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PflegeNetz Sachsen: das neue Informationsportal für Pflege und Soziales

Dresden 23.08.2017
Wo finde ich Anlaufstellen zur persönlichen Beratung in meiner Nähe? Welche Anbieter rund um die Pflege gibt es? Welche Leistungen bieten sie an? Fragen über Fragen, für die Sandstein Neue Medien gemeinsam mit dem Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz nun eine Lösung in Form einer Datenbank entwickelt hat.

„Ob altengerechtes Wohnen, ambulante oder stationäre Pflege oder Angaben zu Beratungsstellen und weiteren Dienstleistern – unsere neue Datenbank PflegeNetz ist hierfür eine zuverlässige Informationsquelle. Wir setzen in Sachsen bewusst auf eine vernetzte Pflegestruktur. Mit unserer Datenbank haben wir dafür ein bundesweit einzigartiges Portal entwickelt“, erklärte die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch am 11. August. Der Anlass: An jenem Freitag der vergangenen Woche wurde die neue Plattform PflegeNetz online gestellt und die bis dato existierende Vorgängervariante abgelöst.

Startschuss für die Arbeit an diesem Projekt war der November 2015. Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz entwickelte Sandstein Neue Medien das Konzept und die Gestaltung der Datenbank, die sich am Styleguide von sachsen.de orientiert. Darüber hinaus ist die Agentur für Programmierung und den technischen Support verantwortlich. Für Sandstein Neue Medien war es außerdem die erste Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Die Datenbank PflegeNetz bietet nun Vergleichsmöglichkeiten für Pflegeangebote und Daten für die Statistiken und Prognosen von Sozialplanern. Neben Responsivität standen bei der Entwicklung die Übersichtlichkeit sowie die einfache Bedienbarkeit im Mittelpunkt. Intelligente Suchparameter sollen beispielsweise die Ergebnisse eingrenzen. So kann etwa speziell nach Pflegeleistungen (z.B.: Kurzzeit- oder Tagespflege) oder Gesundheitsleistungen (z.B.:. Ärzte, Krankenhäuser oder Apotheken) gesucht werden. Bei der Umgebungssuche werden georeferenzierte Daten verwendet. Gibt der Nutzer beispielsweise seine Postleitzahl ein, werden in der Adressauswahl nur Straßen angezeigt, die auch in diesem Bereich liegen.

Suchergebnisse können entweder als Liste oder in einer Kartenansicht dargestellt werden. Nutzer haben außerdem die Möglichkeit, Angebote im Detail anzusehen und auf einem Merkzettel zu speichern. Dieser Merkzettel bietet außerdem eine Vergleichsfunktion, die es erlaubt, beliebig viele Pflegeangebote miteinander zu vergleichen. Die Daten, die im Backend von vielen verschiedenen Quellen importiert oder manuell eingepflegt werden, sind zudem für den Vergleich aufgearbeitet und werden auf der Detailseite des Angebots im Frontend einheitlich dargestellt.

Das klingt nach einer ganzen Menge an Quellen. Und in der Tat wird die PflegeNetz-Datenbank von vielen unterschiedlichen Punkten gespeist. Datenlieferanten wie etwa das statistische Landesamt, AOK PLUS oder die sächsischen Landkreise können Informationen über einen automatischen Import oder manuell ins System einpflegen. Sie haben zudem auch die Möglichkeit, eigene Daten hinzuzufügen und diese mit bereits vorhandenen Zahlen zu verrechnen, was für die Erstellung von Statistiken und Prognosen sehr hilfreich ist.

Martin Schmiedel, zuständiger Projektleiter bei Sandstein Neue Medien, zur technischen Raffinesse des Projekts:

„Spannend ist hier neben der Vielzahl der Datenlieferanten, die bereits erwähnte Georeferenzierung, also die Anbindung an GeoSN, dem Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen. Darüber hinaus ist das ebenfalls erwähnte Backend für die Sozialplaner von uns extrem flexibel und damit zukunftssicher gestaltet. Herausfordernd war in diesem Projekt neben der funktionalen Komplexität die Vielzahl der Stakeholder und ihre unterschiedlichen Anforderungen an das System.“

Claudia Schöne, Bereichsleiterin für Pflege & Häusliche Krankenpflege bei der AOK PLUS, der größten Pflegekasse Sachsens, ist eine jener besagten Datenlieferanten und berichtet über die Arbeit an und mit der Plattform:

„Wir waren schon 2009 an der Gründung des PflegeNetzes Sachsen aktiv beteiligt. Seitdem unterstützen wir als mitgliederstärkste Pflegekasse den Freistaat Sachsen regelmäßig und gern auch bei der Weiterentwicklung der Pflegedatenbank. Diesen partnerschaftlichen sächsischen Weg der vernetzten Pflegeberatung wollen wir gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich weiter gehen.“

Die Dresdner Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann fasst die ersten Reaktionen auf die neue Anlaufstelle zusammen:

„Die Landkreise und kreisfreien Städte begrüßen die neue Pflegedatenbank und insbesondere das Modul Sozialplanung. In diesem Modul fließen alle statistischen Informationen zur Bevölkerung und zur Pflege zusammen. Das ist vernetzte Pflegepolitik.“

Aufgrund der Komplexität der verschiedenen Daten und ihrer Herkunft ergaben sich auch viele unterschiedliche Nutzerrollen, die es sinnvoll zu verteilen galt. Neben Administratoren und Nutzern gibt es daher auch Rollen für Sozialplaner und Datenlieferanten. Die Rechte sind für jede Nutzergruppe individuell anpassbar. Anbieter können beispielsweise für die Detailseite ihrer Angebote selbst auch neue Felder anlegen.

Im Hinblick auf die Bedienbarkeit wurde eine barrierearme Umsetzung verfolgt. Dafür bekam die Website sogar das BIKOSAX-Gütesiegel für sehr gute Zugänglichkeit. Das Gütesiegel zur Bewertung von barrierefreien Internet- und Intranet-Angeboten wird von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) vergeben.

 

Bildquelle: Sandstein Neue Medien

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