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SEO in 2017? Das sollten Sie wissen

Dresden 05.12.2016
Das aktuelle Jahr neigt sich dem Ende und weil Online Marketing zu den schnelllebigsten Bereichen der sowieso schon schnelllebigen Agenturwelt gehört, wagen wir mit Herbert Buchhorn von der Online Marketing Agentur Clicks einen Blick auf das SEO-Jahr 2017. Was gibt es zu beachten, was wird sich verändern und wo dreht Google vielleicht an seinem Suchalgorithmus?

Sputnika: SEO ist in Bezug auf Erfolgsbewertung ein sehr transparentes Arbeitsfeld und viele Maßnahmen ähneln sich. Gibt es in diesem Bereich überhaupt einschneidende Veränderungen?
Herbert Buchhorn: 
Google dreht beinah täglich am Algorithmus. Wer jedoch sein SEO immer noch vorrangig auf Google als Maschinerie zuschneidet und die Nutzererfahrung außer Acht lässt, wird ein Problem bekommen. Natürlich soll eine Website technisch einwandfrei sein. Doch die eigentliche Aufgabe besteht darin, die Erwartungen des Nutzers zu übertreffen und die beste Website zum Thema XY zu aufzubauen, die es gibt. Nur dann wird search-engine-optimization zur search-experience-optimization. 
Richtig ist: Viele SEO-Prinzipien und Taktiken lassen sich von einem zum anderen Projekt übertragen. Aber: Jede Branche, jede Zielgruppe, jedes Produkt und jedes Conversion-Ziel erfordert eine andere Strategie um dauerhaft Top-Rankings und Traffic zu erzielen. 


Welches ist der wichtigste SEO-Trend in 2017 an dem niemand vorbeikommt?
Lange Zeit war Mobile nur eine Art Zusatz, denn die meisten Anfragen kamen über Desktop-PCs oder Laptops. Heute kommen jedoch mehr als 50 Prozent aller Suchanfragen über das Smartphone, weshalb sich Google gezwungen sieht, Anpassungen für das Ranking vorzunehmen. Das Unternehmen verkündete sogar den Desktop als Hauptindex abzulösen. Webmastern sollte damit klar sein, dass kein Weg mehr an der Suchmaschinenoptimierung für Mobilgeräte vorbeiführt. Das Thema mobile ist dabei keineswegs neu. Nur sehen wir leider noch viel zu häufig, dass es an solchen elementaren Dingen hapert. Mit der Optimierung für Agenten und dem Anstieg von gesprochenen Suchanfragen (Voice Search) stehen spannenden Themen für SEOs und Website-Betreiber auf dem Plan.  


Worauf sollte ein Unternehmen mit wenig Zeit und kleinem Budget in Bezug auf SEO unbedingt achten?
Wenn eine Website langfristig Erfolg haben soll, muss der Betreiber eine Frage überzeugend beantworten: Wie soll ich Besucher generieren? Das kostet in jedem Fall Geld. Aus unserer Erfahrung ist eine Kombination aus SEO und SEA ideal. Mit SEA kann kurzfristig relevanter Traffic eingekauft werden. Das bringt Umsatz und ganz nebenbei wertvolle Daten über das Nutzerverhalten zum Beispiel in Online-Shops und ist damit eine wichtige Grundlage für Conversion Optimierungen. SEO bringt langfristig Traffic, der nicht nach Klicks bezahlt werden muss. Pauschalrezepte sind das natürlich nicht, die Traffic-Strategie ist immer individuell. Auch Social Media kann eine große Rolle spielen.


Vom Freelancer bis hin zu größeren Werbe- / Onlineagenturen gibt es die unterschiedlichsten SEO-Anbieter. Worauf sollte ein Unternehmen bei der Auswahl eines Dienstleisters achten?
Verdächtig sind Pauschalangebote und Ranking-Garantien. Auch wenn Begriffe wie Keyword-Dichte fallen, kann man das Angebot vermutlich beiseite legen. Orientierung bieten auch Zertifikate wie beispielsweise vom BVDW. Unabhängig von der Budgetgröße sollten Interessenten immer nach Anbietern suchen, die ihre Arbeit transparent nachvollziehbar machen. Mindestens gehört dazu ein Reporting mit Soll/Ist-Stand bezogen auf die Ziele und wie die Budgetstunden eingesetzt wurden. Eine Daumenregel: Es ist immer gut, wenn der gewünschte Anbieter mit konkreten Fragen zum Projekt „nervt“. Im schroffen Gegensatz zu solchen Fällen, wo der Kunde außer zum Vertriebsteam kaum Kontakt mit der gewählten Agentur hat.

 

Bildquelle: Clicks Online Business

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