201812-webit-jaenchen-haubold-mothes-titel.jpg

webit! wächst – Geschäftsführer Sven Haubold im Sputnika-Interview zu neuen Plänen und mit starken Köpfen

Dresden 19.12.2018
„Bei webit! ist viel in Bewegung. Nachdem Sven Jänchen im vergangenen Jahr zu uns stieß, um den Strategiebereich aufzubauen, leitet Gunnar Mothes seit September die Kreation. Es ist schön, beide an Bord zu haben“, freut sich Geschäftsführer Sven Haubold. Und da Wachstum Platz braucht, bezog webit! neue Agenturräume in der Bärensteiner Straße.

Sputnika: Vor einem Jahr sprachen wir über 20 Jahren webit! Was versetzt Sie seit dem großen Jubiläum in Feierlaune? 

Sven Haubold: Die neu bezogenen Agenturräume geben uns allen Grund zur Freude. Wir sind auf Wachstumskurs und wollen uns auch personell weiter verstärken. Deshalb haben wir mit dem Umzug in die Bärensteiner Straße Anfang September unsere Bürofläche verdoppelt und uns auf 1.600 Quadratmetern ausgebreitet. Das war auch dringend nötig, denn schon im letzten Jahr ist unsere Mitarbeiteranzahl von 58 auf 65 gestiegen. Im neuen webit!-Domizil ist nun Platz für bis zu 100 webits. 

Sputnika: Studien belegen, dass sich die Bürogestaltung auf die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirkt. Welche Raffinessen haben Sie sich ausgedacht?

Sven Haubold: Raffinessen würde ich das nicht nennen. Wir wollten hier auf zwei Etagen echte Wohlfühlbedingungen für ein angenehmes Arbeiten schaffen. Alles, was wir in den alten Büroräumen vermisst haben, sollte verwirklicht werden. Eine größere Cafeteria, eine großzügige Garderobe, in der sich auch Motorradstiefel und Fahrradhelme unterbringen lassen, einen Kreativraum für Brainstorming-Runden, eine größere Küche und vor allem mehr Besprechungsräume.

Sputnika: Bei webit! trifft man seit kurzem auf zwei neue Gesichter, die aber keine Unbekannten in der sächsischen Technologie- und Kreativszene sind: Sven Jänchen und Gunnar Mothes. Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem starken Zweigespann aus Strategie und Kreation?

Sven Haubold: webit! steht als Unternehmensausgründung der TU Dresden für Experten-Knowhow im Technologie-Bereich – das ist unsere DNA, die wir sicher bewahren werden. Allerdings bewegt mich seit geraumer Zeit, dass die klassische kampagnenbasierte Kommunikation ausgedient hat. Ich sehe mir im Kino „Star Wars“ an und werde über eine halbe Stunde lang mit Werbebotschaften überschüttet, die mich generell oder zumindest im Moment nicht interessieren. Eigentlich möchte ich doch nur Klon-Krieger und maximal ein Eis. 

Sputnika: Und hier kommt Sven Jänchen ins Spiel?

Sven Haubold: Exakt. Im letzten Jahr haben wir gemeinsam einen Strategiebereich aufgebaut, um unsere Kunden bei der Nutzung von Chancen der Digitalisierung in Marketing und Vertrieb umfassend zu begleiten. Wobei wir uns als eine Art „Sherpa“ verstehen. Wir kennen den Weg und nehmen Last ab. Wir analysieren den Markt, die Zielgruppen, ermitteln deren Bedürfnisse und entwickelt Antworten auf meist eine zentrale Frage: Über welchen Kanal erreicht unser Kunde effizient seine Zielgruppen und mit welchen Informationen oder Angeboten konfrontiert er sie im passenden Moment. 

Sputnika: Eine anspruchsvolle Aufgabe in einer Welt, in der immer mehr Botschaften auf uns einströmen, die Aufmerksamkeitsspannen sich verschlechtern und Werbung zunehmend geblockt wird. Was ist Ihr Patentrezept (beim zweiten Sven direkt nachgefragt)? 

Sven Jänchen: Wir wollen zuerst verstehen, wie die Kunden unserer Kunden ticken. Wenn wir wissen, wie Sie zu Entscheidungen kommen, wo Sie sich informieren und welche Informationen ihnen in unterschiedlichen Situationen Nutzen bringen, können wir die Kommunikation über die gesamte Customer Journey optimieren. Erst dann bringen moderne Marketing Automation Lösungen auch einen Mehrwert. Und am Ende kann Marketing so wertvolle Leads – also Svens gelbe Bananen – an den Vertrieb übergeben. 

