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"Viele Produktionen, die ein regionales Publikum ansprechen sollen, finden bundesweit Verwendung."

Dresden 05.02.2015
Martin Förster, Geschäftsführer von Centre Films, spricht im Sputnika-Interview über den Einstieg in die Filmbranche, die Auftragsakquise und die regionale Förderlandschaft.

Centre Films ist personalmäßig noch recht klein – ist es schwierig, neben den größeren Filmproduktionsfirmen in der Region zu bestehen?
Wie in jedem Arbeitsfeld gibt es immer mehrere Unternehmen und Personen, die den gleichen Beruf ausüben. Die Konkurrenz hält sich in unserer Region in Grenzen. Unser Unternehmen ist noch relativ jung. Ich habe es gegründet, weil ich als Berufsfotograf eine Affinität zum Filmen habe und diese Begeisterung mit zwei guten Freunden und Kollegen, Eric Schmidt und Tino Paul, teile. Wie in jeder Branche muss man herausstechen und mit seiner Arbeit überzeugen. Unser Anspruch ist, möglichst nah an den unterschiedlichen Lebenswelten der Menschen zu sein und Inhalte in ihrem Kern und ihrer Tiefe zum Ausdruck zu bringen. Was die Produktionen von Centre Films letztendlich trägt, ist die Emotion und der Bezug zum Greifbaren. Aber auch, sich beim Anschauen zu verlieren und das Gefühl zu bekommen, live dabei zu sein. Das Entscheidende ist die „richtige Einstellung“. 


Wie läuft die Auftragsakquise und sind die Kunden überwiegend in der Region oder bundesweit angesiedelt?
Durch meine nach wie vor fortlaufende Tätigkeit als Fotograf hatte ich bereits einige Kontakte. Kooperation mit entsprechenden Agenturen, in unserem Fall zum Beispiel mit Ketchum Pleon, spielen eine wichtige Rolle. In erster Linie versuchen wir uns schon auf dem regionalen Markt zu etablieren. Erfreulicherweise finden viele Produktionen, die zunächst ein regionales Publikum ansprechen sollen, oft bundesweit Verwendung. Ein gutes Beispiel ist unsere Zusammenarbeit mit Globetrotter: Unsere Trailer – Globeboot 2014, Filialfilme und Veranstaltungsfilme – werden auch in anderen Filialen in ganz Deutschland gezeigt, oder auch als Kinowerbung während der E.O.F.T 2014 Premiere in Dresden. Auch unsere Filme für die "So geht sächsisch" Kampagne sind weit verbreitet.


Wie sieht hierzulande die Förderlandschaft für Filme aus?
Es gibt ein breites Spektrum an Unterstützung. Allerdings nehmen wir diese bis jetzt kaum wahr, weil es auch eine Sache der Zeit ist... Ich denke, ich werde mich in Zukunft bei dem einen oder anderen Projekt damit auseinandersetzen, bis jetzt war aber das richtige Thema noch nicht da. Crowdfunding ist eine gute Basis für größere "Herzens-Projekte", die zusätzlicher Mittel bedürfen. Unsere „Freiberufler" im Team führen zur Zeit noch jeweils eine andere berufliche Tätigkeit aus. In den kommenden ein bis zwei Jahren werden wir bei Centre Films daran arbeiten, unseren Kundenkreis und unsere Auftragslage so auszubauen und zu festigen, dass der Fokus auf ein sicheres und vollwertiges Arbeitsverhältnis mit dem jetzigen Team abzusehen und möglich ist.


AF


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