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Handel im Wandel: Digitale Technologien verändern auch Läden, die nicht im Internet sind

Dresden 06.09.2017
Totgesagte leben länger: Das gilt auch für den Einzelhandel. Erfolgreich trotzt er seit vielen Jahren dem e-Commerce und wird selbst immer digitaler. Ein Beispiel: der intelligente Einkaufswagen. Wanzl, ein Global Player, dessen Webpräsenz die Dresdner Internet-Agentur 3m5. seit Jahren betreut, und der Handelsriese TESCO machen es vor.

Beim Einkaufen ist das wohl wichtigste Instrument der Einkaufswagen. Und er wird immer intelligenter: Dank digitaler Technik entwickelt er sich zum persönlichen Einkaufsberater, der den Verbraucher durch den Supermarkt navigiert sowie mit relevanter Werbung, Such- und Bezahlfunktionen unterstützt. Experten erwarten, dass der Einkaufswagen bis 2020 noch deutlich wichtiger wird, während die Bedeutung der Kasse abnimmt. Bereits heute scannen Kunden in vielen Märkten ihre Waren selbst und zahlen an Automaten cash oder mit Karte. 

Das Innovative Retail Laboratory sieht zudem eine Verbindung zwischen dem Einkaufswagen im Supermarkt und dem intelligenten Kühlschrank zu Hause. Das Szenario: Der Kühlschrank prüft die Verfügbarkeit der Lebensmittel und weiß, welche Dinge nachgekauft werden müssen. Der Nutzer identifiziert sich am Einkaufswagen, bekommt seine elektronische Shopping List vom Kühlschrank und eine Indoor-Navigation des Supermarktes. Während des Einkaufs, registriert der Einkaufswagen die eingekauften Produkte, streicht diese von der Liste und übermittelt diese dem Check-Out.

Innovationen ganzheitlich und umfassend

Viele der neuen Konzepte, die den Einzelhandel heute verändern, adressieren den Verbraucher. Entscheidend ist jedoch eine universelle Perspektive, also Konzepte die Händler und Kunden gleichermaßen einbeziehen, denn nicht nur der Kunde will seinen Einkauf einfacher gestalten, auch der Händler möchte seinen Laden effizienter ausrichten. Ein System, welches beide Seiten verbindet, hat Wanzl konzipiert. Wanzl Connect bietet eine umfassende softwarebasierte Lösung für sämtliche Prozesse innerhalb des stationären Einzelhandels.

3m5. betreut das globale eCMS von Wanzl, den Weltmarktführer für Einkaufswagen und Anbieter von Shop- und Sicherheitssystemen, mit 35 Länderpräsenzen und auf Basis von TYPO3. Die Agentur hat dafür einen Übersetzungsworkflow entwickelt und das Portal an externe und interne Systeme angebunden.

Mit wanzl connect wird es möglich, über das Smartphone des Kunden Informationen zu sammeln und ihn besser kennenzulernen. Der Händler kann seine Angebote gezielter und schneller auf ihn ausrichten und ihn an den Markt binden. Dieses Framework beinhaltet unter anderem den sogenannten „Smart Trolley“. Dieser, mit einem RFID-Tag versehene Einkaufswagen überwacht seine Position im Markt. So kann der Händler die durchschnittliche Verweildauer vor einzelnen Regalen erfassen, was die permanente Regaloptimierung unterstützt. In Kombination mit dem Smartphone des Kunden können dann auf Basis von kundenspezifischen Daten zum Beispiel personalisierte Coupons angeboten werden. Alles in allem hilft wanzl connect dabei, die Optimierungspotenziale eines Marktes zu identifizieren und zu heben.

„Ich weiß, was Du morgen brauchst…“

Bisher sprachen wir von der Optimierung im Store. Doch die wahre Innovation fängt bereits zu Hause an. Die Bedürfnisse jedes Kunden sind individuell und hängen von äußeren Rahmenbedingungen ab, unter anderem von Wochentag, Wetterlage oder bestimmten Ereignissen. Die größte Supermarktkette in Großbritannien, Tesco, hat auf Tescolabs ein Tool vorgestellt, mit dem Kunden anhand einfacher Regeln bestimmte Routinekäufe automatisiert planen und durchführen können. So wird zum Beispiel automatisch nach der Methode „If This Then That“ ein Kauf ausgelöst, wenn der Preis eines bestimmten Produkts unter einen festgelegten Betrag fällt.

Handlungsempfehlung – Technologie jetzt

In vielen Branchen des Einzelhandels kannibalisiert der e-Commerce Teile des stationären Handels, im Bereich des Buchhandels sicherlich mehr als im Bereich von Lebensmittel. Der stationäre Einzelhandel wird aber seine Funktion dank seiner Vorteile, zum Beispiel der persönlichen Beratung und schneller Warenverfügbarkeit, vor Ort behalten. Ziel ist es, den stationären Handel intelligenter zu machen. Elektronische Preisetiketten, RFID-Chips, Nutzung des Smartphone als Einkaufshelfer sind heute schon möglich. Wichtig ist, dass bei allen Einzellösungen die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet wird.

Warenverfügbarkeit und Sortimentsplanung können heute schon je nach Kundenpräferenzen optimiert werden. Die Technologie ist da, der Nutzen liegt auf der Hand. Nicht nur durch eine emotionale Ansprache im Store wird ein Erlebnis für den Kunden geschaffen. Die direkte Einbeziehung des Kunden durch die Technologie bzw. sein Smartphone sorgt für eine Steigerung des Involvement und damit auch zu einer faktischen und emotionalen Kundenbindung.
 

Bildquelle: 3m5. Media

 

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