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5 Beispiele für nachhaltiges Nachwuchs-Design

Dresden 06.01.2016
Eine exklusive Preview, die zeigt, womit der hiesige Design-Nachwuchs sich beschäftigt – und warum.

Wie können klassische Handwerks-Methoden in neue Anwendungen überführt, wie traditionelle Verfahren für innovatives Design aufgegriffen werden?


Das ist die Aufgabe, der sich Jung-Designer beim diesjährigen STAGED-Wettbewerb stellen mussten. Der Award richtet sich an deutsche, tschechische und polnische Jungdesigner. Gemeinsam mit Wissenschaftlern präsentieren sie am Wochenende ihre neusten Material- und Technologieentwicklungen. Wir zeigen vorab fünf der 40 Nominierungen junger Designer:


KREIS – LAUF SNEAKERS
von Stephan Thiemt


Durch die Industrialisierung ging die Kunst des Schuhmachens vielerorts beinahe vollständig verloren. Schuhe wurden zur Massenware – nicht selten hergestellt unter fragwürdigen Bedingungen.
KREIS – LAUF  ist ein Konzept, das traditionelle Herstellungsmethoden mit heutigen Produktionsprozessen kombiniert. Das Ziel: ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltige Schuhproduktion.

KREIS – LAUF Sneakers sind für eine lange Lebensdauer konzipiert, unkompliziert in der Herstellung, höchst effizient im Materialeinsatz und leicht zu reparieren. Das Material: Leder, nachhaltige Textilien, Kork. Und auch der Claim steht: Those sneakers are made for those who care.



LIGHT + CODE
von Lukas Winter

Die Leuchtenserie LIGHT + CODE verbindet ein traditionelles Material mit moderner Technologie. Mittels 3D Druckverfahren entstehen hauchdünne, transluzente Porzellanleuchten von hoher ästhetischer Qualität. Die Formgebung ist in dieser Art nur im 3D Druck möglich.
Die Helligkeit der LED Lampen und die durchscheinende, fast textile Anmutung der Leuchten ermöglichen einen Einsatz in privaten wie öffentlichen Räumen. 



PAPER WOOD STOOL
von Claudia Fischer
Die Idee basiert auf Recycling – altes Papier wird dabei als Material wiederaufbereitet, das  Holz ähnelt. Fischer entwickelte zunächst zahlreiche Prototypen, um herauszufinden, wie das Material sich verhält. Die finale Lösung ist ein materialsparender, sehr leichter Hohlkörper, der dank der Eigenschaften des Material einfach in der Herstellung ist. Für die Produktion kann die gesamte Farbbandbreite von schwarzweißen Zeitungen bis hin zu bunten Magazinen genutzt werden.



GLASBLASE
von Laura Luisa Grebner


Glasblase ist eine Serie handgeblasener Lampen, die dank großer Kunstfertigkeit wie Seifenblasen wirken. Jede Blase ist durch das handgefertigte Stahlgeflecht, durch das sie geblasen wurde, einzigartig.
Die Kombination aus LED Modul und schillerndem Film erweckt den Eindruck sich stetig wandelnder Farben – ganz wie bei „echten“ Seifenblasen.



GROWTEC 
von Frank Dominikus I Lea Bachmann I Christian Rose

Der Helm „Growtec“ aus dem neuen Material D3o wächst dank seines modulartigen Aufbaus mit den Köpfen seiner drei- bis zwölfjährigen Träger mit.
D3o ist ein Material, das im Rohzustand bei Bewegung langsam fließt. Es eignet sich hervorragend für Schutzhelme, weil es sich bei Stößen zusammenzieht und so Aufprallenergie abfängt. Danach kehrt es wieder in den Ursprungszustand zurück. Je größer die Wucht des Aufpralls, desto stärker ziehen sich die Moleküle des Materials zusammen und desto stärker ist seine dämpfende Wirkung.
GROWTEC besteht aus acht Schutz-Elementen aus D3o mit einer kratzfesten und nahezu unkaputtbaren Hülle.



Vom 8. bis 10. Januar 2016 präsentieren Wissenschaftler und Designer aus Deutschland, Tschechien und Polen ihre neusten Material- und Technologieentwicklungen vor über 12.000 Besuchern auf der staged Designshow. Sie findet im Rahmen der room + style Messe statt und adressiert deshalb nicht nur „die üblichen Verdächtigen“, also Design-affine, sondern „ganz normale Endverbraucher“. 

Ein Highlight ist die öffentliche staged Podiumsdiskussion am Freitagabend: Die diesjährige Schirmherrin, Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, disktuiert gemeinsam mit Mark Offermann (Paulsberg), Gabriel Mensch (ehemaliger Chefdesigner der Deutschen Werkstätten Hellerau), Alexander Pötzsch (Alexander Pötzsch Architekten), Kai Unger (reddo) und Herrn Zahradnik (IHK) die Bedeutung der regionalen Traditionen für unsere Gegenwart und Zukunft.

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