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Rückblick. Einblick. Ausblick.

Leipzig 24.01.2017
Wir haben mit Ines von ro:stoff media geplaudert und ein paar spannende Insights und Meinungen erhalten.

Kurz und knapp, wie war 2016?

2016 war ein aufschlussreiches Jahr voller Veränderungen, das mitunter eher bescheiden verlief, aber zum Ende dann doch noch die Kurve bekommen hat. Es haben uns Mitarbeiter verlassen, was nicht ganz einfach war, aber letztlich gut und richtig. Mit dem Team, das sich verändert hat, haben wir unsere internen Prozesse umstrukturiert und optimiert. Und da wir schon immer lieber nach vorne blicken als zurück, stehen nun alle Zeichen auf Neuanfang. Auf die 2016er Welle, die in der zweiten Hälfte auf uns zukam, sind wir aufgesprungen und somit wird 2017 ein Super-Jahr!

 

Ihr habt das letzte Jahr mit dem Etat der Weißenfelser Kultureinrichtungen und mit einem Auftrag für ein Investment Magazin aus dem Deutsche Bank Umfeld gepunktet. Waren das eure persönlichen Highlights im Neukundengeschäft oder gab es noch weitere Neukunden?

Hier hat sich einiges getan. Natürlich freuen wir uns riesig, dass wir seit dem Sommer das Asset Management-Magazin CIO View der Deutschen Bank sowohl in Print als auch Online betreuen. In der Region konnten wir auch punkten: Wir haben den Etat des Weißenfelser Kulturamts gewonnen und kreieren eine komplette Corporate Identity für die Dachmarke sämtlicher Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.
Mit WERTWIN ist ein weiterer Kunde dazu gekommen, den wir im Bereich Konzeption, CI- und CD-Entwicklung unterstützen. Die ersten Gespräche fanden Ende 2016 statt, den Workshop bei uns und damit das finale Go vom Kunden, den Weg mit uns zu gehen, gab es jetzt im Januar. Das Jahr geht also schon gut los.
Auch das Agenturgeschäft im B2B haben wir weiter ausgebaut, es sind zwei neue Agenturen dazu gekommen und so konnten wir wieder viele Projekte für große und namhafte Marken umsetzen. Aber wie gewohnt, bewahren wir hier Stillschweigen :-)

 

Ihr vereinigt verschiedene Geschäftsbereiche. Agenturleistungen für Unternehmen, Supportleistungen für Agenturen oder auch eure Fotobox-Vermietung. Sind dies gleichberechtigte Geschäftsfelder bzw. welches der drei ist Euer wichtigstes Standbein?

Die ro:stoff ist sehr breit aufgestellt. Wir arbeiten sowohl mit und für Endkunden, als auch für andere Agenturen im B2B-Bereich. Darüber hinaus baut Roy mit viel Liebe und Feingefühl unsere Gif-Boxen, die sowohl gemietet als auch gekauft werden können. Unsere Knipskiste gewinnt zunehmend Interessenten: Bahlsen war den Sommer über mit unserer Gif-Box zu einer Roadshow in ganz Deutschland unterwegs und Hello Fresh hatte viel Spaß mit ihrer Kiste auf der Weihnachtsfeier.
Die Gewichtung der einzelnen Zweige ist aber durchaus unterschiedlich. Während sich Agentursupport und Endkundengeschäft die Waage halten, steht die Knipskiste eindeutig hübsch daneben. Wir haben wahnsinnig viele Ideen in der Pipeline, die wir irgendwann in die Tat umsetzen wollen.
Parallel zu unserem Hauptgeschäft betreuen wir die KarLiebe, eine Initiative für unsere schöne Straße. Hier machen wir Aktionen, planen Veranstaltungen und sind Sprachrohr für die Anrainer und Events der Karl-Liebknecht-Straße.
All diese eigenen kleinen Herzensprojekte sind eine schöne Abwechslung, rücken aber nicht in den primären Fokus unseres Geschäfts.

