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Wie steigert man die Performance eines Onlineshops?

Dresden 23.11.2018
Clicks Online Business gibt fünf Tipps zur Optimierung von Shop-Ladezeiten

Geht es um den Erfolg des eigenen Onlineshops, denken Händler oft wenig über die Ladezeit ihrer Website nach. Guter Content und aussagekräftige Videos oder Bilder haben einfach Vorrang. Aber: Inhalte kosten nun einmal Ladezeit. Und Suchmaschinen wie Google bevorzugen beim Ranking schnelle Seiten – genauso wie übrigens auch potenzielle Käufer. Denn braucht eine Seite eine gefühlte Ewigkeit, bis sie sich aufbaut, ist der mögliche Kunde oft schon bei der Konkurrenz. Google selbst gibt übrigens einen Wert von zwei bis drei Sekunden an, in dem sich eine Seite vollständig aufgebaut haben soll. Doch selbst diese recht kurze Dauer ist für Shop-Nutzer bereits deutlich spürbar und oft ein Ärgernis. Clicks Online Business gibt hier deshalb einige Tipps, wie man seinen Shop beschleunigt und so mögliche Kunden besser bei der Stange hält.

Zuerst: Wie schnell lädt eigentlich der eigene Shop?

Bevor man weiß, ob Handlungsbedarf besteht, sollte man natürlich erst einmal die Geschwindigkeit des eigenen Webshops kennen. Um dessen Performance einzuschätzen, stehen Shop-Betreibern verschiedene Tools zur Verfügung. Eines davon ist Googles PageSpeed Insights. Der Onlinehändler gibt hier einfach die Website an, die er testen möchte. Das Tool misst dann die Geschwindigkeit – mobil und in der Desktop-Variante – und zeigt Informationen zum Seitenaufbau sowie Seitenstatistiken. Zudem erhält der Nutzer Tipps zur Optimierung. Weitere Tools, die Onlineshop-Betreibern bei der Analyse ihrer Performance helfen, sind zum Beispiel GTmetrix, Website Speed Test oder Yslow. Letzteres kommt aus dem Hause Yahoo und ist ebenso wie Googles PageSpeed Insights als Erweiterung für den Browser gedacht. Herbert Buchhorn, CEO von Clicks Online Business, hat an dieser Stelle gleich einen grundlegenden Tipp:

„Onlinehändler sollten das Thema ‚mobile‘ auf keinen Fall vernachlässigen. Der E-Commerce Branchenindex von intelliAd Media zeigt, dass mittlerweile fast jeder dritte Einkauf im Netz – also knapp 32 Prozent – mit einem mobilen Endgerät getätigt wird. Vor allem das Smartphone etabliert sich immer mehr als beliebtes Shopping-Tool. Hindernisse bei der mobilen Nutzung sind laut Qubit vor allem langsames Browsing, komplizierte Produktsuchoptionen sowie komplexe Zahlmethoden.“

Fünf Stellschrauben für die Geschwindigkeit einer Website

Ein Onlineshop lebt davon, Kunden ein gefühlt grenzenloses Einkaufserlebnis zu bieten. Haben Shop-Betreiber in einer ersten Analyse ihre Schwachstellen bei der Ladezeit gefunden, sollten sie die Tipps der Toolanbieter entsprechend ihrem technischen Know-how und ihrem Verständnis umsetzen. Hier nun fünf grundlegende Optimierungen zur Verbesserung der Ladezeiten:

1. Gzip-Komprimierung

Die Inhalte von Websites lassen sich via Gzip komprimieren. Das ist in etwa vergleichbar mit dem „Zipping“ einer Datei. Ruft ein Kunde die Website des Onlineshops auf, werden die Inhalte verpackt und komprimiert an den Browser gesendet. Dadurch werden weniger Daten ausgetauscht beziehungsweise verschickt und die Seite kann sich schneller aufbauen.

Bilder müssen nicht extra komprimiert werden, da JPEG-Dateien bereits gepackte Bilddateien sind. Online-Händler können die Gzip-Komprimierung via PHP oder Plugins implementieren. Alternativ kann das auch über die Konfigurationsdatei .htaccess geschehen. Auf checkgzipcompression.com/ können Website-Betreiber die Reduzierbarkeit direkt prüfen. Teilweise werden durch das Verfahren bis zu 70 Prozent Dateigröße eingespart.

