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Wie man es als Agentur schafft, dass Mitarbeiter dauerhaft zufrieden sind

Leipzig 13.12.2016
Zum Jahresende hat die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu resümiert und auf Grundlage ihrer Daten die besten Arbeitgeber der Internet und Multimedia-Branche gekürt. Die Leipziger Agentur PLUSPOL interactive ist im Ranking ganz vorne mit dabei. Wir haben uns mit Nicole Arnold, HR Managerin bei PLUSPOL interactive zusammengesetzt und gefragt, was die Mitarbeiter so zufrieden macht.

Die Plattform für Arbeitgeber-Bewertungen kununu hat sich dieses Jahr wieder nach den besten Agenturen der Internet- und Medienbranche umgesehen. Sie hat die Bewertungen von 145 Unternehmen analysiert, wie sie in punkto Arbeitsbedingungen, Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Vorgesetztenverhalten sowie Kommunikation und Teamgefühl abschneiden. Arbeitnehmer bewerteten PLUSPOL interactive im Durchschnitt mit 4,6 von 5 Punkten. Damit liegt das Leipziger Unternehmen nicht nur deutlich über dem Branchendurchschnitt, sondern festigt seinen Platz in den Top 10.

Was die Mitarbeiter so zufrieden macht, verrät uns Nicole Arnold, HR Managerin bei PLUSPOL interactive.

 

Sputnika: Durchschnittlich 4,6 von 5 Punkten! Gratulation zu diesem tollen Ergebnis. Agenturen kämpfen häufig mit der Kritik, nicht besonders arbeitnehmerfreundlich zu sein. Was macht Ihr anders, dass Eure Mitarbeiter und Ehemalige augenscheinlich zufrieden sind?

Nicole Arnold: Nur wenn sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen, können wir anspruchsvolle Kundenwünsche, technologische Herausforderungen und ausgefallene Ideen erfolgreich digital umsetzen. Sie sind das Plus in PLUSPOL. Mitarbeiterzufriedenheit ist daher eines unserer obersten Anliegen. Täglich arbeiten wir daran, dies zu verbessern.

Ich persönlich möchte nicht in einem Unternehmen arbeiten, wo dies nicht der Fall ist. Schließlich verbringen wir alle viel Zeit bei der Arbeit. Die meisten Kollegen haben Freunde hier gefunden und sind privat miteinander verbunden. Sei es durch die Kinder, Sport oder gemeinsame Hobbys und Interessen.


Beweisstück 1 für die heimelige Arbeitsatmosphäre: Hausschuhe!

 

Sputnika: Was ist – neben den Mitarbeitern – Euer größtes Plus?

NA: Ich glaube, unsere Bewerber und Mitarbeiter schätzen am meisten unsere Menschlichkeit und Authentizität. Gerade weil Agenturen nachgesagt wird, etwas abgehoben zu sein, sind die Leute immer positiv überrascht, uns auf dem Teppich anzutreffen. Bewerbungsgespräche sind ein gutes Beispiel: Wir interessieren uns für den Menschen, der vor uns sitzt, und nicht für Notenspiegel und Empfehlungsschreiben. Jeder bringt etwas Besonderes mit und dieses Menschenbild ist Basis für unsere tägliche Arbeit.

Wir stehen zu unserem Wort und jeder kann seine Ideen bei PLUSPOL einbringen, mit der Chance gehört zu werden. Wir begegnen jedem mit dem gleichen Maß an Respekt – ob Bewerber, Freelancer, Werkstudenten, feste Mitarbeiter oder Ehemalige. Wir genießen alle dieselben Privilegien. Persönlich schätze ich den großen Zusammenhalt. Wir haben zum Beispiel keine festen Cliquen. Jeder ist ins Team integriert. Auch unsere Geschäftsführer sind für jeden erreichbar und wir treffen uns sogar beim gemeinsamen Firmensport. 

 

Sputnika: Apropos Privilegien: Habt Ihr konkrete Strategien, damit sich die Mitarbeiter bei PLUSPOL interactive wohlfühlen?