 

Was glaubt ihr, wird 2017 am meisten durch die Decke gehen?

Wir!

 

Was ist der wesentliche Unterschied für Euch zwischen der Arbeit für ein Unternehmen und für eine Agentur (Agentursupport?)

Das Grundkonstrukt der Zusammenarbeit ist natürlich ganz anders. Mit Endkunden stehen wir direkt in Kontakt, haben mehr eigene Konzeptions- und Kreativarbeit, sprechen alles gemeinsam mit dem Kunden ab und können uns diese Projekte auf die eigene Fahne schreiben.
Im Agentursupport haben wir Kontakt mit der anderen Agentur, die wiederum mit dem Kunden alles abklärt. Wir sind dann zumeist technischer Support und unterstützen bei der Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Projekte. Dadurch arbeiten wir oft für global Player, agieren aber eben nur in zweiter Reihe. Der B2B-Einsatz fördert eine intensive Zusammenarbeit innerhalb der Branche, die wir auch immer gern begrüßen.
Was die beiden aber gemein haben, ist unsere Arbeitsweise: wir sind immer verlässlich und mit Herz bei der Sache.

 

Die Akquise von Projekten bei Unternehmen und bei Agenturen ist komplett unterschiedlich, wie sieht Eure Akquisestrategie aus?

Wir betreiben Akquise immer parallel zum Tagesgeschäft, sie ist essentiell und wichtig, aber auch anstrengend und etwas nervig. Auch wenn wir in der letzten Zeit oft total klassisch Kunden über unsere Website generiert haben, so sind wir auch immer selbst aktiv und akquirieren oder pitchen.
Wir setzen auf Empfehlungen, was sowohl bei den Endkunden, als auch bei den Agenturen gut funktioniert. Es gibt immer jemanden, der uns gut findet und weiterempfiehlt. 
Genau das ist Teil unserer Strategie: im Projekt überzeugen und somit Folgeaufträge sichern, also aus einem Neukunden einen Bestandskunden machen. Denn nichts geht über eine langfristige Zusammenarbeit.

 

Habt ihr einen fachlichen oder einen Branchenfokus, wenn ja, welcher ist das?

Bzgl. fachlichen Fokus: Wir stehen nicht so auf Schubladen-Denken. Wir haben viele Ideen und vereinen in unserem Team viele verschiedene Interessen. Das ist natürlich super, um sehr breit gefächerte Themenschwerpunkte anzugehen. 
Bzgl. Branchenfokus fühlen wir uns in dem Bereich, den man als Lifestyle bezeichnen kann sehr wohl. Dazu gehört für uns alles von Kunst, Kultur, über Gesundheit, Wohlbefinden, Genuss und Schönheit bis hin zu Technologie oder Forschung.
Wir haben in unseren Kunden und Aufgabenbereichen also ein tolles Komplettpaket, mit dem wir uns sehr wohl fühlen. Diese Abwechslung macht Spaß und bringt uns immer wieder dazu neu und anders zu denken.

 

Wie siehst Du aktuell die Agenturbranche, was sind die 3 größten Probleme?

Nach nunmehr über 12 Jahren haben wir mit ro:stoff schon so einige Höhen und Tiefen durchlebt. Dass es uns immer noch gibt, zeigt aber, dass wir einiges richtig machen. Es gibt eine unglaublich große Agenturlandschaft, in der jeder von uns seine Daseinsberechtigung hat. Schwierig ist eben, sich immer wieder zu behaupten. Nichts ist wirklich sicher. Oft stößt man auf Vetternwirtschaft bei Pitches und Etat-Vergaben, die es natürlich offiziell nicht gibt. Wir kämpfen oft damit, unsere Budgets zu verteidigen, weil die Arbeit dahinter oft nicht wahrgenommen wird. Es gibt immer jemanden, der es günstiger anbietet. Aber mittlerweile haben wir uns die Position erarbeitet, auch mal ein Projekt abzulehnen, wenn entweder die Chemie nicht stimmt oder man sich einfach finanziell nicht einigen kann. Ich denke, gegenseitige Wertschätzung ist das A und O einer jeden Zusammenarbeit, und wenn die nicht gewährleistet ist, dann ist das Projekt zum Scheitern verurteilt. Daher lassen wir dann besser direkt die Hände davon.