2. Bilder optimieren

Eine der einfachsten Methoden, die Ladezeit von Websites zu verbessern, ist es, Bilder und Videos webgerecht auf der Seite zu hinterlegen. Der falsche Weg hierbei wäre, Bilder einfach in möglichst geringer Qualität auf die Seite zu stellen. Onlinehändler sollten immer auch das Einkaufserlebnis der Nutzer vor Augen haben, das man mit verzerrten Videos oder verpixelten Bildern schnell verdirbt. Wer Photoshop beherrscht, kann dort beispielsweise Produktbilder unter „Speichern fürs Web“ für die eigene Seite optimieren. Es gibt auch einige Online-Anbieter wie JPEGmini oder TinyPNG, mit denen Onlinehändler Bilddateien ansprechend verkleinern können.

3. 301-Weiterleitungen reduzieren oder vermeiden

Eigentlich ist eine 301-Weiterleitung nicht schlecht: Ist der Inhalt unter einer Web-Adresse nicht mehr verfügbar, zum Beispiel nach einem Relaunch oder einer Umstellung der Domain, kann die neue Linkstruktur so mit der alten verbunden werden. Dadurch bleiben Rankings oder Backlinks erhalten und Nutzer, die die Inhalte suchen, werden nicht auf eine leere 404-Fehler-Seite geschickt. Aber: Eine 301-Weiterleitung bedeutet auch, dass der Webbrowser auf eine neue URL zugreifen und dort erst einmal warten muss, bis er ein Request, eine Antwort, zurückbekommt. Deswegen sollten diese Weiterleitungen sparsam und mit Bedacht eingesetzt werden. Unbedingt zu vermeiden ist es, dass auf eine 301-Weiterleitung noch eine 301-Weiterleitung folgt.

4. Umstieg auf einen dedizierten Server

Viele Onlineshops werden auf sogenannten Shared Hosting Plattformen betrieben. Das bedeutet, dass sich ein Server um Zugriffe auf bis zu 100 einzelne Websites kümmern muss. Da kann in Hochphasen die Geschwindigkeit schnell einmal in die Knie gehen. Onlinehändler, die ihren Shop dagegen auf einem eigenen (dedizierten) Server betreiben, können diesen optimal auf den individuell Bedarf ihrer Website anpassen. Weiß ein Shop-Betreiber beispielsweise, dass es zu Weihnachten auf seiner Website hoch hergeht und er sehr viele Anfragen bekommen wird, kann er das im Kontrollzentrum seines Servers einstellen und bei Bedarf individuell reagieren. So können Ladeengpässe und Unerreichbarkeit besser vermieden werden.

5. Quellcode aufräumen

Und noch ein praktischer Tipp zum Schluss: Wer beim Quellcode des Shops sorgfältig arbeitet, spart sich hinterher das Aufräumen. Vorstellen kann man sich das wie folgt: Wird eine Website aufgerufen, folgt der Browser beziehungsweise Client dem Quellcode des HTML-Dokuments der Seite. Sind darin noch unnötige Leerzeichen, Kommentare oder leere Formatierungen enthalten, werden die ebenso ausgelesen. Das Laden kann bei einer Anhäufung solcher Fehler deutlich länger dauern. Deswegen sollten Website-Betreiber Texte nicht aus Officeprogrammen wie Word einbinden, sondern mit Editoren arbeiten. Auch Online-Tools können dabei helfen, dass ein oder andere vermeidbare Zeichen zu entdecken und zu entfernen.

Fazit: Die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt

Und hier das Resümee von Herbert Buchhorn aus seiner Arbeit mit Onlineshops:

„Natürlich gibt es noch jede Menge Möglichkeiten und Tricks, aus einer Shop-Website mehr Geschwindigkeit herauszuholen. Doch egal, an welcher dieser Stellschrauben ein Onlinehändler dreht, er sollte schon bei der Einrichtung seines Shops daran denken. Das Schrauben an der Performance ist zudem ein kontinuierlicher Prozess: Die Ladezeit einer Website sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert und immer weiter optimiert werden. Nur so ist der eigene Onlineshop, gerade auch zu verkaufsintensiven Zeiten, dem Ansturm der Anfragen gewachsen. Und gefrustete Nutzer springen wegen langer Ladezeiten nicht ab und bestellen bei der Konkurrenz.“

 

Bildquelle: Die einzelnen Bildelemente stammen von Pixabay, sind lizenzfrei nach Creative Commons CCO und wurden bearbeitet von Clicks Online Business
 

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