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„Wir sind Leipziger“ – und wollen jährlich Millionen sparen

Leipzig 13.01.2016
Die Leipziger Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und Wasserwerke schließen sich unter der Dachmarke „Leipziger“ zusammen – was das bringt, wie es aufgenommen wird und wer die Markenentwicklung verantwortet.

Die neu gegründete „Leipziger Gruppe“ besteht aus den Leipziger Stadtwerken, den Leipziger Verkehrsbetrieben und den Leipziger Wasserwerken sowie den jeweiligen Tochterunternehmen. Die steuernde Managementholding LVV nennt sich nun Leipziger Stadtholding.

Unter dem Claim „Wir sind Leipziger“  soll die neue Marke, deren Entwicklung und Einführung rund eine Million Euro kostete, vor allem den inneren Strukturwandel nach außen kommunizieren. Für die Kunden der Unternehmen ändert sich nichts.

Das Logo der Dachmarke: ein „L“ in kräftigem Gelb – abgeleitet von den Farben der Stadt, entworfen von Meta Design aus Berlin, die auch die Idee für die Einführungskampagne lieferten. Auch die Erscheinungsbilder der einzelnen Unternehmen der Gruppe werden im Laufe des Jahres an den neuen Kurs angepasst. Der digitale Markenauftritt der Gruppe ist betont einfach und clean – schon die zugehörige URL www.l.de ist Minimalismus in Reinform.

Die Frage nach dem Warum des Zusammenschlusses beantwortet die Leipziger Gruppe so:

Nicht nur die Stadt verändert sich, sondern auch unsere Aufgabe als Versorger und Mobilitätsdienstleister. Deshalb bündeln wir unsere Kompetenzen und rücken als Marken zusammen.

Oder, emotionaler und in Bewegtbild:



Oder sehr rational und betriebswirtschaftlich: Mit der neuen Dachmarkenstrategie und Unternehmenszusammenlegung will die Gruppe ab 2018 jedes Jahr rund drei Millionen Euro einsparen. Durch Synergieeffekte, gemeinsame Prozessoptimierung und Einsparungen bei der Markenpflege durch die Reduzierung von vier auf eine Marke.

Dass es der Leipziger Gruppe mit ihrem Vorsatz, „die hohe Lebensqualität von Leipzig weiter zu steigern“, ernst ist, zeigt sich in den Details: Die beteiligten Dienstleister etwa kommen zu 95 Prozent aus Leipzig. So unterstützt beispielsweise Michael Bader.

Und auch in der recht transparenten Reaktion auf die – vorhersehbare und hauptsächlich in die Kerbe „Dafür ist Geld da?“-Kerbe schlagende Kritik zeigt sich: Die neue Gruppe gibt sich selbstbewusst angesichts ihrer Ziele und überzeugt in ihrem Plan, diese zu erreichen. – Auf die Frage eines Nutzers auf der Facebookseite der Leipziger Verkehrsbetriebe nach den Kosten antwortet die Social Media Redakteurin etwa:
„Die Kosten für die Markenentwicklung sind bei der LVV angefallen und liegen bei unter einer halben Million Euro. Das ist eine einmalige Investition. Die Kosten für die Umsetzung werden aus vorhandenen Kommunikationsbudgets gestemmt. Diese Budgets hätten wir auch so für Kommunikation in den alten Marken ausgegeben, ggf. sogar deutlich mehr, da mit LVV insgesamt vier verschiedene Markenauftritte hätten finanziert werden müssen. Der gemeinsame Auftritt ermöglicht eine gemeinsame Beschaffung gemeinsamer Instrumente zu günstigeren Konditionen bei zugleich höherer Wirksamkeit. Somit ist die neue Marke ein gutes Beispiel einer funktionierenden Synergie.“

Bisher wird das Vorhaben von den Leipzigern allerdings überwiegend positiv aufgenommen.

Die Zusammenarbeit in der Leipziger Gruppe wurde in den vergangenen Jahren bereits kontinuierlich ausgebaut, zum Beispiel bei der Konzeption und Umsetzung komplexer Bauvorhaben wie KARLI oder KÖ, oder dem Ausbau der E-Mobilität in der Stadt.


 

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