 

Wie ist es für euch, neue Leute zu finden? Gibt es den vielbeschworenen Fachkräftemangel wirklich oder wie seht ihr das?

Wir sind ein überschaubares Team aus gut ausgebildeten Leuten. Wir haben eine Größe, mit der wir uns wohlfühlen. Wenn wir Zuwachs planen, dann schreiben wir die Stelle auf Facebook oder Fachportalen aus oder gehen unsere Initiativbewerbungen durch. Das hat bisher immer gut geklappt. Wenn uns dann eine interessante Bewerbung vorliegt und wir denjenigen einladen, dann muss einfach die Chemie stimmen. Dabei sind uns Noten gar nicht so wichtig und wir unterscheiden auch nicht zwischen Jobeinsteigern oder alten Hasen. Wir haben selbst mal angefangen und wissen wie das ist. Wenn es dann von der Kompetenz und der Einstellung bzw. der Motivation her passt, dann bekommt derjenige auch seine Chance, sich bei uns zu beweisen.
Das große Ganze muss bei uns stimmen. Denn was nützt der beste Studienabschluss, wenn sich derjenige nicht ins Team integriert? Bei einem kleinen Team wie wir es sind, muss jedes Rädchen ineinander greifen, sonst läuft es nicht rund.

 

Wie geht‘s eigentlich eurem Alter Ego?

“Die Werbeagentur Leipzig” existiert noch immer und wird weiterhin ein kleines Seitprojekt bleiben, mit dem wir Spaß haben und mal den Ernst vergessen. Man sollte immer auch über sich selbst lachen können und ironisch sein, das bringt gute Gedanken und macht den Kopf frei, wenn man das mal braucht. Außerdem haben wir auch 2016 über “Die Werbeagentur Leipzig” gutes Aufsehen erlangt und Neukunden für die ro:stoff (z.B. z.B. simplias GmbH, deren Website für ihre Kundendienstsoftware wir gerade relaunchen) gewonnen. Das zeigt uns natürlich auch wieder, dass es ankommt, wenn man mal etwas anders macht als die anderen.

 

Wer viel zu tun hat, muss sich auch viel entspannen. Geht es für Dich, Ines, wieder ab ins Kloster oder steht was anderes auf dem Programm?

In erster Linie soll die Entspannung im ganzen Team einen festen Platz finden. Dafür brechen wir einfach mal aus dem Alltag aus und frühstücken alle gemeinsam in der Agentur oder fahren zusammen Karussell. Unser Plan ist es, jedes Quartal eine gemeinsame Auszeit zu nehmen. Fürs erste Quartal steht ein CSI-Tätertraining an … wir werden berichten!

Ich selbst gehe Ende Juli wieder für eine Woche ins Kloster. Das ist meine Woche, wo ich mich wirklich komplett rausnehme und einfach nur bei mir bin. Das gibt mir enorm Kraft und ich kann das nur jedem empfehlen.

 

Du hast nen Wunsch frei für 2017, was würdest Du Dir wünschen?

Den perfekten Kunden pitchen! Wir würden gern einfach mal den Spieß umdrehen und den Job für unseren Traumkunden ausschreiben. Vielleicht machen wir es ja, die Werbeagentur Leipzig dürfte das wahrscheinlich …
Aber im Ernst: Ich wünsche mir für 2017 Stabilität, Kontinuität und Gelassenheit und privat ganz banal einfach nur Gesundheit und Zufriedenheit!

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