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Was ist eine smarte Werkbank?

Dresden 19.05.2017
Sandstein Neue Medien ist gegenwärtig Teil des Projekts »Smarte Werkbank« und dort mit Konzepten für eine bessere Verzahnung von Forschung und Industrie beschäftigt. Doch was ist eine »Smarte Werkbank« eigentlich?

Im Oktober 2016 startete das Forschungsprojekt »Smarte Werkbank«, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie dem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, zwölf Partner aus Forschung und Industrie miteinander zu vernetzen. Diese zwölf Partner sollen anschließend gemeinsam an einer Methode arbeiten, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu vereinfachen. Auch Sandstein Neue Medien ist einer dieser Partner. Die Internetagentur steuert beim Projekt »Smarte Werkbank« Fachwissen aus den Bereichen Interaktionsdesign, Softwareentwicklung und Datenaustausch bei.

Doch worum genau handelt es sich bei der »Smarten Werkbank«? Sandstein Neue Medien-Geschäftsführer Markus Pieper dazu:

“Die »Smarte Werkbank« soll ein graphisches Assistenzsystem für die Entwicklung produktionstechnischer Verfahren werden. Einfacher gesagt: die Maschinen in den Fabriken werden immer komplexer - wir wollen dafür sorgen, dass sie trotzdem einfacher zu bedienen sind. Genau dafür werden wir in den nächsten vier Jahren unser Know-how im Bereich Usability und Front-End-Programmierung bei diesem Projekt einbringen.”

Die Zeitform Futur ist bewusst gewählt, denn das Projekt begann im Herbst des vergangenen Jahres und wird innerhalb der nächsten vier Jahre entwickelt. In dieser Zeit soll besagtes grafisches Assistenzsystem konzipiert und erprobt werden, wie Sandstein Neue Medien ebenso auf der eigenen Agenturseite beschreibt. Als Entwicklungsbeispiel wurde eine Verpackungsmaschine genommen. An ihr werden die Entwicklungsschritte der beteiligten Fachdisziplinen nun optimal aufeinander abgestimmt. Die dabei entstehende »Smarte Werkbank« soll zukünftig als branchenunabhängiges Modell für die Optimierung von Arbeitsprozessen in komplexen Projekten dienen. Die grafische Aufbereitung der Informationen soll dabei die Zusammenarbeit erleichtern. Markus Pieper verdeutlicht die Wichtigkeit des Projekts:

“Charakteristisch für die Entwicklung moderner Produktionssysteme ist die Wechselwirkung unterschiedlicher Disziplinen in immer kürzeren Zeiträumen. Die Smarte Werkbank soll z.B. technische, ergonomische und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigen und im Idealfall die Basis zur Herleitung eines allgemeingültigen Vorgehensmodells bilden.”


Die »Smarte Werkbank« als graphischer Entwurf; Quelle: TU Dresden

Die Partner des Projektes »Smarte Werkbank« stammen aus der Forschung, der Industrie und der Technologiebranche. Insgesamt arbeiten fünf verschiedene Institute und Lehrstühle der TU Dresden an dem Projekt mit. Neben Sandstein Neue Medien sind folgende Partner aus der Industrie im Projekt beteiligt: Hydrive Engineering GmbH, FAD Fertigungs- und Automatisierungstechnik GmbH, Symate GmbH, Neongrau OHG und die Facilityport GmbH. Darüber hinaus unterstützt das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung das Projekt.


Das Diskussionsforum »Smarte Werkbank« im Januar 2017, Quelle: Kerstin Lehmann, TU Dresden

Konkret läuft die Arbeit so ab, dass sich das interdisziplinäre Team regelmäßig zu konzeptionellen Gespräche und Exkursionen trifft, um gemeinsam Ideen und Lösungen zu entwickeln. BestPractice-Beispiele werden vorgestellt und einzelne Projektteile miteinander vernetzt.

Josephine Dölz, Projektmitarbeiterin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere des Marketings, der Technischen Universität Dresden, beschreibt die Herangehensweise der letzten Monate wie folgt:

„Zunächst hat sich das Team mit der Analyse der aktuell praktizierten Entwicklungsabläufe sowie der eingesetzten Methoden und Software-Werkzeuge der jeweiligen Fachdisziplinen beschäftigt. Im nächsten Schritt wurden Defizite aus Sicht der Disziplinen herausgearbeitet. Nun geht es darum, zu klären, wie genau diese Defizite mit Hilfe der Smarten Werkbank adressiert werden können und konkrete Funktionen für die Smarte Werkbank abzuleiten. Dabei werden innovative und kreative Lösungswege aus dem Anwendungsbereich der Verpackungsmaschinen aber auch aus anderen Branchen –  wie der digitalen Kommunikation des Projektpartners Sandsteine Neue Medien – integriert.“

 

Bildquelle: Sandstein Neue Medien, TU Dresden, Titelbild: pexels.com
 

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