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When everybody zigs, zag!

Berlin 04.04.2018
Oder was haben Canada Goose Jacken, Barber-/Burger-Läden und rührselige Weihnachts-Werbefilme gemeinsam? Auf einmal sieht man sie überall. Einer fängt damit an, alle machen es nach. „Woher kommt das?“, fragt sich Kurt Georg Dieckert von dieckertschmidt.

Ich konzentriere mich jetzt einmal nur auf die Werbung. Man will erfolgreich sein, und zwar Kunden und Agenturen. Das ist ja auch in Ordnung, denn dafür macht man Werbung. Und da kommt einer, macht etwas und es ist erfolgreich. Diesen Erfolg kann man aber nie erreichen, wenn man diese Arbeit kopiert. Man muss wissen, dass man nur erfolgreich ist, wenn man einzigartig ist. Die Kopie und die Kopie von der Kopie, wird natürlich nie mehr die Kraft entwickeln wie das Original. 

Nur eine originäre Idee ist erfolgreich.

Und damit kommen wir zum zweiten Problem. Warum soll das, was eine andere Marke gemacht hat, richtig für meine Marke sein? Die Menschen verbinden Werbestücke mit einer Marke, wenn sie aus dem Brand-Belief kommen. Sonst ist es nur Unterhaltung und am Ende weiß keiner mehr, welche Marke dahintersteht.

Eine Arbeit ist also nur dann erfolgreich, wenn sie aus der Marke kommt.

Wie oft haben wir schon von Kunden gehört: „macht mal so was, wie …, aber ein bisschen anders.“ Letztes Beispiel: „Könnt ihr mal so was, wie adidas und die BVG machen?“

Ich habe keine Canada Goose Jacke, gehe nicht zum Barber und hoffe, dass das Genre Weihnachtsfilm im nächsten Jahr nicht mehr gibt.

Dann wird es aber sicherlich ein anderes ‚Zig‘ geben. Mein Tipp nach dem Erfolg der BVG und adidas: Kooperationen von Marken mit Sneaker Herstellern. Ach nee, die gibt’s ja auch schon.

 

Bildquelle: EDEKA, ADIDAS, Lufthansa, Sony, BMW

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