201611-xima-staatsarchiv-digitalisierung-titel.jpg

XIMA digitalisiert das Sächsische Staatsarchiv

Dresden 18.11.2016
Der Freistaat Sachsen lässt seit Ende 2014 die Dokumente des Sächsischen Staatsarchiv für das Internet aufbereiten. Ein ambitioniertes Vorhaben, mit dem XIMA aus Dresden beauftragt wurde. Seit kurzer Zeit sind die Ergebnisse des Vorhabens online. Wir haben da mal hinter die Kulissen geschaut.

Digitalisat lautet das Schlüsselwort, um das es bei diesem Auftrag des Sächsischen Staatsarchivs ging. Zur Erklärung: Als Digitalisat wird das Endprodukt einer Digitalisierung bezeichnet. Die konkrete Idee hinter dem Auftrag: die Archivbestände des Sächsischen Staatsarchivs digitalisieren und sie im Internet verfügbar zu machen, sodass Nutzer sie bequem am Rechner zu Hause abrufen können. Für die Umsetzung dieses Mammutprojektes wurde die Dresdner Agentur XIMA betraut. XIMA-Projektleiter Samer Habib sagt über diesen besonderen Auftrag:

Mit der Plattform www.archiv.sachsen.de beginnt ein Traum vieler Wissenschaftler und Hobby-Historiker wahr zu werden. Die Bestände des Sächsischen Staatsarchivs werden mit XIMA-Technologie in den nächsten Jahren Stück für Stück im Internet bereitgestellt. Hochauflösend und unbürokratisch. Den Anfang bilden die nun bereitgestellten 60.000 Digitalisate.

Das Projekt wurde bereits Ende 2014 gestartet und umfasst insgesamt 37 Millionen Dokumente, die digitalisiert werden sollen. Bestandteile dieses riesigen Konvoluts sind rund 60.000 Urkunden, 700.000 Karten und Pläne, über 100.000 Meter Akten sowie über 1,8 Millionen Fotos, tausende Filmen und Tonträger. Alles aus einer Zeit von 948 bis in die Gegenwart. Der Innenstaatssekretär und Beauftragte für Informationstechnologie des Freistaates Sachsen, Dr. Michael Wilhelm sagt über das Vorhaben:

Der Freistaat Sachsen setzt sich für die Digitalisierung einmaliger Kulturgüter ein. Dass einige erste Datenschätze des Staatsarchivs nun digitalisiert wurden und auf der zentralen E-Government-Plattform des Freistaates gespeichert und abgerufen werden können, zeigt, dass die Digitalisierung auch in unseren Archiven voranschreitet

Samer Habib über die konkreten Herausforderungen des Auftrags:

Das Projekt ist technologisch sehr anspruchsvoll, denn es gilt, den Benutzern der Webseite die hochauflösenden Bilder in ihrer ursprünglichen Qualität und ohne Wartezeiten anzuzeigen. Zur Anzeige der Digitalisate kommt die Deep Zoom-Technologie, unter der Verwendung der webbasierten Bildbetrachtungssoftware OpenSeadragon, zum Einsatz. Damit wird es möglich, hochauflösende Bilder effizient im Web anzuzeigen.
Der eigentliche Prozess der Digitalisierung jener Millionen Dokumente läuft intern im Sächsischen Staatsarchiv. XIMA leistete dafür mit der Software zum Erstellen der Kachelung und Anzeige der Dokumente die Arbeitsgrundlage für den Digitalisierungsprozess im Sächsischen Staatsarchiv. Außerdem wurde die neue Seite des digitalen Archivs ebenfalls von der Dresdner Agentur auf Basis des OpenText WSM entwickelt. Samer Habib abschließend zur Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen:

Wir sind auf das Projekt sehr stolz, denn wir leisten damit in enger Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsarchiv einen wichtigen Beitrag zur Erschließung sächsischer Geschichte. Und ganz abgeschlossen ist das Projekt ja auch noch nicht, denn in Zukunft sollen noch Bestellfunktionen und weitere interessante Features implementiert werden.

Kommentare

Weitere Artikel von XIMA MEDIA

Neue Funktionalität im Beteiligungsportal Sachsen:  Veranstaltungsmanagement einfach & flexibel umsetzen
Wahldaten in Echtzeit einsehen - das neue Portal für Sachsen
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in komplett neuem Corporate Design
Forststeig Sachsen - Über 100 Kilometer freie Natur. Auch online.