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Was machst Du da eigentlich?#8

Leipzig 28.09.2016
In unserer Reihe “Was machst Du da eigentlich?” geht es heute um Lars Eichler von 1000° DIGITAL. Dessen Job wird gemeinhin als “Software-Entwickler (Frontend)” bezeichnet, dennoch haben wir ihm mal auf die Finger beziehungsweise die Tastatur geschaut und seinen Arbeitsalltag etwas unter die Lupe genommen.

Zuallererst interessierte uns natürlich brennend wie Lars Eichler von 1000° DIGITAL seinen Job beispielsweise seiner Großmutter begreiflich machen würde. Seine Antwort darauf klang jedoch augenzwinkernd souverän:

Wenn ich meiner Oma meinen Job erklären soll, dann sage ich einfach “Irgendwas mit Computern”. Das reicht für die Großeltern meist zu. ;-). Meine Stellenbezeichnung lautet jedoch eigentlich „Software-Entwickler (Frontend)“, was soviel bedeutet wie, dass ich für das Aussehen von Webanwendungen zuständig bin. Was genau fällt da alles hinein? Ich bin für die graphische Gestaltung zuständig, betreue aber ebenso die Umsetzung, damit die Backend-Entwickler die Funktionen anbauen können. Bei der graphischen Gestaltung gehört außerdem viel konzeptionelle Arbeit dazu. Konkret im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität. Bei der Umsetzung fließt dann auch noch einige Arbeit in die User Experience, also das Benutzererlebnis.



Wie läuft ein typischer Tag in Deinem Job ab? Klare Sache: Programmierer wandelt Kaffee in Code um. Das beginnt schon beim Betreten des Büros, denn da wird immer zuerst eine leckere Tasse Kaffee gemacht. Um 10 findet ein tägliches Meeting statt, bei dem gemeinsam abgesprochen wird, was heute anliegt und ob jemand im Team bei etwas Hilfe benötigt. Rund um das Meeting bin ich dann am Programmieren. Hin und wieder kann ich mich auch gestalterisch entfalten, wenn bei einem Projekt ein neues Design benötigt wird. Hauptsächlich setze ich jedoch vorgegebene App- und Website-Layouts um und bereite sie für die Backend-Entwickler vor. Erlaubt es die Zeit (wenn nicht, dann nach der Arbeit), bringe ich mich außerdem in einer deutschsprachigen Entwickler-Community ein. Hier finde ich oft schnell Antworten, wenn ich mal nicht weiter komme, kann aber auch anderen Entwicklern bei ihren Problemen helfen. Außerdem präsentieren wir uns bei 1000° DIGITAL dort durch deutschsprachige Fachartikel, Video-Tutorials und Podcasts. Was ist das Beste an Deinem Job? In meinem Bereich kann ich viel selbst bestimmen: Welche Technik ich verwende, welche Programme, neue Tools, neue Bibliotheken und so weiter. Ich kann viel ausprobieren und mich so weiterentwickeln. Natürlich gibt es in der Zusammenarbeit mit den Kollegen auch Vorgaben, an die man sich halten muss. Aber meist ist jeder darauf aus, sich an aktuelle Standards zu halten oder vielversprechende Neuerungen zu übernehmen. Bei vielen Projekten ist die Zeitplanung recht großzügig, sodass man im Laufe der Entwicklung auch immer mal neue Sichtweisen oder Techniken einarbeiten kann. Was genau hast Du gelernt? Ich bin ausgebildeter Mediengestalter für Digital- & Printmedien (Non-Print). Die Ausbildung hatte mit Webdesign aber nicht allzu viel zu tun. Damals bestanden unsere Websites komplett aus Flash. Nach meiner Ausbildung habe ich eine kleine Weiterbildung gemacht, wo ein Teil HTML4 - schön mit Tabellen - und auch etwas CSS enthielt.

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