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“Wir sind zwar 5 Jahre älter, sehen aber 5 Jahre jünger aus.”

Dresden 03.11.2016
Seit 2011 bereichern Robert Jäger und Jens Heinrich von MOKOST die Dresdner Kreativszene mit ausgefallenen Animationen und Filmproduktionen. Sputnika hat die beiden zu einem - nicht ganz ernst gemeinten - Rückblick getroffen.

Sputnika: Bitte vervollständigt doch mal den Satz für uns: „Nach 5 Jahren MOKOST sind wir…“

Robert: … vom Sodbrennen der Fertiglebensmittelindustrie zerfressen.
Jens: … es allmählich leid, auf Netzwerkveranstaltungen nur 0,3l Bierflaschen bestellen zu können. Wir sind erwachsene Männer! Wir wollen 0,5l Flaschen!
Robert: Genau! Und nicht diese Hipster-StartUp-Craft-Beer-Pisse! Wir wollen Bier mit ie!
Jens: Wir sind aber auch 5 Jahre älter geworden.
Robert: Ja, aber wie Benjamin Button. Wir sind zwar 5 Jahre älter, sehen aber 5 Jahre jünger aus.
Jens: Darum auch die Bärte. Wir tarnen damit nur unsere Babygesichter.

Gibt es denn irgendetwas, worauf Ihr ein bisschen stolz seid?

Jens: Ein bisschen? Also nichts richtig geiles? Nur so ein halbgeiler Ministolz?
Robert: Ich bin bisschen stolz auf das rechte Ohrläppchen von Jens. Das hat uns vor einiger Zeit vor einem Rudel Wölfe gerettet. Wir wollten gerade Wein und Brot zu unserer Oma im Tharandter Wald bringen, als wir von einem Rudel Wölfe eingekesselt wurden. Der Anführerwolf wollte uns zwingen, Kokain auf einem Schulhof in Freital zu verticken. Wenn wir es nicht tun, wollte er uns so hart boxen, wie er nur kann. Wir waren kurz davor, unter dem Druck des Babo-Wolfes einzuknicken, als das rechte Ohrläppchen von Jens ein Schwert zog und die Wolfgang in nicht ganz so vegetarische Brunoise zerlegte. Dabei hat es “You gotta fight for your right to party” von den Beastie Boys gesungen.
Jens: Das stimmt, da waren wir schon bisschen stolz auf Läppi. Als Dank haben wir ihm danach ein Eis und eine Playstation gekauft.  

 

Und worauf seid ihr eher nicht so stolz? Kommt da jetzt etwas?
Jens: Ich kenne Rob jetzt schon seit gefühlten 100 Jahren und genauso lang machen wir Quatsch vor und hinter irgendwelchen Kameras. Rückblickend haben wir dabei schon zwei oder drei peinliche Sachen vor der Kamera gemacht. Filme in seltsamen Kostümen, betrunkene Reisedokumentationen oder wie wir uns Gymnastikbälle ins Gesicht schießen.
Robert: Mir ist das alles Wurst, soll ich mal meinen Lieblingswitz erzählen? Den hat Matthias Schweighöfer mal in irgendeiner TV-Sendung erzählt. Also: Vater Stier steht mit seinem Sohn auf einer Anhöhe. Beide schauen ins Tal auf eine Herde Kühe. Plötzlich sagt der Sohn ganz aufgeregt zu seinem Vater: Komm wir rennen jetzt da runter und ficken eine Kuh. Darauf erwidert der Vater vollkommen gelassen: Nein, wir gehen ganz langsam und ficken alle!

 

Jetzt fehlt die Überleitung zum coolsten Projekt von Euch. Egal, welches war in den 5 Jahren das coolste Projekt?

Robert: Als wir vor 4 Jahren “Final Rabbination” gedreht haben war laut Wetterbericht der coolste Tag des Jahres.
Jens: - 15 °C
Robert: Uns ist der Atem im Bart gefroren, so cool war das.
Jens: Oh, warte mal. Ich hab gerade cool gegoogelt, das ist ein jugendsprachlicher Begriff. Ich lese mal vor: Der Begriff wird einerseits zur saloppen Bezeichnung einer besonders gelassenen oder lässigen, nonchalanten, kühlen, souveränen, kontrollierten und nicht nervösen Geisteshaltung oder Stimmung genutzt. Andererseits ist cool als jugendsprachliches Wort zur Kennzeichnung von als besonders positiv empfundenen, den Idealvorstellungen entsprechenden Sachverhalten gebräuchlich im Sinne von „schön“, „gut“, „angenehm“ oder „erfreulich“.
Robert: Cool!

Dann das schwerste Projekt?

Robert: Jens, obacht! Das ist sicher wieder eine Fangfrage. Es geht hier wahrscheinlich nicht um Gewicht, oder?
Jens: Keine Ahnung, warte ich google das mal.
Robert: Und?
Jens: Also hier steht: schwer - Adjektiv - 1a. von großem Gewicht; nicht leicht; 1b. ein bestimmtes Gewicht habend; 2a. große körperliche Anstrengung, großen Einsatz …
Robert: (macht Pupsgeräusche mit dem Mund) Was wiegt denn so ein digitaler Film? Oder wie mess ich das denn? Die Fragen hier sind mir zu schwer.
Jens: Echt mal! 

Bei euren Antworten fragt man sich: Wo und wann kommen Euch die besten Ideen?

Jens: Das ist alles kein großer Zauber, du weißt doch, wie man früher die Antenne vom Fernseher einstellen musste. Das funktioniert bei uns genauso. Sobald wir eine bestimmte Körperposition einnehmen, sprudelt es Ideen. 
Robert: Farin Urlaub wurde mal gefragt, wie er seine Texte schreibt. Der hat es, glaube ich, ganz gut auf den Punkt gebracht. Er antwortete: Das ist wie beim Kacken. Du merkst da ist was, dann setzt du dich hin und der Rest passiert von ganz allein.

Das sind eindeutig zuviele Infos. Für wen würdet Ihr aber gern mal arbeiten und vor allem - warum?

Robert: Ich würde sehr gern als Faktotum im Haushalt für die Familie Owens arbeiten.
Jens: Mr. Robert Belvedere?
Robert: Jo, oder das was Alf macht. Katzen essen und Willi nerven.
Jens: Machst du doch jetzt schon. Katzen essen und Jens nerven.
Robert: Ich will aber auch mal Willi nerven!
Jens: Ich würde gern als Haardouble für Kim Kardashian arbeiten. Ich würde dann auf roten Teppichen immer hinter ihr laufen und meinen Bart über ihren Kopf stülpen. So schont sie ihr richtiges Haar. 
Robert: Ja, klingt nach nem Job für Jens. Elvis-Imitator wäre auch noch was für dich. Einfach den Bart zur Haartolle hochkämmen und ab gehts. 

Agenturen mit eurer Ausrichtung legen häufig Wert auf Awards. Was bedeuten Euch eigentlich Awards?

Jens: (lacht) Eigentlich Nichts!
Robert: Es geht uns ehrlich gesagt nie um die Preise bei diesen Veranstaltungen. Es geht uns vielmehr darum, die anderen Teilnehmer verlieren zu sehen! (lacht)

Gut. Und wann fangt Ihr jetzt mal an, ganz normale Industriefilme zu machen?

Robert: An dem Tag, an dem wir bei einem Kundengespräch einen Anzug tragen und uns förmlich artikulieren können. 
Jens: Also kurz nach der Fertigstellung unseres Perpetuum mobile.
Robert: Also nächste Woche Dienstag.

Keine weiteren Fragen. Danke.

Bildquellen: MOKOST

 

 

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