„Eine Website darf niemals Selbstzweck sein. Wir möchten unseren Kunden helfen, bei der Leadgenerierung erfolgreicher zu sein. Gewissermaßen grüne Bananen zu gelben reifen zu lassen. Denn was zählt, sind letztendlich erfolgsversprechende Leads. Dafür gilt es auch, Brücken zwischen Marketing und Vertrieb zu schlagen.“

Sven Haubold, Geschäftsführer webit!

Sputnika: Eine Frage an den neuen Creative Director ¬– warum ist bei so viel Technologie überhaupt noch Kreation gefragt? 

Gunnar Mothes: Weil sich Kommunikation nicht an Maschinen richtet, sondern an Menschen. Menschen wollen gut informiert sein, schätzen gleichzeitig aber auch einen guten Unterhaltungswert. Solange Algorithmen nicht in der Lage sind, die dazu notwendigen Kreativideen zu entwickeln - und das ist bislang der Fall - obliegt diese Aufgabe den Kreativteams. Markenbildung im Digitalbereich eröffnet uns fortlaufend neue Möglichkeiten – diese wollen wir nutzen und Markenerlebnisse mit Mehrwert schaffen. Ein guter Grund, um die kreativen Gewerke bei webit! noch enger zusammenzuführen. Ich freue mich, dass bei unseren Textern und Gestaltern die Ideenfunken nur so sprühen.

Sputnika: Herr Haubold, Teamwork steht bei Ihnen ganz oben. Bei welchem Projekt war in den letzten Monaten die komplette webit!-Expertise gefragt? 

Sven Haubold: Wir haben einen klaren Fokus auf Großunternehmen und den Mittelstand im B2B-Bereich. Auf einen Nenner gebracht sind das vorrangig nationale Kunden, die global agieren und oft über ein großes Portfolio an erklärungsbedürftigen Produkten verfügen. Für die Paul Hartmann AG, ein international führender Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, liefert webit! Grundlagen für die gesamte Online-Kommunikation – hier reden wir von ca. 40 Länder- und einer Vielzahl an weiteren Marken-Websites. Unsere große Herausforderung bei solchen Kunden ist es, die Anforderungen der Muttergesellschaft mit länderspezifischen Gegebenheiten in Einklang zu bringen. Hier geht es um weit mehr als Mehrsprachigkeit, sondern um das Handling unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen im Gesundheitsbereich, die Auswirkungen auf Publizitätspflichten haben. 

Sputnika: Bei so viel Knowhow kann webit! sicher wachsen und gedeihen. Welche neuen Kunden gehen bei Ihnen ein und aus?

Sven Haubold: Neben unserem langjährigen Bestandskunden, den Dresdner Verkehrsbetrieben, betreut webit! jetzt auch mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr einen der größten Verkehrsverbünde Europas und zur DREWAG gesellt sich die GASAG, einer der größten regionalen Energieversorger in Berlin, hinzu. Für das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin entwickeln wir gerade im Auftrag des BMWi eine bundesweite Plattform zur Erfassung von Informationen zur Barrierefreiheit. Hierfür implementieren wir eine Progressive Web App, die es auch offline ermöglicht, detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit von Objekten zu erfassen.  

Sputnika: Das klingt nach einer Menge Workload, aber auch nach gelungener Teamarbeit. Wie sorgen Sie als Chef für ein gutes Arbeitsklima?

Sven Haubold: In erster Linie möchte ich, dass unsere Mitarbeiter gern und mit einem breiten Grinsen im Gesicht frühmorgens in die Agentur kommen. Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der man sich wohl fühlt und in der die Teams am selben Ende des Stricks ziehen. Wir pflegen eine Innovationskultur, bilden uns fortlaufend zu neuen Trends und Technologien weiter. Wir fördern Verbesserungsvorschläge, so dass die Kollegen nicht nur das Gefühl bekommen, was verändern zu können, sondern es tatsächlich auch tun. 

Vielen Dank für das Interview!


Bildquelle: webit!

Kommentare

Weitere Artikel von webit!

webit! realisiert Progressive Web App zur bundesweiten Datenerfassung von barrierefreien Reiseangeboten
Einfach und rechtssicher – eVergabe.de startet elektronische Angebotsabgabe
Invest in Thuringia: Start-ups, Unternehmen und Fachkräfte willkommen
34C3: Hacker-Kongress bringt neue Erkenntnisse über Defizite in der Softwareentwicklung - Ein Recap von webit!