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„Ab 20 Mitarbeitern muss sich etwas ändern.“

Dresden 19.04.2013

Ob ein halbes Dutzend oder knapp 1800 Mitarbeiter – jedes Unternehmen muss sich Gedanken darüber machen, wie es die eigenen Leute erreichen kann. Doch ab wie viel Mitarbeitern reicht das persönliche Gespräch nicht mehr aus? Und welche Kanäle eignen sich am Besten, um Informationen zu übermitteln? SPUTNIKA hat bei Dresdner Unternehmen nachgefragt, wie diese ihre interne Kommunikation gestalten und hier einige der Aspekte zusammengetragen.


Gerlind Ostmann, Pressesprecherin bei DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH:

"Es gibt bei uns eine Mitarbeiterzeitung, die aller zwei Monate erscheint und die jeder in gedruckter Form erhält. Im Redaktionsbeirat zu dieser Zeitung sind auch Mitarbeiter der DREWAG, um die Interessen ihrer Kollegen zu vertreten. Wir ermuntern unsere Mitarbeiter auch, sich aktiv etwa auf unserer Facebook-Seite zu beteiligen. Daneben gibt es unser Intranet, wo ganz verschiedene Informationen, die intern notwendig sind, abgerufen werden können. Hier haben wir auch ein Forum erstellt, in dem sich die Mitarbeiter austauschen.“

Ilka Stiegler, Marketingleiterin bei Elbe-Factoring GmbH:

„Wir sind ein kleines Team von etwa fünf bis sechs Leuten. Wir haben regelmäßige Meetings, bei denen wir uns jede Woche austauschen. Zusätzliche Tools, wie etwa Intranet, benötigen wir da nicht. Das geht alles über die direkte Kommunikation bei uns. Deshalb ist es uns auch sehr wichtig, dass das mindestens einmal die Woche stattfindet. Klar haben wir auch Weihnachtsfeiern oder etwa ein Frühjahrs-Meeting, wo man mal was Nettes zusammen macht. Das ist besonders für die Teambildung von Bedeutung.“

Lars Schaarschmidt, Leiter Marketing/ Vertrieb bei internet24 GmbH:

"Inzwischen haben wir 35 Mitarbeiter und merken, dass wir im Bereich der internen Kommunikation heute viel mehr machen müssen, damit die Informationen, die für unsere Leute wichtig sind, auch alle erreichen. Da war früher mit zehn Mitarbeitern Vieles einfacher. Der Wandel in der Kommunikation war natürlich ein fließender Prozess, aber ich schätze ab 20 Mitarbeitern hat ein Unternehmen eine Größenordnung erreicht, ab der man da etwas umstellen muss.“

René Böhm, Sachgebietsleiter Neue Medien bei der DVB AG:

„Auch für die innerbetriebliche Kommunikation haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung voranzutreiben. Wir haben das Problem, dass unser Unternehmen einerseits eine Vielzahl unterschiedlichster Aufgabengebiete umfasst und andererseits räumlich relativ weit verteilt ist. Handlungsbedarf sehen wir insbesondere bei der Erreichbarkeit unserer Fahrer, die sozusagen stetig als Außendienstmitarbeiter schwierig zu erreichen sind. Da überlegen wir, ob man nicht auch andere Formen der Interaktion, angelehnt an Social Media, nutzen kann. Wir haben etwa unser Intranet auf SharePoint umgestellt. Das ermöglicht auch direkte Kommentare und Rückfragen der Mitarbeiter.“

Interview: Stephanie Teistler
Bildquellen: Unternehmen, PR

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