NA: Neben dem beinahe obligatorischen Blumenstrauß an Benefits, wie kostenlose Getränke, Bio-Obst von regionalen Erzeugern und dem gut gefüllten Bierkühlschrank, aus dem man sich zu vorgerückter Stunde bedienen kann, haben wir noch andere Maßnahmen in petto. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter zum Beispiel bei Ihren Zukunftsplänen, indem wir sie nach Interessen weiterbilden, gemeinsam für ihr Rentenalter vorsorgen und sie mit Firmensport und Massage fit halten.

Neue Kollegen erleichtern wir den Einstieg mit einem durchgeplanten Onboarding-Prozess, bei denen ihnen Mentoren mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonderen Wert legen wir auf unsere Arbeitsplätze: Alle Schreibtische sind höhenverstellbar, damit unsere Sitz-Arbeiter ihre gute Haltung bewahren. Jeder kann sich die Arbeitsgeräte und Betriebssysteme aussuchen, mit denen er oder sie am besten zurechtkommen.

 

Sputnika: Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Euch aus?

NA: Die Hälfte unserer Kollegen wechselt nach Feierabend in die Elternrolle. Weil wir – aus eigener Erfahrung – wissen, welche Herausforderungen damit verbunden sind, tun wir sehr viel dafür, dass Müttern und Vätern der Spagat zwischen Beruf und Familie gelingt. Wir unterstützen unsere Kollegen zum Beispiel mit Teilzeitmodellen, flexiblen Arbeitszeiten und Elternzeitregelungen auch für Papas. Wir bieten einen Zuschuss für die Kinderbetreuung an und helfen bei der Vermittlung von KiTa-Plätzen. Vierbeinige Familienmitglieder kommen mit ins Büro. Unsere Hundedamen Floppy und Lotti sind als feste Teamkollegen zuständig für das Feel-good-Management.


Floppy (vorn) und Lotti in eiliger Mission: „Make them feel good!“

 

Sputnika: Die Digitalbranche ist sehr schnelllebig: Was gestern Trend war, ist morgen längst überholt. Permanent auf dem neuesten technologischen Stand zu bleiben, klingt ziemlich anstrengend. Dazu kommen Pitches, Nachtschichten, Mehrarbeit. Wie schützt Ihr Eure Mitarbeiter vor diesem Informations-Overload?

NA: Wir haben das Glück mit Menschen zusammen zu arbeiten, die für ihre Aufgaben leidenschaftlich einstehen und Experten auf ihrem Gebiet sind. Viele Anregungen für neue Technologien kommen von unseren Mitarbeitern, die sich aus einer inneren Motivation heraus mit Trends und neuen Gadgets beschäftigen. Wir versuchen dieses Wissen im Team weiterzugeben, um Wissensinseln zu vermeiden und den Einzelnen vor einem Zuviel an zusätzlichen Aufgaben zu schützen. Dazu gibt es morgendliche Stand-ups, regelmäßige Stammtische und ein firmeneigenes Wiki, das gewissenhaft gepflegt wird.

Außerdem kann sich jeder nach seinen Interessen weiterbilden und passende Angebote wahrnehmen. Die persönliche Entwicklung treiben wir immer gemeinsam voran – zum Wohle der Mitarbeiter UND der Agentur. Lebenslanges Lernen ist Teil unserer Firmenkultur.

 

Sputnika:  Wie geht Ihr damit um, wenn doch einmal Unzufriedenheit aufkommt?

NA: In Teams lauert das Konfliktpotenzial doch oft hinter den gleichen Dingen: Mangelnde Wertschätzung und Kommunikation, eine Firmenkultur, die auf Statussymbolen aufbaut und damit den Einen zu Lasten des Anderen bevorzugt, immense Überstunden und unklare Aufgaben. Ich bin bereits auf die Maßnahmen eingegangen, mit denen wir in diesen Bereichen punkten, um Unzufriedenheit gar nicht entstehen lassen.

Natürlich ist auch bei uns nicht immer eitel Sonnenschein. Wir sind Menschen, keine Maschinen! Wenn der Agentursegen mal schief hängt, sehen wir uns die Gründe dafür genau an. Im Gespräch entwickeln wir gemeinsam Lösungen, auch wenn das manchmal länger dauert, und wir uns bestimmt nicht immer sofort einig sind. Doch genau diese unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen sind unsere größte Stärke. In jedem „Problem“ sehen wir die Chance, es nachher besser zu machen und daran zu wachsen.

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