle Neukunden auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen.

Nicht vergessen: die Webseite auf Herz und Nieren prüfen

Auch wenn die Webseite an dieser Stelle schon fast fertig ist, rät André Kremer zur Geduld:

„Wenn der Seiten-Relaunch durch ist, sollte die Webseite nicht gleich online gehen. Ein gründlicher Check ist dringend empfohlen, bevor die Außenwelt das ‚neue Gesicht‘ des Unternehmens zu sehen bekommt. Man will schließlich nicht mit Fehlern starten, sondern sich voller Stolz im allerbesten Licht präsentieren.“

Dazu ist es sinnvoll, alle Änderungen stets in einer Testumgebung einzupflegen, die nicht öffentlich zugänglich ist. So vermeidet man, dass es zwischenzeitlich zu Problemen kommt. Zudem kann so die alte Webseite der neuen Version jederzeit zum Vergleich gegenübergestellt werden.

Die Usability im Blick behalten

Wer zu lange an einer Sache arbeitet, wird schnell betriebsblind. Man sollte sich daher Testpersonen mit ins Boot holen, die die Seite unvoreingenommen ausprobieren. Wie schnell finden sie gewünschte Infos oder Produkte? Fällt es ihnen leicht, beispielsweise einen Kaufprozess abzuschließen?

Die Technik checken

Ein Check der Technik ist das A und O: Wie lange laden die einzelnen Unterseiten? Ist die Seite überhaupt erreichbar? Es sollten auch alle Verlinkungen, Weiterleitungen und Backlinks überprüft werden. Erst dann ist die neue Webseite wirklich startklar.

Der letzte Schritt: den Relaunch öffentlich machen

Fast geschafft: Der Relaunch der Webseite ist abgeschlossen und es fehlt nur noch eins, nämlich das Interesse der Öffentlichkeit. Die neue Seite sollte also entsprechend präsentiert werden. Auf diesen Wegen erfahren Nutzer vom Relaunch:

  • Newsletter    
  • über Partner und Mitarbeiter
  • Social Media-Marketing    
  • Social Media-Werbung
  • Suchmaschinen-Werbung
  • Branchenverzeichnis

Neue Chancen durch den Webseiten-Relaunch?

So sieht das Fazit von Senior SEO Manager André Kremer aus:

„Es lohnt sich meines Erachtens sehr, eine veraltete Webseite auf den neuesten Stand der Technik zu bringen: Steigende Besucherzahlen und potenziell mehr Umsätze sind nur zwei gute Gründe für einen Relaunch. Außerdem können endlich auch alte ‚Problemzonen‘ beseitigt und der Weg für eine erfolgreichere Präsenz im Netz freigemacht werden.“

 

Bildquelle: Business vector created by Freepik, designed by Freepik

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