201709-sandstein-neue-medien-krankenkasse-praxisportal-titel.JPG

Wie es aussehen kann, wenn E-Commerce und Gesundheitswesen sich vereinen

Dresden 21.09.2017
Wie ein Großhandel für Arztpraxen und Lieferanten funktionieren die beiden Portale, die der IT-Dienstleister GAI NetConsult gemeinsam mit Sandstein Neue Medien konzipiert und umgesetzt hat. Wir haben uns angeschaut, wie der virtuelle Warenkorb im Gesundheitswesen in Zukunft gefüllt wird.

GAI NetConsult ist ein mittelständischer IT-Dienstleister, der sich auf eBusiness-Lösungen spezialisiert hat und unter anderem auch Branchenlösungen für das Gesundheitswesen entwickelt. Für eine große Krankenkasse sollte der IT-Dienstleister aus Berlin zwei B2B-Portale realisieren. Dafür suchte GAI NetConsult Unterstützung im Bereich Screendesign und Interaktionskonzept. Auf Empfehlung des langjährigen Sandstein-Neue-Medien-Kunden CIT GmbH kam der Kontakt zwischen den Geschäftsführern zustande. Die Usability-Expertise und Design-Kompetenz von Sandstein Neue Medien überzeugten, so dass das erste gemeinsame Projekt zügig starten konnte.

Uta Skirlo, zuständige Projektleiterin bei Sandstein Neue Medien erklärt die Idee hinter beiden Online-Plattformen:

„Zwei Portale, ein Ansatz, viel Interaktion: Im Portal für Sprechstundenbedarf können Arztpraxen Medikamente und Materialien wie Spritzen oder Verbandszeug bestellen. Der Bestellvorgang funktioniert analog zu einem Online-Shop: Artikel werden aus einer Datenbank ausgewählt oder in einen Bestellzettel eingetragen. Im Warenkorb kann zudem eine Chronik der letzten Bestellungen aufgerufen werden, um diese bequem zu wiederholen. Im Lieferantenportal wiederum werden Warenbestände gepflegt, Preise festgelegt, Artikel angelegt, Datenbestände geprüft und via Excel importiert.”

Mockups und Wireframes

Auf Basis der konzeptionellen Vorarbeiten von GAI NetConsult entwickelten die Informationsarchitekten und Designer bei Sandstein Detailkonzepte für alle Interaktionen und lieferten wertvollen Input "von außen". Workshops, unzählige Telefonate und kollaboratives Skizzieren ebneten den Weg zur intuitiven Bedienoberfläche.

Uta Skirlo, zuständige Projektleiterin bei Sandstein Neue Medien, zu den Fragen in dieser frühen Phase der Zusammenarbeit mit GAI NetConsult:

"Welche Interaktionen müssen abgebildet werden? Welcher Klick löst welchen Prozess aus? Welche Seitentypen und Arbeitsschritte resultieren daraus? Welche Akteure sind beteiligt? Viele Fragen entstanden beim Weiterdenken. GAI hatte bereits weit gedacht, und gemeinsam kamen wir ans Ziel."

Weiterführend erklärt die Projektleiterin, dass mit Hilfe von Wireframes die Informationsarchitektur sowie die Benutzerwege und Aktionen innerhalb der Portale veranschaulicht und in fortlaufender Abstimmung optimiert wurden. Für die Erstellung jener Wireframes arbeiteten die Konzepter von Sandstein Neue Medien mit dem Tool Lucidchart, das auch kollaborative Werkzeuge zur verlustfreien Zusammenarbeit mit dem Kunden bietet.

PDF-Styleguide im Atomic Design

Parallel zum Interaktionskonzept entstand ein umfassender Styleguide. Dabei wurde nach dem Prinzip des Atomic Design vorangegangen, das von Brad Frost entwickelt wurde. Susanne Aurin, Art Director bei Sandstein Neue Medien, erklärt das Prinzip:

„Beim Atomic Design wird, wie der Name schon sagt, das Design in seine Einzelteile zerlegt. Das Atom, also der kleinste Bestandteil einer Weboberfläche, entspricht zum Beispiel einem HTML-Tag. Verbinden sich mehrere Atome, entsteht ein Molekül. Kombiniert man etwa Label, Input und Button, ergibt sich daraus das Molekül Suchfeld. Die nächste Stufe ist der Organismus, eine bereits komplexe Teilstruktur einer Seite wie ein Header oder Footer. Aus mehreren Organismen entsteht ein Template, also eine Vorlage, die dann mit Inhalten gefüllt werden kann.”


Grafik zum Atomic Design-Prinzip; Quelle: Sandstein Neue Medien

Ausgehend von den kleinsten Elementen wie Buttons oder Eingabefeldern bis hin zu ganzen Seitentypen wurde auf diese Weise das responsive Layout für beide Portale ausgearbeitet.

Nach Freigabe von Konzept und Screendesign arbeiteten Sandstein Neue Medien und GAI NetConsult anschließend gemeinsam am Frontend. Auf Basis des User-Interface (UI)-Frameworks Primefaces entstanden dabei die benötigten UI-Elemente, CSS-Dateien und HTML-Ansichten.

Fertig sind die beiden Portale seit Sommer 2017, wobei von Sandstein Neue Medien das erste Portal von Februar bis April dieses Jahres und das zweite von März bis Mai bearbeitet wurde.

Sven Regenstein, Projektleiter GAI NetConsult GmbH, berichtet über die Zusammenarbeit rückblickend Folgendes:

„Wir haben mit Sandstein Neue Medien zwei Portalprojekte erfolgreich realisieren können, bei denen die visuelle Gestaltung enorm wichtig war. Die Zusammenarbeit war dabei äußerst angenehm und produktiv. Das Ergebnis hat nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden überzeugt. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.”

Uta Skirlo schätzt die Zusammenarbeit sowie die beiden fertigen Produkte wie folgt ein:

"Wir sind richtig glücklich darüber, dass wir diese Projekte bereichern durften. Es ist so viel schlecht bedienbare Software auf dem Markt, dass wir gern unsere Handschrift hinterlassen. Je komplexer, desto lieber. Und wenn der Projektpartner engagiert auf Augenhöhe agiert, ist das ein tolles Arbeiten.”

Nutzer-Feedback zu den beiden Portalen gibt es noch nicht – aber die Tatsache, dass Sandstein Neue Medien und GAI NetConsult bereits am nächsten gemeinsamen Portal arbeiten, spricht für sich.
 

 

Bildquelle: Sandstein Neue Medien

Kommentare

Weitere Artikel von Sandstein Neue Medien

PflegeNetz Sachsen: das neue Informationsportal für Pflege und Soziales
Ganz nah am Bürger - Reichenbach ist mit neuer Website online
Was ist eine smarte Werkbank?
Testsieger: Bildungsportal erneut ausgezeichnet