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Der Sprung ins warme Wasser – Mentoring als Eisbrecher

Dresden 18.12.2014
Die ersten Wochen im neuen Job: Adrenalin auf 210 und ein komplexes Informations-Massiv, das es zu bewältigen gilt. Damit neue Mitarbeiter sich aufgehoben fühlen und ihre Stärken möglichst schnell ins Unternehmen einbringen können, setzt zebra auf Mentoring. Jedes „neu-zebra“ bekommt neben dem Vorgesetzten einen Mentoren zur Seite, der im selben Team arbeitet und nicht nur organisatorisch, sondern auch fachlich weiterhilft. Wir trafen einen Mentor und seinen Mentee zum Gespräch.



Nadine Ungefucht (rechts im Bild), 25 Jahre, ist Art Director bei zebra. Und Mentorin von Arlett.

Die ersten Tage in einem neuen Unternehmen sind ja immer sehr aufregend. Ich als Mentor bin dann als fester Ansprechpartner zur Stelle, der hilft, Fragen beantwortet und nach einiger Zeit auch beurteilen kann, wo individuelle Stärken und Schwächen liegen.
Neben den organisatorischen Dingen – wo steht der Kaffeeautomat, wie reiche ich Urlaub ein und so weiter – ist es im Grafikbereich besonders wichtig, die Programm- und Projekterfahrung weiterzugeben. Also: Welche Vorteile bringen mir bestimmte Programmfunktionen? Welches Feeling soll die Bildwelt einer Marke haben? Wie werden die Daten abgelegt?
Als Mentor bin ich diejenige, die mit drüberguckt, einschätzt, berät und nochmal eine neue Sichtweise einbringt. Bei Arlett kam dazu, dass sie neu nach Chemnitz gezogen ist. Deshalb unternehmen wir auch abends oft gemeinsam etwas.

Ich finde es sehr erfüllend, jemandem in seiner ersten Zeit im neuen Job zu helfen, weil ich mich gut erinnere, wie ich bei zebra anfing. Das kennt ja jeder: Man möchte seine Kollegen nicht durch Fragen aus ihrer Arbeit reißen oder bei Zeitdruck stören, weiß auch oft nicht recht, wer überhaupt der richtige Ansprechpartner ist und sitzt dann manchmal etwas hilflos vor dem Bildschirm. Ich habe für das Mentoring extra Zeit freigeräumt bekommen, kann also ohne tickende Uhr im Nacken Fragen beantworten. Letztendlich ist es wesentlich effektiver, zehn Minuten etwas zu erklären, als dass ein neuer Mitarbeiter zwei Stunden für den Papierkorb arbeitet, weil eine wichtige Information gefehlt hat.
Was ich außerdem am Mentoring mag, ist der frische Wind – neue Kollegen bedeuten ja auch neues Wissen. Arlett hat mir zum Beispiel Dinge gezeigt, die ich noch nicht kannte, so bereichert man sich gegenseitig.



Arlett Streich, 27, ist Grafikerin und Mentee von Nadine.

Ich bin durch ein Praktikum im Oktober 2013 zu zebra gekommen. Am ersten Tag war ich sehr nervös und froh, dass ich Nadine schon aus dem Studium kannte. Sie saß mir von Beginn an gegenüber, sodass ich sie bei Fragen schnell ansprechen konnte. Als mein Mentor hat sie mich ins Projekt-Team eingeführt, sodass ich die Kunden erst mal erfassen und begreifen konnte, bevor es losging. Am Anfang macht man Fehler und ärgert sich sehr darüber oder ist enttäuscht, weil man ja eigentlich bestmögliche Leistungen zeigen will.
Zuerst hat mich Nadine ins CD eingeführt – es ist nicht immer in allen Punkten schriftlich festgelegt, deshalb sind Erfahrungswerte sehr wichtig: Welche Schriften sind gewünscht? Welche Farbwelten passen zur Marke? Hört sich erst mal an wie unwichtiges Klein-Klein, aber wenn man zehn Anzeigen nebeneinander legt, müssen die aus einem Guss sein, anders funktioniert Markenführung nicht.

Nach der Einarbeitungsphase stieg ich mit ins Layout ein. Auch da hat mir Nadine als Mentor sehr geholfen, ein Gefühl für die Marke zu bekommen: An was muss ich alles denken? Welche Grenzen gibt es? Ich war anfangs etwas zögerlich. Einen Mentor zu haben war also super, weil ich nicht ständig zu meinem Vorgesetzten rennen musste. Nadine hat sich viel Zeit genommen, wodurch ich mich auch sehr schnell in das bestehende Team integrieren und mich von Beginn an einbringen konnte, zum Beispiel bei der Ideenfindung. Ich spreche mich gern mit ihr ab, weil sie sehr viel Erfahrung mit den Kunden hat und Markenführung ein ständiger Lernprozess ist. Ich fühle mich gefördert. Sie hat ein Gespür dafür, ungeahnte Ideen aus mir herauszukitzeln und sorgt dafür, dass ich weiterkomme.


Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der hier. 

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